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LAV-Staffel übertrifft alle Erwartungen beim Ostseepokal

Rostock LAV-Staffel übertrifft alle Erwartungen beim Ostseepokal

Viermal-75-Meter-Läuferinnen sprinten zu Silber und glänzen in den Einzeldisziplinen

Rostock. Sie stapelten tief, sehr tief sogar. Die Mädchen der Viermal- 75-Meter-Staffel des 1. LAV Rostock wussten vor ihrem Start am Sonnabend beim 14. Ostseepokal im Rostocker Leichtathletikstadion nicht so recht, was sie erwartet. „Wir rechnen uns nichts aus, wir hoffen eher“, meinte Annalena Christel zaghaft. Die 13-Jährige konnte nie mit ihren Partnerinnen Anna Neubert, Lilli Diebitsch und Lia Flotow gemeinsam für den Wettkampf trainieren. Nun musste sich die neu formierte Staffel gegen sechs Teams aus Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt in der Altersklasse U 14 bewähren. LAV-Trainerin Sabine Pausche klang deshalb wenig optimistisch: „Es ist schwer einzuschätzen, was für die Mädels möglich ist. Wir lassen uns alle überraschen.“ Und sie wurden überrascht!

Schlussläuferin Lia Flotow „flog“ nach 39,43 Sekunden nur neun Hundertstel nach der Siegerstaffel aus Neubrandenburg über die Zielline. „Unsere Staffel hat erstaunlich gut funktioniert“, berichtet Neubert glücklich.

Trotz des gemeinsamen Erfolgs sind sich die Freundinnen sicher: Einzelwettkämpfe machen mehr Spaß. „Man kann sich auf sich konzentrieren und ist selbst schuld, wenn es nicht läuft“, meint die Team-Jüngste Lia. Bei der Elfjährigen lief es auch in den Einzeldisziplinen rund: Gold im 75-Meter-Sprint (10,31 s) und Silber im Weitsprung (4,89 m).

Ihre Staffel-Kolleginnen Annalena Christel und Anna Neubert sammelten ebenfalls weitere Edelmetalle beim Cup, an dem fast 500 Nachwuchsathleten der Altersklassen U 10 bis 14 teilnahmen.

Christel holte Bronze im Weitsprung (5,13 m) vor Neubert (4,98 m), die auf Platz vier landete und zuvor Silber im Ballwurf errang. Die Achtklässlerin warf die 200 Gramm schwere Kugel 47,50

Meter weit und freute sich über eine persönliche Bestweite.

Lilli Diebitsch ist erst seit September 2015 im Leistungskader des 1. LAV Rostock. Bei ihrem ersten Ostseepokal-Auftritt schrammte sie im Finale über 75 Meter knapp an Bronze vorbei. Mit neuer persönlicher Rekordzeit (10,59 s) landete die Graal-Müritzerin auf Platz vier.

Einen der begehrten Ostseepokale, die Disziplin übergreifend für die jeweils beste Leistung einer Altersklasse überreicht werden, konnte keine der vier Staffel-Läuferinnen ergattern. Anna Neubert zog dennoch ein positives Fazit: „Insgesamt war der Wettkampf für uns alle sehr gelungen.“ Lia Flotow scheint den Grund für die guten Ergebnisse der Mädchen zu kennen. „Ein großer Wettbewerb bringt härtere Konkurrenz mit sich. Da erzielt man automatisch bessere Leistungen, man wird vom Niveau mitgezogen“, erklärt der Blondschopf angesichts der zahlreichen Aktiven aus MV, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Brandenburg bei der 14. Auflage des Ostseepokals.

Horst Schreiber

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