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Leinen los: Segler trotzen dem stürmischen Wind

Rostock Leinen los: Segler trotzen dem stürmischen Wind

59 Aktive wagen sich beim 10. Gothaer-Junior-Cup auf das Wasser

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Trainer Johannes Kulik (r. auf dem Boot) betreute am Wochenende die Kinder vom Segler-Verein Turbine Rostock. FOTOS (2): VEREIN

Rostock. Die Vorfreude war riesig. Sportwartin Kristine John vom Segler-Verein Turbine Rostock konnte das vergangene Wochenende kaum erwarten, denn dort wollten die Ostseestädter die Regattasaison 2017 mit dem Gothaer Junior Cup eröffnen. Doch nach dem Aufstehen kamen Zweifel. Kann bei diesem Wetter gestartet werden? Es konnte, trotz reichlich Wind von bis zu 27 Knoten – also etwa 50 Kilometern pro Stunde – an beiden Wettkampf-Tagen.

OZ-Bild

59 Aktive wagen sich beim 10. Gothaer-Junior-Cup auf das Wasser

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Weitere Resultate

Laser 4.7:

1. Lukas Schranck (WSC)

2. Arved Guse (SSVR)

3. Tim Stollberg (YCW)

Laser Radial:

1. Max Philipp ((WSC1925)

2. Konstantin Fensky (WSC1925)

3. Niklas Dehne (RSC92)

Optimist B:

1. Karl Peter Boss (RSC92)

2. Lars Rackow (SVTR)

3. Roman Gabrecht (RSC92)

Weitere Info und alle Ergebnisse unter: http://www.svtr.de/

„Der konstant kräftige und in Böen stürmische Wind hat die zehnte Auflage unserer Veranstaltung zur großen Herausforderung für die Aktiven gemacht“, meinte John. Das Teilnehmerfeld fiel entsprechend klein aus, weil viele Anfänger bei den Wetter-Aussichten zu Hause geblieben waren. Die angereisten 59 Kinder und Jugendlichen starteten in den Klassen Optimist B (29 Boote), Cadet (5), 420er (3), Laser 4.7 und Laser Radial (jeweils 7). Unter respektablem Einsatz absolvierten sie je nach Bootsklasse zwei bis vier Wettfahrten in der Dierkower Bucht.

Trainer Julius Rapp vom Segler-Verein Turbine Rostock nahm die vielen Missgeschicke auf dem Wasser mit Humor. „Die inoffizielle Wertung der Kenter-Meisterschaft dürfte klar von den Laser- Seglern dominiert worden sein“, meinte der 27-Jährige und lobte: „Auf der anderen Seite erkannten sogar ungeübte Zuschauer diejenigen Laser- und 420er-Segler, die sich offenbar genau diese Bedingungen erhofft hatten, um mal richtig auf ihre Kosten zu kommen.“

Den Sieg in der Bootsklasse 420er sicherte sich das Duo Oskar Thierbach und Leon Borowski (Mecklenburgischer Yachtclub Rostock), das alle vier Wettfahrten gewann. Dahinter landeten die Lokalrivalen Paul Westphal sowie Charlotte Wolf vom Akademischen Segler-Verein zu Rostock auf dem zweiten und Leopold Baumgart sowie Julius Bornemann (See- und Segelsportverein der Hansestadt Rostock) auf dem dritten Platz.

Besonders schwierig war es für die Cadets, die nur zwei Wettfahrten mit drei Booten am Sonntag fahren konnten. Dort gewannen Marla Gröschner und Lotta Fischer vom Rostocker Segelverein Citybootshafen.

Von den jüngsten Seglern im Optimist B konnte mit Vincent Mennenga (Mecklenburgischer Yachtclub Rostock) nur einer der sechs Aktiven eine Wettfahrt beenden und sich damit die offizielle U-10-Wertung sichern. Die ersten sieben Plätze der Gesamtwertung der Klasse Opti B entfielen auf Kinder der Jahrgänge 2003 und 2006, die dem kräftezehrenden Wind und Wellen am besten trotzten.

Das Endergebnis wird als erster Lauf der Rostocker Stadtmeisterschaft gewertet, zu der mehrere Regatten in der Hansestadt zählen.

„Gut, dass die Versorgung an Land großzügig ausfiel. So konnten die Energie-Reserven nach den Wettfahrten schnell wieder aufgefüllt werden“, bedankte sich Coach Julius Rapp bei den vielen fleißigen Eltern und Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten. Im Anschluss wurde so mancher junge Segler beim Kinderschminken für die nicht anfängertauglichen Bedingungen entschädigt. Ganz besonders lobten Rapp und Kristine John den Hauptsponsor: „Ohne die tatkräftige Unterstützung der Generalagentur Birgit von Appen der Gothaer Versicherungen wäre die Durchführung des bereits seit 2007 ausgetragenen Gothaer-Junior-Cups nicht möglich.“

Im kommenden Jahr soll dann die elfte Auflage steigen – gerne auch bei etwas weniger Wind.

Tommy Bastian

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