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MV-Liga: Empor-Reserve sorgt für Spannung im Titelrennen

MV-Liga: Empor-Reserve sorgt für Spannung im Titelrennen

Handballer bezwingen Spitzen- reiter Stralsund II 34:19. Im Ab- stiegskampf wird die Lage für Schwaan immer bedrohlicher.

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Julius Heil (am Ball, hier im Spiel beim Ribnitzer HV) war auch am Sonntag kaum zu halten. Mit seinen fünf Toren war er hinter Julius Heil (10) und Maximilian Schütze (7) bester HCE-Torschütze.

Quelle: Tommy Bastian

Rostock. Revanche geglückt. Die U 23 des Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock fegte am Sonntag im Topspiel der MV-Liga den bisherigen Tabellenführer, Stralsunder HV II, mit 34:19 (14:9) vom Parkett. Das Hinspiel (21:30) hatten die Rostocker noch klar verloren. Mit dem 15. Sieg zog der HCE an den punktgleichen Gästen (beide 32:12) vorbei auf den zweiten Rang (siehe Tabelle rechts unten). Neuer Spitzenreiter ist Mecklenburg Schwerin II.

„Ausschlaggebend waren unsere starke Abwehr und Torhüter Louis Massaro. Wir haben viele Bälle gewonnen und kamen über Konter zu einfachen Toren“, analysierte Empor-Coach Robert Teichert. Richtig zufrieden war der 37-Jährige aber nicht. „Ich bin immer noch sauer über die Leistung eine Woche zuvor beim 27:28 in Demmin. „Da haben wir die Punkte hergeschenkt“, schimpfte der Sportlehrer, der ab der neuen Saison die ersten Rostocker Mannschaft übernimmt.

Bis dahin strebt der Diplomsportlehrer mit seinem aktuellen Team, bei dem das Personal im Verlaufe des Jahres häufig wechselte, einen guten Saisonabschluss an. „Der Titelgewinn liegt nicht mehr in unserer Hand. Schwerin geht als Favorit in seine letzten beiden Spiele. Aber wir müssen ohnehin erst mal unsere Aufgaben machen“, sagt Teichert und betont: „Das wird schwierig genug, denn in den verbleibenden Partien werden wir personell vermutlich nicht so gut aufgestellt sein wie gegen Stralsund.“ Grund: Dann spielt die erste Mannschaft, die diesmal frei hatte und Spieler abstellte.

Empor startete gegen Stralsund druckvoll und mit viel Tempo. Belohnung: die schnelle 4:1-Führung. Dann kamen auch die Gäste besser ins Spiel und verkürzten auf 4:6. In der Folge agierten die Rostocker effizienter und setzten sich bis zur Pause auf fünf Tore ab (14:9). Für die Vorentscheidung sorgte der HCE gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs, als die Rostocker auf 20:10 davonzogen.

„Es war eine geschlossene Leistung. In der Abwehr haben wir nie nachgelassen, sind immer aggressiv auf die Gegner vorgegangen, so dass wir viele einfache Tore im Gegenstoß machen konnten“, sagte Julius Porath. Der 19-Jährige ist einer der wenigen Stammspieler in Empors MV-Liga-Team, obwohl er wie viele weitere Akteure schon zum Zweitliga-Aufgebot gehört. „Der Titel ist noch drin“, gibt sich Porath für die letzten zwei Partien optimistisch, ergänzt jedoch: „Wir müssen allerdings darauf hoffen, dass Schwerin noch mindestens einen Punkt liegenlässt.“

Die Teichert-Sieben hat einen Zähler Rückstand auf die Landeshauptstädter, die laut OZ-Informationen den Aufstieg in die Ostsee-Spree- Liga anpeilen. Dagegen wollte sich Sven Thormann, Empors Sportlicher Leiter, zum möglichen Sprung in die vierte Liga nicht äußern.

HC Empor U 23: Malitz, Massaro — L. Goldschmidt 1, Palm, A. Trupp 1/1, J. Trupp 3, Zboril 3, Prüter 1, Heil 5, Meuser 3, J. Porath 10/5, Klitsche, Schütze 7.

Siebenmeter: HCE 8/6, SHV 7/4.

Strafminuten: HCE 10, SHV 8.

Zuschauer: 150.

Unterdessen hat sich die Lage für den Schwaaner SV im Abstiegskampf weiter zugespitzt. Die Mannschaft von Trainer Detlef Lankowski unterlag im Heimspiel gegen den SV Einheit Demmin mit 20:23 (8:11) und bleibt Tabellenvorletzter. Diese Platzierung könnte am Saisonende den Abstieg in die Verbandsliga zur Folge haben, vor allem dann, wenn es neben Greifswald/Loitz noch einen weiteren Absteiger aus der Ober- in die MVLiga geben wird. Neubrandenburg und Bad Doberan sind gefährdet.

„Die Ungewissheit ist doof“, sagt SSV-Trainer Detlef Lankowski. Sein Klub ist seit Jahren eine feste Größe in der höchsten Landesspielklasse. Der Abstieg wäre bitter. „Möglicherweise gibt es am letzten Spieltag ein echtes Endspiel gegen Bützow“, hofft Lankowski. Der Schwaaner Lokalrivale, 2011 und 2014 noch Landesmeister, liegt aktuell lediglich einen Zähler vor den Bekestädtern und muss daher ebenfalls noch um den Ligaverbleib bangen.

Schwaaner SV: Frohriep, Sternberg — Elsner 11/1, Frieser 2/1, Polkow 2, Schulz 3/2, Jung, König 2, Kröger, Langberg, Frank, Bender, Bünz.

Siebenmeter: SSV 5/4, Demmin 5/2. Strafminuten: SSV 12, Demmin 18.

Zuschauer: 199.

  Der SV Warnemünde hatte am Wochenende spielfrei.

MV-Liga, Männer

1. Meckl. Schwerin II 705:
580 33:11
2. HC Empor Rostock II 660:570 32:12
3. Stralsunder HV II 595:530 32:12
4. SV Warnemünde 623:546 29:15
5. HSV Grimmen 648:579 28:16
6. Stavenhagener SV 620:618 23:23
7. Einheit Demmin 525:597 20:24
8. Güstrower HV 553:577 20:26
9. Ribnitzer HV 577:571 17:27
10. Parchim/Matzlow-G. 635:691 17:27
11. TSV Bützow 509:591 15:29
12. Schwaaner SV 503:576 14:30
13. Bad Doberaner SV II 520:647 8:36 23. Spieltag, Sa., 16. April: Stralsunder HV II — Schwaaner SV, TSV Bützow — HC Empor U 23, SV Warnemünde — Güstrower HV, Mecklenburg Schwerin II — HSV Grimmen, Doberaner SV II — Ribnitzer HV, Einheit Demmin — SG Parchim. 24. Spieltag, Sa., 23. April: HC Empor U 23 — Doberan II, Schwaaner SV — TSV Bützow, Grimmen — Warnemünde, Parchim — Stralsund II, Ribnitz — Schwerin II, Stavenhagen — Demmin.

Von Tommy Bastian

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