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Marine-Offizier will Kommando beim RFC übernehmen

Rostock Marine-Offizier will Kommando beim RFC übernehmen

Götz Meiert einziger Kandidat für Präsidentenwahl, die am 9. Juni stattfindet

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Letztlich war für mich ein Gespräch, das ich mit Nils Greese hatte, ausschlaggebend, um mich aufstellen zu lassen.Götz Meiert Kandidat für den RFC-Klubvorsitz

Rostock. Fußball-Verbandsligist Rostocker FC will nun erst am 9. Juni einen neuen Präsidenten wählen. Einziger Kandidat ist nach Aussage von Interims-Klubchef Christian Blanck Marine-Offizier Götz Meiert.

Nach einem Richtungsstreit an der Spitze des ältesten Fußballvereins der Hansestadt war Nils Greese im Januar als Präsident zurückgetreten. Danach war eigentlich geplant, dass die Mitglieder im März oder April auf einer außerordentlichen Zusammenkunft einen neuen Klubchef wählen sollen. Mit Meiert als Kandidat war dieser Termin aber nicht zu halten: Er ist erst seit Anfang März RFC-Mitglied.

Die Satzung schreibt allerdings vor, dass für ein Amt nur Mitglieder gewählt werden können, die dem Klub bereits mindestens drei Monate angehören.

Blanck findet am Vorgehen des Vereins nichts Anstößiges. „Götz Meiert ist der einzige Kandidat, der für das Amt zur Verfügung steht. Insofern hätte es keinen Sinn, die Wahl vor dem Monat Juni zu veranstalten und wir dann keinen Präsidenten hätten“, erklärt der 38-Jährige.

Unklar ist derzeit noch, ob nur ein neuer Präsident gewählt wird, oder ob die Mitglieder einen komplett neuen Vorstand wünschen. „Selbstverständlich stellt sich der Vorstand auf der Mitgliederversammlung der Diskussion, um Vorgänge aus der Vergangenheit aufzuklären. Dazu wird es einen entsprechenden Bericht des Vorstandes geben“, heißt es in einer Information auf der Klub-Seite im Internet.

Meiert ist 54 Jahre alt, verheiratet und wohnt in Bad Doberan. Er arbeitet als Referatsleiter im Marinekommando Rostock. Der Kontakt zum RFC entstand vor zwei Jahren, als er den damaligen Trainer Jan Kistenmacher kennenlernte. „Seine Liebe und Leidenschaft zum Rostocker FC haben mich angesteckt. Irgendwann bin ich dann auch mal zu einem Spiel seiner Mannschaft gegangen. Mir haben dort von Anfang an die Atmosphäre und die netten Menschen gefallen und gutgetan“, wird Meiert auf der Internetseite des RFC zitiert. „Letztlich war für mich ein offenes Gespräch, das ich mit Nils Greese hatte, ausschlaggebend, um mich als Kandidat für den Vorstandsvorsitz aufstellen zu lassen“, sagt Götz Meiert.

Greese, der trotz seines Ausscheidens mit einer Rückkehr ins Amt geliebäugelt hatte, unterstützt die Kandidatur von Meiert: „Ich halte Herrn Meiert für einen geeigneten Kandidaten. Meine Unterstützung jedenfalls hat er“, erklärte Greese gestern auf OZ-Anfrage. Wichtig sei ihm vor allem, dass wieder Ruhe in den Verein einkehre, meint der frühere Vorsitzende.

Das sieht auch Interims-Chef Christian Blanck so. „Ich bin gern im Vorstand, aber nach der Mitgliederversammlung würde ich mich gern wieder in Ruhe um die Nachwuchsarbeit kümmern“, sagt Blanck.

Der ehemalige Hansa-Klubchef Michael Dahlmann, mit dem es Gespräche über ein Engagement beim RFC gegeben hat, hat abgesagt. „Es wäre ihm nicht möglich gewesen, seine beruflichen Aufgaben mit der Arbeit im RFC-Vorstand zu vereinbaren“, informiert Blanck.

Christian Lüsch und Johannes Weber

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