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Medaillenregen für den SV Breitling

Rom (Italien)/Rostock Medaillenregen für den SV Breitling

Drachenboot-Sportler glänzen bei Europameisterschaft in Italien mit 11x Gold, 8x Silber- und 14x Bronze

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Volle Fahrt voraus: eines der deutschen Drachenboote bei der Europameisterschaft in Italiens Hauptstadt Rom. Fotos (2): SV Breitling

Rom (Italien)/Rostock. Dieses Erlebnis werden sie noch lange in guter Erinnerung behalten: Acht Drachenbootsportler des SV Breitling aus Rostock kehrten Anfang der Woche mit reichlich Glücksgefühlen in ihre Heimat zurück. Sie errangen bei der Europameisterschaft auf dem Laghetto dell´ Eur im Süden von Rom (Italien) gleich elf Gold-, acht Silber- und 14 Bronzemedaillen – so viele Plaketten wie nie zuvor!

 

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Das Team vom SV Breitling: André Krüger, René Hotopp, Edgar Harbrecht, Gunnar Malmström (hinten von links), Gesine Liebau und Ina Harbrecht (vorne v. l.).

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Die Leistungen unserer Sportler sind umso beachtlicher, da sie sämtliche Kosten für die Vor- bereitung selbst tragen und für die Trainingslager und Wettkämpfe ihren Urlaub opfern.“Pressewart Tom Reiser vom SV Breitling aus Rostock

„Auf dem Wasser wird entschlossen gekämpft, aber bei der Siegerehrung freuen wir uns zusammen mit unseren Rivalen und alten Freunden aus Tschechien, Ungarn und anderen Ländern“, beschreibt Gunnar Malmström die Stimmung unter den Wassersportlern. Malmström ist der international erfolgreichste Sportler des SV Breitling, der auch in diesem Jahr mit einer Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen für Furore sorgte.

Die deutsche Nationalmannschaft reiste mit mehr als 120 Sportlern in den Altersklassen Premium, Senior A (Ü 40), Senior B (Ü 50) und Senior C (Ü 60) an, um sich mit den Nationalmannschaften aus 17 europäischen Nationen zu messen. Und das bei Gluthitze, denn die 12. European Nations Championships der EDBF – das ist die europäische Drachenbootorganisation – wurden bei Temperaturen um 35 Grad ausgetragen.

Im Familienwettkampf ging das Ehepaar Ina und Edgar Harbrecht an den Start, ein im deutschen Kanu-Sport durchaus bekannter Name. Edgar erkämpfte in seiner Karriere einen zweiten Platz bei Europameisterschaften und zwei Bronzemedaillen. Ina Harbrecht krönte ihre langjährige Laufbahn sogar mit drei Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Ein weiteres Familienduell gab es zwischen Gesine und Kira Liebau – Mutter und Tochter. Kira konnte mit einer Silber- und zwei Bronzemedaillen im Premium sehr gut vorlegen, Doch Gesine toppte das Ergebnis mit drei Goldmedaillen über verschieden lange Strecken in ihrer Altersklasse Senior A.

Steffi Höfer vom Team Blue Bulls war mit ihren drei Europameistertiteln und zweimal Bronze ebenso glücklich wie André Krüger mit einer Gold- sowie zwei Bronzemedaillen und René Hotopp (zweimal Bronze), beide vom Team Ospa-Dragons des SV Breitling. Alle Medaillen wurden auf den Strecken 1500, 200 und 500 Meter im Standard- (20 Paddler) und Smallboot (10 Paddler) errungen.

„Drachenbootsport ist längst nicht mehr das reine Partyvergnügen, vielmehr hat sich aus einer sehr breiten Basis eine stabile Leistungsspitze entwickelt, wie es auch in olympischen Sportarten der Fall ist“, sagt Tom Reiser vom SV Breitling. Die Auswahl für die Nationalmannschaft erfolgt über Leistungstests in zentralen Trainingslagern. Mindestens fünf Übungseinheiten in der Woche seien neben dem normalen Berufsleben nötig, so Reiser, um solche internationalen Spitzenleistungen zu erreichen. „Die Leistungsdichte ist sehr hoch“, betont der Rostocker.

„Die Leistungen unserer Sportler sind umso beachtlicher, da sie sämtliche Kosten für die Vorbereitung selbst tragen und für die Trainingslager und Wettkämpfe ihren Urlaub opfern“, lobt Reiser die Aktiven des SV Breitling.

Sie waren nicht die einzigen Ostseestädter in Rom. Der frühere Handballer Florian Glamann (26, spielte für Empor Rostock, und den Bad Doberaner SV), der seine Karriere wegen anhaltender Knieprobleme im Sommer 2015 beendete, holte im Standardboot in der Wettkampfklasse der Herren zusammen mit 19 weiteren starken Männern an den Paddeln Gold über die Distanz von 500 Metern. Hinzu kamen Silber über 200 Meter und Bronze über zwei Kilometer für den Kraftprotz von den Rostocker Seebären.

„Drachenboot bin ich oft in der Sommerpause in Güstrow gefahren. Nach dem Handball-Aus habe ich mir ein leistungsorientiertes Team in Rostock gesucht“, erzählt Glamann. Es hat sich gelohnt.

Tommy Bastian und Robert French

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