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Mehrkampf-Talent aus Rostock ist Deutschlands Nummer eins

Rostock Mehrkampf-Talent aus Rostock ist Deutschlands Nummer eins

Die 14-jährige Hannah Bittorf kommt aus einer sportbegeisterten Familie

Rostock. Andere Schüler nutzen ihre Ferien zum „Chillen“. Hannah Bittorf vom 1. LAV Rostock nicht. Sie trainierte die ersten Wochen eifrig. Die Strapazen haben sich gelohnt:

 

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Riesenerfolg: Hannah Bittorf – hier bei einem früheren Wettkampf – ist neue Deutsche Meisterin im Jugend-Siebenkampf.

Quelle: 1. Lav Rostock

Trotz des Erfolgs – das Schönste am Sport sind die Freundschaften.“Leichtathletin Hannah Bittorf (14) vom 1. LAV Rostock kurz nach ihrem Titelgewinn bei den deutschen Meisterschaften

Vergangenes Wochenende siegte die 14-Jährige in Heidenheim (Baden-Württemberg) bei den deutschen Meisterschaften im Jugend-Mehrkampf. Mit starken 3755 Punkten gewann die Schülerin den Siebenkampf in ihrer Altersklasse.

„Ich freue mich riesig über den Erfolg!“, jubelte Bittorf, die den Winter verletzungsbedingt nicht trainieren konnte. „Nach der schwierigen Saison habe ich nicht damit gerechnet“, erklärte sie.

Zur Erholung folgen nun zwei Wochen Sommerpause, ehe die Vorbereitungen für die nächsten Wettkämpfe mit ihrem Trainer Birger Voigt anstehen. Besonders auf den Jedermann-Zehnkampf am 10. und 11.

September in Schwerin freut sich Bittorf, denn dort wird auch ihre Mutter Ute an den Start gehen.

Die Begeisterung für den Sport hat sie von ihrer Familie vererbt bekommen. Neben der Mama sind der ältere Bruder Heiner (Trainer beim Männer-Verbandsligisten SV Pastow/lesen Sie dazu den Beitrag unten) und Papa Thomas (Coach der Pastower C-Jugend) als Fußballtrainer aktiv. Früher spielten sie selbst.

Der Auslöser ihrer jungen Sportkarriere war jedoch jemand anderes: „Mein damaliger Sportlehrer hat mich überredet, zum Schnuppertraining in Sanitz zu gehen. Danach war ich überzeugt“, erzählt die neue Deutsche Meisterin.

Später wechselte sie zum 1. LAV und in die Sportlerklasse des CJD- Gymnasiums. Die künftige Neuntklässlerin mag vor allem Englisch und Kunst. Sie kann sich auch eine berufliche Zukunft in den Fächern vorstellen. „Immerhin hat man als Lehrer am meisten frei“, meint Bittorf schmunzelnd.

Ihre freie Zeit nutzt die Schülerin, um ihre Freunde zu treffen und für den großen Garten daheim. „Wir haben Schafe, Katzen, Hunde, Kaninchen, einen Gecko, ein Aquarium und zwei Teiche mit Karpfen zu Hause. Da ist immer was los!“, betont Bittorf, die mit ihrer Familie in der Nähe von Sanitz wohnt.

Von dort aus hat die 14-Jährige auch einen Blick nach Rio zu den deutschen Siebenkämpferinnen geworfen. „Sie haben ein gutes Gesamtergebnis erzielt“, meint die Leichtathletin. Ihr sportliches Vorbild kommt allerdings aus einer anderen Nation. „Die Britin Jessica Ennis-Hill ist so klein (1,65 m/ d. Red.) und springt trotzdem 1,95 Meter hoch. Das ist für mich jedes Mal wieder ein Ansporn, selber Bestleistungen zu bringen.“

Nächstes Jahr würde sie ihre Goldmedaille von den deutschen Meisterschaften gerne verteidigen. „Wenn ich gesund bleibe und das Glück auf meiner Seite ist, kann ich das durchaus schaffen“, sagt Bittorf selbstbewusst. Falls es mit dem Erfolg nicht klappen sollte, weiß sie worauf es wirklich ankommt, denn für die Mecklenburgerin gilt: „Das Schönste am Sport sind die Freundschaften.“

Anna Gloede

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