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Nach 36 Jahren: Wiedersehen der Meister

Rostock Nach 36 Jahren: Wiedersehen der Meister

Ehemalige Empor-Handballer plaudern über die guten alten Zeiten und üben Kritik an der Klubführung

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Erinnerung an alte Zeiten: Bodo Wieland, Holger Kühne, Siegfried Sanftleben, Christian Langner, Helmut Wilk und Wolfgang Böhme (v. l). mit einem Plakat vom Europapokal-Finale 1979.

Quelle: Stefan Ehlers

Rostock. Die Idee zu einem Treffen mit ehemaligen Weggefährten hatte Wolfgang Böhme schon zu Zeiten, als er noch in der Schweiz lebte. Der frühere Weltklasse-Handballer rief seinen Kumpel Bodo Wieland an, der sofort begeistert war. Monatelang studierten die beiden alte Mannschaftsaufstellungen, recherchierten, um Telefonnummern und Adressen ihrer einstigen Mitspieler und Trainer ausfindig zu machen. Gestern Abend war es so weit. Im Gartencafé Schutow traf sich eine launige Runde mit 23 ehemaligen Empor-Assen.

„Das sind alles Leute, mit denen wir von 1968 bis 1980 zusammengespielt haben“, erzählt Wieland, der mit Böhme („Wir waren wie Geschwister“) und Rainer Schlette Ende der Sechziger den Sprung aus der A-Jugend in die Meistersieben schaffte.

Heinz Strauch, der Empor 1982 als Trainer zum Europapokalsieg und EM-Titel für Vereinsmannschaften führte, zückte ein weinrotes Fotoalbum. Holger Kühne brachte zum ersten Treffen seit 36 Jahren ein Plakat vom Europapokal-Finale 1979 mit. Und Bodo Wieland hatte Videos parat. Mit dabei waren auch Olympiasieger Hans-Georg Jaunich, Helmut Wilk, Klaus-Jürgen Prüsse, Jürgen Rohde, Siegfried Sanftleben und Reiner Ganschow. Jürgen Nowoczin kam aus Lüneburg angereist, Karl-Ernst Beu aus Hannover und Volkmar Warning aus Oldenburg. „Der eine oder andere hat etwas zugelegt, dafür aber ein paar Haare weniger“, meinte der frühere Torhüter Wieland (67), der sein Rentnerdasein genießt. Es wurde gegessen, gelacht und das eine oder andere Bier getrunken. „Nach ein paar Minuten war es wie früher“, schwärmte Böhme, der mehrfach das Handy zückte, um Erinnerungsfotos zu schießen.

Die Liebe zum Handball eint die Helden von einst noch heute. Doch die Nähe zu Empor ist den meisten von ihnen abhanden gekommen. „Klar wünscht man dem Verein alles Gute und dass die Mannschaft in der zweiten Liga bleibt“, sagt Wieland. „Aber der Verein hat es versäumt, seine Olympiasieger, Welt- und Europameister einzubeziehen.“ Böhme, der seit Juli in Berlin lebt, wird noch deutlicher:

„Eigentlich sollte Empor solche Treffen organisieren und nicht wir. Das ist traurig, dass der Verein seine Tradition nicht pflegt.“ Seit gestern ist klar: Böhme und Co. werden es tun.

Stefan Ehlers

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