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Nachwuchsringer brennen auf deutsche Heim-Meisterschaft

Nachwuchsringer brennen auf deutsche Heim-Meisterschaft

Heute starten in der Sporthalle im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Warnemünde die Bundestitelkämpfe der B-Jugend / Im OZ-Interview spricht Lars Abrutat (36), einer der Organisatoren, über Favoriten, die Lokalmatadore und die Bedeutung des Events

Am Freitag beginnen die ersten deutschen Einzelmeisterschaften im Ringen in Rostock überhaupt. Sind Sie startklar?

Lars Abrutat: Ich denke schon. Die größten Aufbauten haben wir heute (am Donnerstag/d. Red.) vorgenommen. Am Freitag stehen wirklich nur noch die allerletzten Feinjustierungen an, ehe die feierliche Eröffnung um 18.00 Uhr beginnen kann.

Welche Bedeutung hat dieses Event für die beiden ausrichtenden Vereine PSV Rostock und SV Warnemünde, den Landesringerverband sowie die Hansestadt?

Abrutat: Wir freuen uns riesig. Der Ringerverband Mecklenburg-Vorpommern ist im Vergleich zu anderen eine kleine Organisation. Deshalb ist es etwas ganz Besonderes, dass wir den Zuschlag bekommen haben. Unsere beiden Klubs, der RVMV und die Stadt wollen sich allen Gästen von ihrer besten Seite präsentieren. Die Vorbereitungen im siebenköpfigen Organisationsteam dauerten mehr als ein Jahr. Viele Teilnehmer und ihre Familien verbinden den Aufenthalt an der Ostsee mit einem Kurzurlaub an der Küste.

Wie viele Aktive erwarten Sie an den drei Wettkampftagen?

Abrutat: Insgesamt werden 123 Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren im freien Ringkampf an den Start gehen und gegeneinander antreten. Es wird in zehn Gewichtsklassen von 34 bis 76 Kilogramm gerungen.

Wer stellt die meisten Ringer, wer sind die Favoriten?

Abrutat: Traditionell stellen die Verbände aus Baden-Württemberg und Bayern die meisten und stärksten Teilnehmer. Aber auch Mecklenburg-Vorpommern schickt neun Starter ins Rennen. Fünf davon kommen aus Rostock beziehungsweise Warnemünde.

Was trauen Sie den Lokalmatadoren zu?

Abrutat: Die größten Chancen hat Philipp Nguyen Ho vom SV Warnemünde. Er hat sich zuletzt sehr stark präsentiert und will unbedingt unter die ersten sechs Teilnehmer in seiner Gewichtsklasse kommen. Das wäre ein Riesenerfolg. Maximilian Thoms hatte mit den Nachwirkungen einer Armverletzung zu kämpfen. Bei ihm bleibt abzuwarten, wie er den Trainingsrückstand wegsteckt.

Wie ist der Modus?

Abrutat: Bei bis zu sechs Teilnehmern je Gewichtsklasse ringt jeder gegen jeden. Kämpfen in einer Klasse mehr als sechs Starter, so werden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Diese werden beim Wiegen zugelost. Bei einer ungeraden Anzahl in einer Gruppe, gibt es der Reihe nach für jeden Teilnehmer, der noch im Rennen ist, ein Freilos. Wer zwei Kämpfe verliert, scheidet aus. Die Sieger der beiden Gruppen treten am Sonntag im Finale an. Die Zweitplatzierten ringen um Bronze. Gekämpft wird auf zwei Matten. Daneben haben wir eine dritte Matte aufgebaut, die zur Erwärmung genutzt werden kann.

Erwarten Sie neben den Aktiven auch Ehrengäste?

Abrutat: Eingeladen haben wir die Rostocker Olympiasieger von 1968 in Mexiko, Lothar Metz und Rudolf Vesper, sowie weitere verschiedene Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Sport.

Gibt es Besonderheiten?

Abrutat: Allein die neue Sporthalle, die noch nicht viele Wettkämpfe gesehen hat, ist ein Höhepunkt. Für die Eröffnung mit musikalischer Begleitung, die Finalkämpfe und die Siegerehrung haben wir uns Überraschungen einfallen lassen. Zum Beispiel wird es maritime Sachpreise geben. Mehr möchte ich nicht verraten. Klar ist: Im Mittelpunkt stehen die Sportler. Sie werden die Zuschauer sicher gut unterhalten.

Von Tommy Bastian

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