Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Neuer Vorstand beim FC Förderkader

Neuer Vorstand beim FC Förderkader

Nach dem Ausscheiden von Klubgründer René Schneider wurde Horst Greinert zum neuen Vereinschef gewählt

Voriger Artikel
Aufholjagd nicht erfolgreich: Empor verliert
Nächster Artikel
Ein Mann für alle Fälle auf dem Golfplatz

Neuer Klubchef beim FC Förderkader: Horst Greinert (62)

Rostock. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins wurde Horst Greinert zum neuen Vorsitzenden des FC Förderkader René Schneider gewählt. Er ersetzt den zum FC Hansa Rostock gewechselten Ex-Boss und Namensgeber René Schneider, der zehn Jahre dem Klub vorstand. Im Interview spricht der 62-jährige Greinert über seine Ziele und die Kooperation mit dem FC Hansa.

 

OZ-Bild

Herr Greinert, Glückwunsch zur Wahl zum Vorstandsvorsitzenden! Wie sind Sie dazu gekommen?

Horst Greinert: Wir haben uns bereits im Frühjahr zusammengesetzt und eine Neuausrichtung der Aufgaben im Vorstand beschlossen. Das geschah, noch bevor René Schneider Kontakt zum FC Hansa hatte. Mit seinem Ausscheiden mussten wir einen neuen Vorsitzenden wählen, da Hansas Statuten René eine Aufgabe in verantwortlicher Position bei einem anderen Verein untersagen. Auf seinen Sachverstand werden wir aber auch in Zukunft nicht verzichten und uns seinen Rat einholen.

Was beinhaltet die Neuausrichtung des Vorstandes?

Greinert: Wir haben die Zahl der Mitglieder von sieben auf drei reduziert, denn wir wollen die Anzahl der Sitzungen erhöhen und effektiver arbeiten. Bei sieben ehrenamtlichen Teilnehmern war es schwierig, alle regelmäßig an einen Tisch zu bekommen.

Welche Aufgaben übernehmen die drei Vorstände?

Greinert: Pierre Malorny, der auch als Spieler bei uns aktiv ist, kümmert sich um den Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Marketing. Vereinsgründer Henryk Pyritz ist Sportlicher Leiter und ich bin zuständig für Finanzen und Vereins- organisation. Darüber hinaus haben wir in allen Bereichen Arbeitsgruppen gebildet, die die Vorstandstätigkeit unterstützen.

Mit Herren-Trainer Stephan Malorny scheidet ein Fachmann aus dem Gremium aus. Warum?

Greinert: Stephan hat uns mitgeteilt, dass er sich verstärkt um die Entwicklung der ersten Männermannschaft kümmern möchte. Er wird uns in der Arbeitsgruppe Sport aber weiterhin beratend zur Verfügung stehen.

Auf der Mitgliederversammlung soll es kritische Nachfragen zur Kooperation mit dem FC Hansa gegeben haben.

Greinert: Das ist richtig. Es gab die Sorge, dass sich Hansa bei uns mit Spielern bedient. Gleichermaßen gab’s auch Bedenken, dass Hansa- Spieler, die zu uns wechseln, langjährigen Mitgliedern ihre Einsatzchancen verbauen. Diese Sorgen konnten wir beseitigen.

Und wie?

Greinert: Indem wir unsere Vorstellungen der Vereinbarung verdeutlicht haben. Keiner der beiden Vereine hat Interesse daran, die Spieler hin- und herzuschieben. Es geht darum, dass wir zielgerichtet und planvoll entscheiden, was für unsere Sportler und ihre Entwicklung am besten ist. Alle Personalentscheidungen erfolgen im gegenseitigen Einvernehmen.

Wie lief die Kooperation an?

Greinert: Die Vorstände stehen in ständigem Austausch. Seit kurzem ist Henryk Pyritz auch in beratender Funktion im Hansa-Nachwuchs tätig. Mit seiner Erfahrung kann er die Kooperation in den Bereichen Trainingslehre und Trainerschulungen vorantreiben.

Welche Aufgaben stehen beim Förderkader oben auf der Agenda?

Greinert: Unser größtes Problem ist, dass wir strukturell an unsere Grenzen stoßen. Die Kapazitäten auf dem Gelände am Damerower Weg sind voll ausgeschöpft. In den vergangenen Jahren konnten die ersten Männer selten auf dem kompletten Großfeld trainieren, musste sich den Platz meistens mit anderen Teams teilen. Die Nachwuchs-Mannschaften üben sogar zu dritt oder zu viert. Wir haben enormen Bedarf und müssen die Rahmenbedingungen verbessern. Unser Dank gilt Lok und Post Rostock, die uns sehr gut unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich.

Wie steht es finanziell um den FC Förderkader?

Greinert: Bislang schaffen wir es nicht, den Verein nur aus Mitgliedsbeiträgen zu finanzieren. Deswegen schauen wir weiter nach Förderern, die unseren Weg begleiten.

Wie schätzen Sie die sportliche Situation im Klub ein?

Greinert: Wir können mit dem Start in die Saison zufrieden sein. Die erste Mannschaft hat zwar nicht die optimale Punkteausbeute erzielt, aber der Kader ist enorm jung und benötigt Zeit, die nächsten Schritte zu machen. Im Nachwuchs sehen wir eine tolle Entwicklung, die Ergebnisse entsprechen unseren Erwartungen. Während in der B-Jugend noch Spieler fehlen, sind wir bei den A- und C-Junioren sehr gut aufgestellt. Mit der U 19 (der A-Jugend/d. Red.) wollen wir in diesem Jahr den Aufstieg in die Regionalliga schaffen.

Klub hat 600 Mitglieder

10 Jahre besteht der FC Förderkader René Schneider, der am Damerower Weg in Rostock beheimatet ist. Mit ersten Nachwuchs-Mannschaften trat der Verein 2006 im Spielbetrieb an.

Horst Greinert ist das neue Oberhaupt von rund 600 Klub-Mitgliedern. 13 Teams nehmen in der Saison 2016/17 an Punktspielen teil.

5 Aufstiege in Folge schaffte die „Erste“ zwischen 2010 und 2014 und spielt mittlerweile ihre dritte Saison in der Verbandsliga, der höchsten Spielklasse des Landes.

Interview von René Warning

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Landesliga-Fußballer bezwingen nach einer Leistungssteigerung den SV Warnemünde / Gäste hadern mit Schiedsrichter-Entscheidungen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Rostock
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.