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Nordlichter freuen sich auf Hochzeitstanz

Güstrow/Rostock Nordlichter freuen sich auf Hochzeitstanz

Anja Pritzsche und Christian Platz heiraten morgen in Güstrow / Das Vorzeige-Tanzpaar erwartet Nachwuchs

Güstrow/Rostock. Anja Pritzsche und Christian Platz können den morgigen Sonnabend kaum erwarten. Es soll der schönste Tag im Leben des Vorzeige-Tanzpaares aus Rostock werden. Diesmal geht es für die amtierenden Deutschland-Pokalsieger in der Kombination aus zehn Tänzen allerdings nicht um Titel und Medaillen. Ein weißer Traum wird wahr: Das Duo vom TSC Nordlicht Rostock heiratet in Güstrow.

 

OZ-Bild

Anja Pritzsche und Christian Platz auf dem Siegertreppchen beim Deutschlandpokal

Quelle: Verein

Das Be-

sondere an Anja und Christian ist, dass sie in den Standard- und Lateinamerika-

nischen Tänzen höchstes Niveau erreicht haben.“Klubchef Michael Sauerbier, TSC Nordlicht

„Wir haben uns 2004 im Tanzverein in Dresden kennen- und später auch lieben gelernt“, sagt die 31-jährige Sonderpädagogin, die zwei Jahre älter ist als ihr zukünftiger Ehemann. Gemeinsam haben sie einen Sohn, den zweijährigen Fabian, der im Herbst ein Geschwisterchen bekommt.

Tanzen ist die große Leidenschaft von Pritzsche und Platz, die in ihrem Klub auch als Trainer aktiv sind. Der Gewinn des Deutschlandpokals in der Hauptgruppe II (28 bis 35 Jahre) in der Sonderklasse (S) im vergangenen November war der größte Erfolg ihrer Karriere. In Düsseldorf verwiesen sie die Lokalrivalen Thomas Jauerneck und Melanie Heider (TC Seestern Rostock) knapp auf den zweiten Platz.

„Das war unglaublich. Ein tolles Erlebnis“, erinnert sich Platz sehr gern an den Wettkampf zurück. Die Sonderklasse ist die höchste Liga, die im Tanzsport erreicht werden kann – vergleichbar mit der ersten Bundesliga im Fußball.

„Das Besondere an Anja und Christian ist, dass sie das Niveau in beiden Turniertanzbereichen erreicht haben, den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen“, betont der TSC-Vorsitzende Michael Sauerbier. 2017 wollen Pritzsche und Platz den Titel erneut gewinnen.

Drei- bis fünfmal pro Woche trainiert das Paar, das in Güstrow lebt. Zusammen mit der Trainerarbeit kommen zwölf bis 60 Stunden innerhalb von sieben Tagen zusammen. „Wer im Tanzen erfolgreich sein will, der muss viel üben“, betont Anja Pritzsche, die einst durch ihre jüngere Schwester Diana zu dem Sport kam. „Diana brauchte damals einen Tanzpartner. Einer meiner Kumpel war bereit, mit ihr ein Probetraining zu machen. Das wollte ich mir ansehen“, erinnert sich Pritzsche. Sie war so begeistert, dass sie selbst mit dem Schwofen begann.

Ihr Partner Christian kam früher zum Tanzen. In der ersten Klasse belegte er in der Schule einen Rock’n’- Roll-Kurs und fand Gefallen daran. In der langen gemeinsamen Zeit seit 2004 stimmten sich Pritzsche und Platz immer besser ab. Jeder bringt seine Stärken ein. Christian ist sehr beweglich, Anja hat ein gutes Rhythmusgefühl. Klappen neue Schritte oder Schwünge nicht auf Anhieb, knallt es auch mal zwischen den Verliebten. „Wir vertragen uns aber schnell wieder. Anja ist optimistisch und steckt mich damit an, wenn ich mal der Verzweiflung nahe bin“, sagt Christian, der ansonsten den Takt angibt.

Um sich weiterzuentwickeln und an großen Turnieren teilzunehmen, scheut das Tanzpaar keine Kosten. Aktuell trainiert das Gespann unter der Anleitung von Let’s-Dance-Gewinnerin Melissa Ortiz-Gomez in Güstrow. Zu ihren Wettkämpfen reisen sie durch ganz Deutschland und sogar über die Bundesgrenzen hinaus. „Würden wir die Honorare für Trainer, Ausstattungs-, Reise- und Unterbringskosten zusammenzählen, käme ein Wert heraus, für den wir uns einen Kleinwagen leisten könnten“, sagt Christian Platz und ergänzt: „Und das Jahr für Jahr.“

Zu ihrer Hochzeitsfeier haben die Tanzverrückten viele Freunde und Bekannte aus der Szene nach Güstrow eingeladen. Einen Wettbewerb wird’s nicht geben. Das Brautpaar steht ohnehin als Sieger fest.

Alle Augen werden auf Anja und Christian gerichtet sein – nicht nur beim Eröffnungstanz.

• Mehr zum Tanzverein:

tanzen-in-rostock.npage.de

Cornelius Dumke und Tommy Bastian

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