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Oberligist startet in neue Saison: Was ist drin für die Piranhas?

Rostock Oberligist startet in neue Saison: Was ist drin für die Piranhas?

Traditionsklub beginnt mit vielen neuen Gesichtern im Aufgebot. Auftakt ist heute bei Geheimfavorit Hamburg Crocodiles.

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Der 27 Jahre alte Stürmer Jannik Striepeke (r.), der hier im Test gegen Fass Berlin den Puck vor seinem Gegenspieler behauptet, gehört im jungen REC-Team schon zu den alten Hasen.

Quelle: Ronny Susa

Rostock. Heute Abend (20.00 Uhr, Farmsen) startet der Rostocker Eishockey-Club (REC) bei den Hamburg Crocodiles mit Ex-Nationalspieler Christoph Schubert in die neue Oberliga-Spielzeit. Am Sonntag (19.00 Uhr, Schillingallee) folgt dann das erste Heimspiel gegen die Moskitos Essen. Nach der verpassten Qualifikation für die Play- offs in der vergangenen Saison soll es diesmal mit dem Erreichen der Meisterrunde klappen. Die OSTSEE-ZEITUNG blickt auf den Kader, nennt die Hoffnungsträger und schätzt die Erfolgsaussichten der Piranhas eins.

OZ-Bild

Traditionsklub beginnt mit vielen neuen Gesichtern im Aufgebot. Auftakt ist heute bei Geheimfavorit Hamburg Crocodiles.

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Der Kader:

Acht Spieler, darunter Urgestein und Mannschaftskapitän Jens Stramkowski (berufliche Gründe) und Stürmer-Star Petr Sulcik (private) haben den Verein verlassen. 13 neue Spieler sind dazugekommen. „Wir haben vor allem in der Defensive nach Verstärkungen gesucht. Erst dann haben wir uns mehr um Stürmer bemüht“, sagt Chefcoach Sergej Hatkevitch. Mit dem Umbruch geht auch eine Verjüngung des Kaders einher. Allein sechs Spieler sind unter 20 Jahre alt und sollen perspektivisch an das Team herangeführt werden.

Die Stärken:

In der Vorsaison gehörten die Piranhas zu den zehn besten Offensivteams der Liga (173 Tore). Das wollen sie ab heute erneut unter Beweis stellen. Zu den Hoffnungsträgern gehört Neuzugang Tomas Kurka, der einst in der nordamerikanischen Profiliga NHL zum Einsatz kam und 27 Mal für die tschechische Nationalmannschaft aufs Eis ging. Er soll mit seiner Erfahrung die Raubfische unterstützen und wie sein Landsmann Michal Bezouska für Offensivpower sorgen. „Sie müssen als Kontingentspieler vorneweg gehen und Verantwortung übernehmen“, fordert Sergej Hatkevitch.

Ein weiteres Plus bei den Kufencracks von der Ostsee ist die Ruhe, in der der Verein arbeitet. Während andere Klubs mit finanziellen Nöten zu kämpfen hatten, schippert der REC in ruhigeren Fahrwassern.

Die Schwächen:

Nur vier Mannschaften haben 2015/16 mehr Tore hinnehmen müssen als die Piranhas (221) – für einen Play-off-Aspiranten zu viele. „Wir haben 100 Treffer mehr kassiert als der Neuntplatzierte Essen. Uns war schnell klar, dass wir dort handeln müssen“, erklärt Hatkevitch die Veränderungen in der Defensive. Lediglich Klemens Kohlstrunk und Florian Brink, mit 28 Jahren der erfahrenste Defensivmann im Team, sind an Bord geblieben. Doch im letzten Test gegen Fass Berlin (3:6) lief es für die Ostseestädter noch nicht wie gewünscht.

Viele Gegentore wurden fehlender Einstellung zugeschrieben, die die Verantwortlichen ihren Spielern nicht nur einmal vorgehalten haben. „Wir haben vergangene Saison viele Partien gegen schwächere Teams verloren, weil wir undiszipliniert waren. Das müssen wir abstellen, ansonsten werden wir Probleme haben, unsere Ziele zu erreichen“, mahnt Hatkevitch.

Die Vorbereitung:

Während andere Teams schon im Laufe des Augusts aufs Eis konnten, starteten die Piranhas erst am 1. September mit ihrem Training in der Eishalle.

„Das ist für Rostocker Verhältnisse schon gut. Aber wir haben trotzdem bis zu drei Wochen Rückstand gegenüber anderen Teams. Diese Zeit fehlt uns natürlich“, erklärt Hatkevitch, der nur bedingt mit den Testspielen zufrieden sein kann. Zwei Siegen gegen Timmendorf stehen zwei Pleiten gegen den ECC Preußen Berlin und eine gegen Fass Berlin gegenüber. Zur Strafe mussten die REC-Spieler zuletzt eine Extraschicht einlegen.

Prognose:

Vereinspräsident Mike Specht ist voll vom Kader überzeugt (siehe Interview rechts). Dieser müsse nun liefern. Nur mit einer besseren Defensivarbeit und mehr Disziplin kann den Piranhas der Einzug in die Play-offs gelingen. Der junge Kader wird es zunächst aber schwer haben, erste Erfolge einzufahren. Geduld wird nötig sein, um die Qualifikation für die Endrunde zu erreichen, die über eine Zwischenrunde ausgespielt wird. Klar ist: Dafür müssen alle Räder ineinandergreifen.

René Warning

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