Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° Gewitter

Navigation:
Olympia und die Paralympics: Acht Rostocker wollen Medaillen

Hansaviertel Olympia und die Paralympics: Acht Rostocker wollen Medaillen

Gestern hat Senator Chris Müller die Sportler offiziell verabschiedet / In Rio de Janeiro wollen sie im Rudern und in paralympischen Disziplinen abräumen

Voriger Artikel
WSC-Talente testen neue Sprünge im Wettkampf
Nächster Artikel
Speedway in Güstrow: Junioren beginnen Rennwochenende

Chris Müller, stellvertretender Oberbürgermeister (l.), kann stolz sein: Acht Olympioniken aus der Hansestadt fahren zu den Spielen nach Rio. Gestern hat er Sportler und Trainer offiziell verabschiedet und wünscht ihnen „maximale Erfolge“.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Hansaviertel. Acht Rostocker Athleten fahren im August zu dem Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro. Gestern hat Chris Müller (SPD), stellvertretender Oberbürgermeister, die Sportler offiziell verabschiedet. Für die einen ist es großes Abenteuer, für die anderen ein weiterer Schritt in ihrer sportlichen Laufbahn. „Der Sport hat uns fest im Griff“, sagt Senator Chris Müller, der die Grußworte für die Sportler und Trainer spricht, die schon bald von Rostock aus nach Rio aufbrechen, um dort bei Olympia abzuräumen. Er meint die Fußball-EM, Segeln zur Warnemünder Woche – und schon bald Olympia.

 

OZ-Bild

Senator Chris Müller wünscht den Sportlern eine „tolle Zeit“ in Rio.

Quelle:

Acht Rio-Fahrer gibt es in der Hansestadt – zwei Ruderer und sechs Sportler, die bei den Paralympics in Fechten, Schwimmen, Goalball und Leichtathletik teilnehmen. Marie-Louise Dräger rudert für Deutschland bei den Spielen. Für sie sind es bereits die dritten als Teilnehmerin. „Es ist für jeden Sportler ein Traum, daran teilzunehmen“, sagt sie. Aber es werde auch „ein harter Kampf“. Auch Ruderer Stephan Krüger hat Olympia-Erfahrung. „Erfolg geht vor“, sagt er auf die Frage, ob er an der Eröffnungsfeier teilnehme. Macht er nicht, die Gefahr für die Gesundheit sei zu groß, sagt Krüger.

„Ich wünsche Ihnen maximale Erfolge und eine tolle Zeit“, sagt Chris Müller. „Sie haben mit Talent und viel Trainingsschweiß Topleistungen gezeigt“ und hätten sich so für die Spiele qualifiziert, sagt der stellvertretende Oberbürgermeister. Die Vorfreude steige – „bei furchtbar süßen Cocktails und brasilianischer Musik“.

Jana Schmidt geht im 100-Meter-Sprint und Weitsprung bei den Paralympics an den Start. Im Springen rechnet sie sich bessere Chancen aus, denn „es sind alle sehr schnell geworden“, sagt sie. Aber sie fühle sich gut.

Simone Brise fechtet erst seit neun Jahren im Rollstruhl, aber seit acht Jahren international. „In meiner Startklasse bin ich die Älteste“, sagt die 50-Jährige. Und weil es nicht viele Trainingspartner im Rollstuhl gebe, habe sie gegen viel stärkere Männer gefochten. „Jetzt greife ich noch mal in Rio an“, sagt die wettkampferfahrene Fechterin. Auch das jüngste Team kommt aus Rostock. Die Goalballer Reno Tiede, Thomas Steiger und Christian Fiebel. Zwar sei das Ziel „nur“ das Viertelfinale, aber „als Sportler fährt man da ja nicht hin, um im Viertelfinale auszuscheiden“, sagt Reno Tiede, der bei der Feierlichkeit den Rest seines eingespielten Teams vertritt. Seine Mitstreiter trainieren an diesem Dienstagnachmittag in Marburg und Dresden. Die Hälfte des Olympiakaders spielt gemeinsam in Rostock.

„Du hast bestimmt einen vollen Terminkalender“, sagt Moderator Oliver Schubert. So richtig weiß Schwimmerin Denise Grahl nicht, was sie dazu sagen soll. Aber sie stimmt zu. Sind ihre Erfolge bei der vergangenen Europameisterschaft ein Vorzeichen für die Olympischen Spiele? „Sie ist auf einem guten Weg“, sagt Trainer André Wilde. Freistil, Schmetterling und Rücken schwimmt die Athletin für das deutsche Paralympics-Team.

Am 5. August beginnen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und gehen bis zum 21. August. Am 7. September starten die Paralympics. Die Ziele der acht Rostocker Athleten gehen weit über den Olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ hinaus.

Deutsches Olympia-Team

Mit rund 450 Sportlern reist der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nach Rio de Janeiro. Vor vier Jahren in London waren es 392 deutsche Athleten. Sie werden vom DOSB nominiert.

Die deutschen Athleten gehen in vielen Disziplinen an den Start. Rudern, Tischtennis, Judo, Wasserspringen und Fechten sind nur wenige davon.

Das Motto der Olympioniken lautet „Wir für Deutschland“.

Philip Schülermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
V.l.: Maria Stubbe, Aline Krause, Maileen Diedrichsen, Anne Knuth, Kristin Lemke, Ariane Stahn und Lisa Joswig von „Pimienta Azul“.

Wer an nationalen und internationalen Wettbewerben teilnehmen will, muss vorher die umfangreiche Finanzierung der Reise stemmen / Kann die Stadt helfen?

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Rostock
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.