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Ostseestädter überraschen bei deutscher Schüler-Meisterschaft

Bochum/Rostock Ostseestädter überraschen bei deutscher Schüler-Meisterschaft

Inline-Hockey: Rostocker Nasen- bären bezwingen Favoriten und belegen den fünften Platz.

Bochum/Rostock. Trainer Jürgen Brümmer war gestern immer noch total begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben uns selbst übertroffen. Wahnsinn, mit wie viel Einsatz und Herzblut die Kinder um jeden Ball gekämpft haben. Ich bin richtig stolz auf meine Truppe“, lobte der 37-Jährige überschwänglich.

Seine Truppe, das ist das U-13-Team der Rostocker Nasenbären. Die Ostseestädter haben am vergangenen Wochenende bei den deutschen Schülermeisterschaften im Inline-Skaterhockey in Bochum (Nordrhein-Westfalen) den fünften Platz belegt.

Stolz äußerte sich auch Christian Ciupka, Klubchef des Inline-Hockey-Clubs (IHC) Rostocker Nasenbären. „Besonders toll ist, dass unser Team in der Berlin-Liga noch Dritter hinter Potsdam und Berlin wurde, nun aber beide Mannschaften hinter sich lassen konnte“, hob der 34-Jährige hervor und betonte: „Das spricht für die Superarbeit vom Trainerteam Jürgen Brümmer und Theresa Zick.“

Deutscher Schülermeister 2016 wurden die Crash Eagles Kaarst aus Nordrhein-Westfalen. Sie setzten sich im Finale gegen den Lokalrivalen Crefelder SC souverän durch. Endstand: 6:1.

Die Rostocker mussten gleich im ersten Turnierspiel gegen den späteren Sieger ran. Sie handelten sich gegen den großen Titelfavoriten eine 1:11-Klatsche ein. „Das Losglück waren eben nicht auf unserer Seite. Kaarst ist nicht unser Maßstab, dort hat Hockey einen viel größeren Stellenwert“, meinte Brümmer. Seine Schützlinge agierten noch viel zu ängstlich. Doch das sollte sich ändern.

Schon in der zweiten Vorrunden-Partie erkämpften die jungen Nasenbären ein 2:2 gegen Deggendorf Pflanz aus Bayern, holten dabei einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Dennoch reichte es nur zum dritten Rang in der Gruppe C. Immerhin: Den einen Zähler aus der Vor- nahmen die Rostocker mit in die Zwischenrunde gegen die beiden Dritten der anderen Staffeln. Dort brauchten sie einen Sieg, um in der Platzierungsrunde um die Plätze fünf bis sieben spielen zu können.

Doch gegen die Drachen aus Heilbronn (Baden-Württemberg) agierten die Mecklenburger zu nachlässig. Sie leisteten sich viele leichte Fehler und wurden dafür bestraft. Die Nasenbären unterlagen mit 2:3. „Das war unnötig, aber wir haben den Gegner zu leicht genommen“, ärgerte sich Brümmer.

In der Folge stand seine Mannschaft am Sonntag gegen den ERC Ingolstadt unter Druck. Ein Sieg musste her, denn es sollte nicht in die Verliererrunde gehen. Die Rostocker setzten gegen den Favoriten auf eine stabile Abwehr und Konter. Mit Erfolg, denn die Bayern wurden dank der taktisch disziplinierten Leistung mit 3:1 bezwungen.

Damit war schon der siebte Platz sicher. Dabei waren die Nasenbären mit einem der jüngsten Teams im neunköpfigen Teilnehmerfeld angereist. Fortan wollten sie mehr.

In der Platzierungsrunde ging’s gegen zwei bekannte Ligarivalen. „Meister Red Devils Berlin hatte uns in den Punktspielen noch abgeschossen“, erinnert sich Brümmer. Diesmal lief’s anders.

Die Rostocker setzten erneut auf die bewährte Kontertaktik und hielten zur Pause ein torloses Remis. In den zweiten zwölf Spielminuten brachte Kapitän Nils Herzig die U 13 mit seinen zwei Treffern in Führung. Nach dem Anschlusstor mussten die Nasenbären kurz zittern. Doch als die Schluss-Sirene ertönte, brandete Riesenjubel auf dem Feld und unter den zahlreich mitgereisten Eltern auf, die „an beiden Tagen für klasse Stimmung“ (Brümmer) sorgten. 2:1 gewonnen!

Mit dem Selbstvertrauen aus den vorherigen Erfolgen besiegten die Rostocker zum Abschluss auch noch die Polarsterne Potsdam 3:1. Danach kannte der Jubel keine Grenzen. Aktive, Trainer und Eltern fielen sich freudetrunken in die Arme. „Dieses Event war ein Riesenerlebnis für alle Beteiligten. Als krasser Außenseiter haben wir vier Vereine hinter uns gelassen. Ein toller Erfolg“, konstatierte Jürgen Brümmer und warf voller Zuversicht den Blick voraus: „Vielleicht ist 2017 mal der vierte Platz drin, nachdem wir dreimal Fünfter geworden sind.“

Tommy Bastian

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