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Pastows Oliver Riechert will es seinem Ex-Klub im Derby zeigen

Rostock Pastows Oliver Riechert will es seinem Ex-Klub im Derby zeigen

Der 23-Jährige wechselte im Sommer zu den Rand-Rostockern / Im Lokalduell strebt der Blondschopf mit seinem neuen Verein beim RFC Punkte für den Klassenerhalt an

Rostock. Beinahe hätte Oliver Riechert in diesem Sommer schon seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Nach einer für ihn durchwachsenen Verbandsliga-Saison beim Rostocker FC, machte sich der Mittelfeldspieler viele Gedanken. „In meinem Alter willst du mehr als nur 15 Minuten spielen“, betont Riechert.

 

OZ-Bild

Olli ist in unserem jungen Team mit 23 Jahren ein erfahrener Spieler.“Heiner Bittorf (27), SV Pastow

Im Juni 2015 wagte er den Sprung vom Kreisoberligisten FSV Nordost Rostock zum RFC. Für den Traditionsklub machte der 23-Jährige 16 Pflichtspiele (drei Tore), wurde dabei allerdings zwölf Mal eingewechselt. „Ich wollte mehr Einsätze und habe viel nachgedacht“, schildert Riechert, für den sich im Sommer eine neue Option aufgetan hatte.

Er schloss sich dem SV Pastow an, der in der vergangenen Spielzeit mit viel Mühe den Klassenerhalt in der höchsten MV-Spielklasse geschafft hatte. „Die Gedanken ans Aufhören waren schnell weg, als der neue Coach Heiner Bittorf und ein paar Kumpels mich überreden konnten, nach Pastow zu kommen“, blickt Riechert zurück.

Morgen (Anstoß: 14.00 Uhr) kehrt er mit dem Vorstadt-Klub erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit den Rand-Rostockern will Riechert den Favoriten im Derby ärgern. „Natürlich ist diese Partie etwas Besonderes. Ich will es meinem ehemaligen Verein erst recht zeigen“, gibt sich der gebürtige Stralsunder kämpferisch und fügt hinzu: „Ich bin heiß auf das Spiel und hoffe, dass wir tatkräftig unterstützt werden.“

Mit Yama Afghanyar , Scott-Martin Dohse und Jasper Niebuhr gingen drei weitere RFC-Kicker nach Pastow. Den Wechsel des Trios fädelte unter anderem auch Riechert mit ein. Das war besonders für Neu-Coach Heiner Bittorf hilfreich. „Olli hat sich bei uns in der Sommerpause enorm eingebracht und wertvolle Tipps gegeben, welche Spieler wir holen könnten“, lobte der Trainer, der nach seinem Amtsantritt binnen kürzester Zeit ein runderneuertes Team zusammenstellen musste.

In der Aufstellung von Bittorf ist Riechert ein wichtiger Baustein. „In unserer jungen Mannschaft ist Olli mit seinen 23 Jahren ein erfahrener Spieler. Er kann auf vielen Positionen flexibel agieren“, schätzt der 27-jährige Coach seinen Schützling. RFC-Boss Nils Greese hat eine kritische Meinung zu Riechert: „Er hat viel Talent, hat uns aber verlassen, als es schwierig für ihn wurde.“

Anders als beim Rostocker FC ist Riechert in Pastow Stammspieler und muss mehr Verantwortung übernehmen. „Bei meinem neuen Klub läuft es für mich sehr gut. Dennoch darf man nicht vergessen, dass das für uns eine harte Zeit ist, denn jede Partie ist für uns ein Endspiel“, bekräftigt der Blondschopf.

Während der RFC mit 14 Punkten Tabellensechster ist, stehen die Rand-Rostocker mit acht Zählern auf Rang zwölf. „Wir sind derzeit im Soll, stehen auf einem Nichtabstiegsplatz. Allerdings ist die Saison lang, es kann noch viel passieren“, warnt Riechert, der leicht angeschlagen ins Derby gehen wird. „Ich werde auf die Zähne beißen“, verspricht er.

Trainer Bittorf braucht seinen Allrounder. „Der RFC hat eine starke Mannschaft, kann uns an guten Tagen auch abschießen“, weiß er und ergänzt: „Wir werden versuchen mit viel Leidenschaft und Kampf dagegenzuhalten.“.

Klubchef Greese nimmt mit dem Rostocker FC die Favoritenrolle im Lokalduell an. „Für uns ist es ein ganz normales Spiel. Dennoch ist ein Erfolg unser Anspruch“, betont der 46-Jährige.

Bereits heute Abend muss der FC Förderkader René Schneider (11. Platz/8 Punkte) ran. Der seit sieben Ligaspielen sieglose Klub ist um 19.00 Uhr unter Flutlicht bei den Abwehrassen (erst drei Gegentore) vom MSV Pampow zu Gast.

• Einen Liveticker zur Partie Rostocker FC gegen den SV Pastow morgen ab 13.55 Uhr unter: oz-sportbuzzer.de

Johannes Weber

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