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Piranhas auf der Suche nach dem Befreiungsschlag

Rostock Piranhas auf der Suche nach dem Befreiungsschlag

Nach der Entlassung von Coach Sergej Hatkevitch steht das Oberliga-Team unter Druck / Trainersuche soll kommende Woche abgeschlossen sein / Kenneth Latta erster Anwärter

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Gefordert: Torwart Dustin Haloschan (l.) und Verteidiger Klemens Kohlstrunk (M.) von den Rostock Piranhas wollen heute und am Sonntag alles versuchen, um möglichst wenige Gegentreffer zuzulassen.

Quelle: Tommy Bastian

Rostock. Der Paukenschlag ist kaum verhallt, da müssen die Akteure des Rostocker Eishockey- Clubs (REC) den Blick wieder auf die anstehenden Partien in der Oberliga Nord richten. Zwei Tage nach der Entlassung von Trainer Sergej Hatkevitch (50, die OZ berichtete) sind die Piranhas heute Abend (20.00 Uhr) gegen den Herner EV aus Nordrhein-Westfalen gefordert. In der Eishalle Schillingallee wollen die Ostseestädter nach nur vier Punkten aus acht Spielen und dem vorletzten Platz die sportliche Kehrtwende herbeiführen. Allerdings wird das gegen den Tabellenzweiten alles andere als einfach.

OZ-Bild

Nach der Entlassung von Coach Sergej Hatkevitch steht das Oberliga-Team unter Druck / Trainersuche soll kommende Woche abgeschlossen sein / Kenneth Latta erster Anwärter

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Dennoch macht Kapitän Florian Ullmann Druck auf sich und seine Mannschaft. „Die Luft brennt. Jeder weiß um die schwierige Lage. Nach der Entlassung von Sergej liegt der Druck jetzt auf dem Team, wir sind gefordert“, verdeutlicht der Neuzugang aus Leipzig.

Die Beurlaubung des Trainers kam für Ullmann überraschend. „Wir haben gespürt, dass etwas in der Luft lag, aber dass es dann so schnell geht, haben wir nicht erwartet“, erklärt der 24-Jährige. Er gibt Hatkevitch für die Misere keine Schuld, zeigt sich stattdessen sehr selbstkritisch. „Wir haben es verbockt, die Mannschaft. Vorne haben wir unsere Chancen nicht genutzt und hinten haben wir Gegentreffer kassiert, die du in guten Phasen nie bekommen würdest. Aktuell haben wir die Scheiße am Schuh“, betont der Verteidiger, der im zweiten Spiel des Wochenendes am Sonntag (17.00 Uhr) bei den Icefighters aus Leipzig auf seinen Ex-Klub trifft.

Klubchef Mike Specht verteidigt die Trennung von Sergej Hatkevitch, der bereits am Mittwoch die Rückreise nach Essen zu seiner Familie angetreten hat. „Wir haben im Gespräch festgestellt, dass es mit Sergej offenbar keinen kurzfristigen gemeinsamen Ausweg aus unserer sportlichen Situation gibt. Deswegen mussten wir handeln“, erklärt der Unternehmer und schiebt mit Blick auf den Kader des REC nach: „Letztlich hat die Mannschaft den Trainer nach Hause geschickt“, kritisiert der 44-Jährige scharf.

Dass er und seine Vorstandskollegen eine Rolle rückwärts gemacht haben, obwohl sie Hatkevitch noch am Sonntag das Vertrauen ausgesprochen hatten, verneint der REC-Präsident. „Wir sind nicht mit so einer Erwartung in die Gespräche gegangen. Es war alles andere als unser Wunsch, den Trainer freizustellen. Da sich aber die Ausgangslage nach dem Gespräch verändert hatte, war es sinnvoll, dass der Platz für einen neuen Mann an der Bande freigemacht wird“, erklärt Specht.

Auf die anstehenden Partien bereiten sich die Raubfische selbstständig vor. „Wir haben uns mit den erfahrenen Spielern zusammengesetzt und die Einheiten ausgearbeitet“, erläutert Kapitän Ullmann.

Unterstützt wird das Team von Tobias Mundt, der normalerweise die zweite Mannschaft (Verbandsliga) trainiert und Manfred Jurczyk, der als Co-Trainer an der Bande der Piranhas steht.

Unterdessen laufen die Gespräche mit potentiellen Nachfolgern auf der Trainerposition auf Hochtouren. Heißester Anwärter scheint der Kanadier Kenneth Latta zu sein. Der 54-Jährige war bis zum Winter Trainer beim Ligakonkurrenten MEC Halle 04 und wurde in der Saison 2014/15 zum Trainer des Jahres in der Oberliga Ost gekürt.

REC-Chef Specht bestätigt laufende Gespräche: „Wir haben mit mehreren Kandidaten telefoniert. Entschieden ist jedoch noch nichts. Kenneth entspricht allerdings unserem Anforderungsprofil. Er hat viel Erfahrung in der Oberliga und könnte uns weiterhelfen.“ Eine Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen.

René Warning

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