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RFC-Spiel gegen Ueckermünde kurz vor dem Abbruch

Rostock/Ueckermünde RFC-Spiel gegen Ueckermünde kurz vor dem Abbruch

Rostocks Mittelfeldmann Dos Santos wird bei Auswechslung von Gegenspieler attackiert / Situation eskaliert / Sportgericht ist eingeschaltet

Rostock/Ueckermünde. Es war der unrühmliche Abschluss eines hektischen Fußballspiels: In der Verbandsliga-Partie zwischen Einheit Ueckermünde und dem Rostocker FC (1:1) kam es Sonnabend in der Nachspielzeit zu einer hitzigen Auseinandersetzung, in deren Folge der mit Gelb vorbelastete Daniel Muniz Dos Santos (RFC) mit Gelb-Rot und sein Gegenüber Christian Trottnow (Ueckermünde) mit Rot des Feldes verwiesen wurden. Ein Spielabbruch drohte.

 

OZ-Bild

Trainer Jan Kistenmacher vom Rostocker FC

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„Als wir Daniel auswechseln wollten und er sich etwas Zeit ließ, wurde er von hinten gestoßen sowie weiter angegangen. Er versuchte daraufhin, zu fliehen“, beschreibt RFC-Trainer Jan Kistenmacher.

„Es bildete sich eine Traube. Ich habe versucht, meinen Spieler zu schützen. Dabei hat FSV- Trainer Thorsten Bergin versucht, mich zu schlagen“, behauptet Kistenmacher. Er wollte sein Team vom Feld nehmen und hätte damit einen Spielabbruch verursacht. „Wir haben die Partie dann doch zu Ende gebracht“, sagt der A-Lizenz-Inhaber. Teammanager Max Murken soll laut RFC-Homepage zudem mit Tritten von Ueckermündes René Thiel traktiert worden sein.

Die Hausherren beurteilen die Szenerie anders. „Eher hat sich Max Murken unsportlich verhalten, als er den Ball bei einem Einwurf mit dem Fuß weggezogen hatte. René hat sich den Ball geholt, das bestätigten Zuschauer“, entgegnet Ronny Stieg, Sportlicher Leiter beim FSV.

Zum möglichen versuchten Schlag seines Cheftrainers kann der Verantwortliche nichts sagen. „Ich habe die Situation nicht gesehen. Aber das kann ich mir nicht vorstellen. Auch das Schiedsrichtergespann hat die Situation nicht gesehen“, erklärt Stieg, der darüber nachdenkt, den Spielbericht auf der Homepage des RFC juristisch anzufechten. Bergin war aus beruflichen Gründen nicht für die OSTSEE- ZEITUNG zu erreichen.

Dass die Situation derart eskalierte, kann sich Rostock-Coach Kistenmacher schwer erklären. „Was die Aggressionen zum Schluss ausgelöst hat weiß ich nicht. Allerdings war das Spiel von einer harten Gangart geprägt. Der polnische Schiri griff nur selten durch. Erst nach der Pause entwickelte sich ein Kartenfestival“, beschreibt der 42-Jährige. Der RFC sah sechs, Ueckermünde vier Gelbe Karten.

Dazu kamen die beiden Platzverweise.

Assistent Hartmut Schäfer, der neben dem polnischen Hauptschiedsrichter und seinem Landsmann an der Seitenlinie einziger deutschsprachiger Referee war, ist empört. „So etwas habe ich in 35 Jahren als Schiri noch nicht gesehen. Da standen mehr als 30 Leute in mehreren Trauben auf dem Rasen. Ich hatte früh das Gefühl, dass es auf dem Platz nicht freundschaftlich abläuft“, schildert der Torgelower. Nach dem Spiel musste er aufgrund der Roten Karten einen Sonderbericht anfertigen und die Stellungnahme zu den „Ausschreitungen“ (Schäfer) aufnehmen.

Klar ist: Das letzte Wort in diesem Konflikt ist noch nicht gesprochen.

René Warning

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