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RFC überrascht Spitzenreiter Greifswalder FC

Rostock RFC überrascht Spitzenreiter Greifswalder FC

André Rokita schießt die Rostocker zum 2:1-Sieg / Gäste kündigen Sonderbericht wegen rassistischer Beleidigung an

Rostock. Felix Dojahn lacht. Der 30-Jährige freut sich riesig über seinen gelungenen Einstand als Cheftrainer von Fußball-Verbandsligist Rostocker FC. Der Traditionsklub hat am Sonnabend Spitzenreiter Greifswalder FC überrascht und siegte mit 2:1 (0:0).

Dojahn hatte im Vorfeld beim Gegner Schwächen ausgemacht, die der RFC konsequent ausnutzte. „Ich habe erwartet, dass Greifswald sehr offensiv und mit Überzahl auf den Außen agiert. Dadurch haben sich uns Räume zum Kontern geboten, die wir gut genutzt haben“, analysierte er.

Vor 120 Zuschauern auf dem heimischen Kunstrasenplatz wurde RFC-Mittelfeldspieler André Rokita zum gefeierten Mann. Der 21-Jährige schockte die Greifswalder in der zweiten Hälfte mit einem Doppelschlag binnen zwei Minuten. „André ist ein spezieller Typ, der auch mal einen Tritt in den Hintern braucht“, meint Dojahn: „Er hat mein Vertrauen mit Leistung zurückgezahlt.“

Die Hausherren verteidigten diszipliniert und versuchten, über Konter gefährliche Nadelstiche zu setzen. Die Gäste kamen mit der bissigen und aggressiven Spielweise des RFC nicht klar.

GFC-Winterneuzugang Velimir Jovanovic (29), der bei Energie Cottbus und Carl Zeiss Jena Erfahrungen in der 2. sowie 3. Liga gesammelt hatte, wurde von der Rostocker Abwehr komplett abgemeldet.

Zwar hatte der Favorit mehr Tormöglichkeiten, doch der RFC war effektiver. „Die Jungs haben meine Vorgaben gut umgesetzt. Am Ende war’s ein verdienter Sieg“, resümierte Dojahn zufrieden.

Ärgerlich: Der Erfolg könnte für die Gastgeber ein Nachspiel haben. Der Greifswalder FC hat angekündigt, einen Sonderbericht anzufertigen. Nach Meinung der Boddenstädter haben sich RFC-Verteidiger Christian Schindel und Jovanovic ein Wortgefecht geliefert. Die Gäste werfen dem Rostocker vor, seinen Gegenspieler rassistisch beleidigt zu haben.

Greifswalds Coach Hagen Reeck (57) dazu: „Rassistische Äußerungen haben auf dem Fußballplatz nichts zu suchen. Wir werden uns Zeugen suchen, die die Situation genau mitbekommen haben.“

Schiedsrichter Steffen Ludwig konnte den Wortlaut des Streitgesprächs nicht wiedergeben, weil es sich abseits des Spielgeschehens ereignete.

RFC-Trainer Dojahn meinte zu dem Vorfall: „Ich habe nichts mitbekommen, kann mir aber nicht vorstellen, dass so eine Äußerung gefallen ist.“Johannes Weber

RFC: Heskamp – Botici, Rosenkranz, Schindel, Ben-Cadi (89. Brandes) – Richter, Patzenhauer, Pett, Rokita – Rahmig, Maletzke (79. Tzschoppe)

Tore: 1:0, 2:0 Rokita (58., 59.), 2:1 Simdorn (85.) Schiedsrichter: Steffen Ludwig (Ziesendorf) Zuschauer: 120

OZ

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