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Richtkrone hängt: Neue Turnhalle im Dezember fertig

TESSIN Richtkrone hängt: Neue Turnhalle im Dezember fertig

In Tessin nimmt der Neubau weiter Formen an / Schüler, Lehrer und Sportler aus Vereinen sehnen Eröffnung herbei / Alte Halle war abgebrannt

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Günter Eickfeldt (r., Verein Einheit Tessin) und Schuldirektor Ulrich Ziolkowski waren gestern bei der Richtfeier dabei. Fotos (4): Claudia Tupeit

Tessin. Die Richtkrone schaukelt hoch oben am Kran im Wind hin und her. Es ist vollbracht: Der Dachstuhl der neuen Turnhalle in Tessin ist fertig. Traditionell hat es gestern Nachmittag von Zimmermann Norbert Vendt einen Trinkspruch gegeben, in dem er dem Haus viel Glück gewünscht hat.

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In Tessin nimmt der Neubau weiter Formen an / Schüler, Lehrer und Sportler aus Vereinen sehnen Eröffnung herbei / Alte Halle war abgebrannt

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Für den Bauherrn und scheidenden Bürgermeister Tessins, Fred Ibold, ist der Neubau eine nicht geplante Investition gewesen. Das alte Gebäude war Ende Oktober 2014 abgebrannt, nachdem Kinder dort mit Feuerwerkskörpern experimentiert hatten. Doch Ibold guckt nicht im Groll zurück, sondern blickt freudestrahlend nach vorn. „Nach Plan soll alles im Dezember fertig sein. Dann können die Schüler und Sportler aus Vereinen endlich wieder in eine große Halle.“

Die Kinder der Regionalen Schule und der Grundschule stehen in den Startlöchern, die Fußballer scharren auch schon mit ihren Schuhen. „Wir müssen dann nicht mehr in die Armee-Halle in Sanitz ausweichen“, sagt Günter Eickfeldt, Sektionsleiter beim Verein Einheit Tessin, erleichtert. Schließlich sparen die Kicker nicht nur Wege mit dem Auto. „Der Verein braucht dann auch nicht mehr 165 Euro monatlich an Miete für die Hallennutzung bei der Bundeswehr zahlen.“ Das sei ein hoher Kostenfaktor gewesen, denn die Beiträge für die Sportler seien für diese Extrakosten nicht erhöht worden, fügt der 78-Jährige hinzu.

Seine künftige Umkleide guckt sich Ulrich Ziolkowski neugierig an. Der Direktor der Regionalen Schule „Anne Frank“ ist schon gespannt aufs Endergebnis. Bauleiter Karl-Friedrich Voß von NFH Bau Neubrandenburg zeigt noch die Räume, in denen sich Schüler umziehen können. „Außerdem gibt es eine Teeküche und einen Raum für den Hausmeister.“ Seine Firma ist für den Rohbau zuständig. Am Anfang wurde der gesamte Boden ausgetauscht. Zwei Meter tief sei dafür gegraben worden. Durch den Einsatz von Porenbeton erreiche die Halle einen hohen Wärmedämmwert, sagt Voß.

Schulleiter Ziolkowski freut sich bereits auf den Moment, wenn seine Schüler die 1000 Quadratmeter große Halle – hinzu kommen 500 Quadratmeter Anbau – in Beschlag nehmen können. „Wir können in den kalten Monaten zwar auch ausweichen in die Zuckerfabrik oder in die kleine Turnhalle, die Ringerhalle“, sagt der 59-Jährige. Aber die Traumlösung sei das nicht gewesen. „Klar, kann man die Kinder mal an die Kletterwand lassen, aber zu einem richtigen Sportunterricht zählt nun mal auch Geräteturnen“, nennt er als Beispiel.

Das sieht seine Kollegin von der Grundschule, Ina Schulz, genau so. „Bessere Bedingungen, bessere Leistungen“, fasst sie zusammen. „Wenn die Halle fertig ist, dann gibt es auch wieder längere Laufstrecken als zum Beispiel in der Ringerhalle“, sagt die 53-Jährige.

Wegen der neuen Turnhalle (Kosten: drei Millionen Euro) wurde die Sanierung der Grundschule auf 2017 verschoben. „Dafür geht es im Juli mit der Sanierung der Regionalen Schule los“, sagt Ibold.

Claudia Tupeit

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