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Rostocker Handballerinnen verzichten auf den Aufstieg

Rostock Rostocker Handballerinnen verzichten auf den Aufstieg

Dolphins peilen erst 2018 die Rückkehr in die 3. Liga an. Morgen letztes Saison-Heimspiel gegen Spandau.

Rostock. Der Gewinn der Meisterschaft bleibt das große Ziel der Handballerinnen des Rostocker HC (RHC) vor dem letzten Heimspiel der laufenden Saison morgen (16 Uhr, Ospa-Arena) gegen den VfV Spandau. Doch auf den möglichen direkten Wiederaufstieg und die damit verbundene Rückkehr in die 3. Liga Nord verzichtet der Verein in diesem Jahr. Das wurde in dieser Woche bekannt.

 

OZ-Bild

Carolin Kordt (Nr. 5) hat abgezogen. Die Rückraumspielerin vom Rostocker HC trifft mit den Dolphins morgen Nachmittag im letzten Heimspiel der Oberliga-Saison auf den VfV Spandau.

Quelle: Foto: Tommy Bastian

„Der Rostocker HC hat seinen Verzicht bezüglich eines Aufstiegs in die dritte Liga erklärt. Der SV Grün-Weiß Schwerin wird vermutlich den Aufstieg wahrnehmen“, teilte Horst Keppler, Spielkommissionsvorsitzender 3. Liga Frauen beim Deutschen Handball-Bund (DHB), gestern auf OZ-Anfrage mit.

RHC-Vorstand Olaf Meyer erklärt: „Wir haben eine junge Mannschaft, in die wir talentierte Nachwuchs-Spielerinnen integriert haben und in Zukunft integrieren werden. Daher käme der Aufstieg noch zu früh, hat unsere sportliche Leitung entschieden.“ In der kommenden Spielzeit soll dann allerdings der Aufstieg angestrebt werden, um den jungen Spielerinnen mittelfristig eine gute Perspektive bieten zu können.

Trainerin Ute Lemmel war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Sie hatte allerdings bereits Ende März nach dem 35:15-Sieg gegen den HC Angermünde ihre Bedenken geäußert. Die Mannschaft sei noch nicht soweit, wie sie es in Aufstiegssaison 2014/15 gewesen war, meinte die 57-Jährige. Und selbst damals war der RHC im Anschluss direkt wieder abgestiegen.

Bei einer Mannschaftsbefragung am Dienstag vergangener Woche soll die Mehrheit der RHC-Spielerinnen sich gegen das Abenteuer 3. Liga Nord ausgesprochen haben. Bis zum vergangenen Sonnabend musste die Meldung beim DHB abgegeben werden, ob der Verein am Aufstieg interessiert ist oder im Fall der Fälle darauf verzichten würde.

Trotz des Aufstiegs-Verzichts wollen die Rostockerinnen (2. Platz, 32:8 Punkte) in den verbleibenden beiden Partien dieser Saison alles geben, um den Titelgewinn feiern zu können. Zunächst peilen sie morgen gegen Verfolger VfV Spandau (4., 28:12) aus Berlin die Revanche für das 25:29 im Hinspiel an, als die Ostseestädterinnen eine von nur drei Niederlagen kassierten. Mit einem Sieg würden die Dolphins, wie die erste Mannschaft des RHC genannt wird, zumindest an Spitzenreiter Grün-Weiß Schwerin (33:7) dranbleiben. Dann käme es am letzten Spieltag am 6. Mai im Landesderby zum Entscheidungsspiel zwischen den gastgebenden Landeshauptstädterinnen und dem Rostocker HC. Für die Tour nach Schwerin bieten die RHC-Verantwortlichen auch Plätze im Fan-Bus an. Interessierte können sich morgen in der Halle anmelden. „Genaueres dazu verkünden wir dann Anfang kommender Woche“, sagt Olaf Meyer.

Unterdessen sind im Anschluss an das Frauen-Spiel, ab etwa 18 Uhr, die A-Juniorinnen des Rostocker HC gegen den SV Fortuna Neubrandenburg gefordert. Beide Vereine wollen in der neuen Saison bei den Bundesliga-Turnieren in dieser Altersklasse starten und ermitteln den MV-Teilnehmer an der bundesweiten Qualifikation.

In der Halbzeitpause des Dolphins-Spiels werden verschiedene Siegerehrungen und eine Verabschiedung durchgeführt.

Tommy Bastian

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