Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Rostocker Schwimm-Oldies greifen in Neuseeland an

Rostock Rostocker Schwimm-Oldies greifen in Neuseeland an

Uta Hermes, Egon Henninger, Torsten Pröber, Dieter Mühlner und Pedro Krüger starten bei den World Masters Games in Auckland

Voriger Artikel
Nach drei Niederlagen: Graal-Müritz beendet Negativserie
Nächster Artikel
Rostocker Handballerinnen verzichten auf den Aufstieg

Rostocker auf großer Schwimm-Tour (v. l.): Pedro Krüger (56), Dieter Mühlner (63), Egon Henninger (76) und Torsten Pröber (59)

Quelle: Foto: Privat

Rostock. Zigtausende Kilometer haben Masters-Schwimmer der HSG Uni Rostock seit der Wende zurückgelegt, um sich bei internationalen Wettkämpfen mit Sportlern aus aller Welt zu messen. Die aktuelle Mission eines HSG-Quintetts stellt allerdings alle bisherigen „Dienstreisen“ in den Schatten. Uta Hermes, Egon Henninger, Torsten Pröber, Dieter Mühlner und Pedro Krüger weilen seit ein paar Tagen in Auckland (Neuseeland), wo am Freitag die World Masters Games – die Olympischen Spiele der Senioren – beginnen.

Rund 17700 Kilometer haben die fünf Sportler vor einer guten Woche zurückgelegt – die Entfernung zwischen Rostock und Auckland auf der neuseeländischen Nordinsel. „Die großen Reisen haben 1994 begonnen, damals fanden die Masters Games in Brisbane statt. Diese Tradition wollen wir fortsetzen“, berichtete Torsten Pröber vor der Abreise. Der 59-Jährige hat seither an drei „Games“ und an acht Weltmeisterschaften teilgenommen und dabei die halbe Welt kennengelernt.

Die Rostocker freuen sich auf die Wettbewerbe im National Aquatic Centre. Eine Medaillenchance rechnen sie sich in der Mixed-Staffel über 4x50 Meter Lagen aus, für die sie sich mit einer Schwimmerin aus Frankfurt/Oder verstärken. Darüber hinaus stehen neun Einzelstarts an. Mal schauen, was dabei rauskommt“, meint Dieter Mühlner. Mit seinen 63 Jahren ist er längst nicht der älteste Rostocker Starter in Neuseeland. Diesen „Titel“ sichert sich – wie fast immer bei den Reisen – Egon Henninger mit seinen 76 Lenzen. Der einstige Weltklasse-Brustschwimmer, der sowohl 1964 in Tokio als auch 1968 in Mexiko-Stadt olympisches Silber mit der 4x100-Meter-Lagenstaffel gewann, war und ist nach wie vor gern mit von der Partie. „So lange ich das kann, werde ich es machen“, sagt er.

Natürlich unternimmt man eine so weite Reise nicht allein wegen des Sports. „Klar, wir werden auch ein bisschen Land und Leute kennenlernen“, freut sich Uta Hermes (49). Den Sport verlieren die fünf „Olympioniken“ aber nicht aus dem Auge. Hermes: „Wir haben lange vor unserem Abflug Ferienhäuser gebucht und dabei darauf geachtet, dass ein Swimmingpool dabei ist.“ Dem täglichen Training steht also nichts im Wege – nur „zum Baden“ wollen die Rostocker bei einem solchen Ereignis nicht antreten. Immerhin schlagen die World Masters Games (WMG) in ihren Dimensionen sogar Olympische Spiele. So werden in Auckland rund 27.000 Aktive aus mehr als 100 Ländern antreten, die sich in 25 Sportarten messen. Zum Vergleich: Bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro gingen 11.458 Sportlerinnen und Sportler an den Start. Ihre noch bescheidene Premiere mit 5500 Teilnehmern erlebten die WMG 1985 im kanadischen Toronto, es folgten drei dänische Städte (1989), Brisbane (1994), Portland/Oregon (1998), Melbourne (2002), Edmonton (2005), Sydney (2009) und Turin (2013).

Jetzt hoffen die Rostocker aber erst mal, beim „Kampf“ um die begehrten Tickets für die Eröffnungsveranstaltung erfolgreich zu sein. Sie sind übrigens nicht die einzigen HSG-Masters-Schwimmer auf Reisen. Am Wochenende nimmt ein Rostocker Team an den Mallorca Masters Open teil. Die Reisekilometer sind in diesem Fall überschaubar.

Burkhard Ehlers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport Rostock
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.