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Rostocker Teams bereit für großen Auftritt

Stadtmitte Rostocker Teams bereit für großen Auftritt

Deutsche Meisterschaften im Feuerwehrsport erstmals an der Warnow / Teilnehmer legen Extratraining ein

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Die Feuerwehrfrauen Antonia König-Kretschmann (v. l.), Danielle Diezel, Katja Nogatzki, Saskia Schimmelpfennig, Kathrin Diezel, Elke Nogatzki und Stefanie Bitterkeit bereiten sich auf die Deutschen Meisterschaften vor. Fotos (2): Mathias Otto

Stadtmitte. Eine Chance wie diese kommt so schnell nicht wieder. In MV finden Ende Juli zum ersten Mal die Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport statt, Rostock ist Austragungsort. Die Teilnehmer aus der Hansestadt sind hoch motiviert, legen Extra-Schichten im Training ein. Dass das Gewinnen nicht unmöglich ist, hatte das MV-Team bei der vergangenen Meisterschaft vor vier Jahren gezeigt. Es gewann souverän und konnte sich somit für die Internationale Feuerwehrolympiade qualifizieren.

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Deutsche Meisterschaften im Feuerwehrsport erstmals an der Warnow / Teilnehmer legen Extratraining ein

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„Löschangriff Nass“ nennt sich eine der Disziplinen, die hier ausgetragen wird. Darauf bereiten sich die Rostocker Frauen besonders vor. „Wir sind stolz darauf, dass wir als Gastmannschaft an den Wettkämpfen teilnehmen dürfen“, sagt Kathrin Dietzel. Sie ist die Koordinatorin der Frauen-, Jugend- und Männermannschaft. Alle drei Teams hätten gute Chancen auf vordere Plätze. Um dieses Ziel zu erreichen, kommen sie sogar an ihrem freien Sonntag zur Trainingsbahn in die Südstadt.

Dieser Wettkampf ist für den Feuerwehralltag unerlässlich, denn damit wird ein Löschangriff simuliert, der in möglichst kurzer Zeit durchgeführt werden soll. Vor vier Jahren schaffte das MV-Team eine Zeit von knapp 25 Sekunden. Christian Fust, der Rostocker Trainer der Frauenmannschaft, steht an der Stoppuhr. Während ein Teil des siebenköpfigen Teams die Schlauchverbindungen am Generator befestigt oder einen Zugang zum Wasser legt, laufen die anderen mit Schlauch in Richtung Ziel, um dort eine Scheibe anzuvisieren. Gleich der erste Durchgang klappt. „Gut gemacht. Weit unter 30 Sekunden. Mit dieser Zeit haben wir eine gute Chance“, ruft der Trainer den Frauen zu.

„Wir haben das Trainingspensum kurz vor der Meisterschaft erhöht. Bei allen ist die Aufregung groß. Auch unsere Jugend ist heiß auf die Wettkämpfe. Die Einstellung stimmt“, meint Kathrin Dietzel. Wo die Mannschaft im Vergleich zu den anderen stehen wird, kann sie schwer einschätzen. Aber: „Alle bekommen beim Wettkampf die gleiche Ausrüstung, haben somit die gleichen Bedingungen.“

Von einem guten Abschneiden ist auch Olaf Schulz überzeugt. Beim Brandoberamtsrat im Rostocker Brandschutz- und Rettungsamt laufen die Fäden der Meisterschaft zusammen. „Das Wettkampfteam unserer Hansestadt freut sich, sich mit den besten Mannschaften messen zu können. Für MV kann es keinen besseren Imagegewinn geben, wenn sich Mannschaften im eigenen Land für die Feuerwehr-Olympiade 2017 im österreicherischen Villach qualifizieren würden“, sagt er und verweist auf die guten Erfolge der vorangegangenen Deutschen Meisterschaft 2012 in Cottbus.

Insgesamt gehen zwischen dem 28. und 30. Juli 188 Mannschaften in verschiedenen Wettkämpfen an den Start. „Wir haben die Möglichkeit, der Gesellschaft die Arbeit, das Engagement und die Vielfalt von Feuerwehren etwas näher zu bringen. Weiterhin möchten wir den Bürgern sowie den Gästen unseres Bundeslandes ein nicht alltägliches und außergewöhnliches Event bieten“, sagt Landesbrandmeister Hannes Möller.

Gemeint ist damit die Auftaktveranstaltung am Donnerstag, die neben Wettkämpfen auch ein Programm für Besucher bietet. Auf der Haedgehalbinsel am Stadthafen wird eine Bühne aufgebaut sein und die wohl größte Hüpfburg Deutschlands. Wichtig ist den vielen Einsatzkräften an diesem Tag, einen Teil ihrer Arbeit hautnah zu präsentieren. Die Feuerwehrleute stellen an Land, auf dem Wasser und in der Luft vier Szenarien nach, mit denen sie täglich zu tun haben. Eine Modenschau am Hafen wird es ebenfalls geben. Hier werden circa 15 Feuerwehruniformen aus dem 20. Jahrhundert bis hin zur Neuzeit von Rostocker Jugendfeuerwehrleuten präsentiert. Uwe Rosenfeld vom Feuerwehrmuseum moderiert diese Schau.

Bundesweit seit 1996

Der Feuerwehrsport wurde schon in der ehemaligen Sowjetunion vor dem Zweiten Weltkrieg zur Förderung der körperlichen Fitness eingesetzt. Entwickelt wurden spezielle Hindernisse, die dem Feuerwehralltag nachempfunden sind. Die Ergebnisse wurden in der ehemaligen DDR 1954 aufgegriffen, und bereits im Jahr darauf fand die erste Bestenermittlung im Feuerwehrkampfsport in Dresden statt.

Nach dem Fall der Mauer wurde der Feuerwehrsport in die Deutschen Meisterschaften der Feuerwehren aufgenommen. Der erste bundesweite Wettkampf war 1996.

Mathias Otto

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