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Rostocker koordiniert die Beachsaison

Rostock Rostocker koordiniert die Beachsaison

Steffen Bock ist in seinem Element. Gespannt beobachtet er das Geschehen auf den knapp 20 Spielfeldern am Strand von Warnemünde.

Rostock. Steffen Bock ist in seinem Element. Gespannt beobachtet er das Geschehen auf den knapp 20 Spielfeldern am Strand von Warnemünde. Direkt unter dem Leuchtturm, vor dem Teepott, einem der Wahrzeichen des Ostseebades, ermitteln am Sonnabend und Sonntag 28 Damen- und 57 Herrenteams ihre Sieger beim Inchez-Cup, dem ersten Beachvolleyball-Ranglistenturnier des Jahres 2016.

 

OZ-Bild

Steffen Bock ist der Beachvolleyballkoordinator in Mecklenburg- Vorpommern.

Quelle: Tommy Bastian

„Wir hätten gerne die eine oder andere Mannschaft mehr genommen, aber vielleicht dachten einige Sportler, das Wetter würde nicht mitspielen“, sagt Bock. „Doch auch so war es ein tolles Turnier auf gutem Niveau und bei sommerlichen Bedingungen“, freute sich der 44-jährige Cheforganisator.

Bock genoss am Wochenende jeden Sonnenstrahl. In der Nacht hatten er und seine Mitstreiter im Zelt ganz schön gefroren. „Das war nicht gerade ein Spaß, hier am Strand zu übernachten. Wenn die Sonne untergegangen ist, kühlt es doch ganz schön ab“, beschrieb der Familienvater. „Aber wir müssen ja auf unsere Materialien aufpassen, können sie nachts nicht unbeaufsichtigt lassen.“

Volleyball ist die große Leidenschaft von Steffen Bock. Ganz besonders Beachvolleyball hat‘s dem Rostocker angetan. Deshalb gründete er im Oktober 1998 gemeinsam mit Freunden den Verein ‘active beach‘. Seither organisiert Bock, der zugleich Vizepräsident beim Volleyballverband Mecklenburg- Vorpommern (VMV) ist, bis zu viermal im Jahr Turniere am Strand von Warnemünde — zwei An-Baggers-Cups und zwei Inchez-Cups pro Saison. Darüberhinaus überwacht er die komplette Ranglistenserie im Land.

„Früher habe ich selbst gespielt. Irgendwann haben meine Freunde und ich festgestellt, dass es wenig Turniere in Rostock und der Umgebung gibt. Deshalb gründeten wir den Verein ‘activ beach‘“, erinnert sich Bock. Er ist seitdem Klubvorsitzender.

„Steffen nimmt seine Aufgaben als VMV-Vorstandsmitglied und Beachwart sehr ernst. Er kümmert sich immer sehr gut um alles, ist bei den Turnieren präsent und hat sowohl vor Ort als auch außerhalb der Veranstaltungen immer ein offenes Ohr für uns“, lobt der 24-jährige Rostocker Student Toni Schneider. Der gebürtige Stralsunder, der in Binz auf der Insel Rügen aufgewachsen ist, zählt zu den besten Beachvolleyballern in MV.

Der gebürtige Schweriner Bock kam 1988 als 16-Jähriger nach Rostock, besuchte eine Spezialschule für Hochbegabte. Heute arbeitet der promovierte Mathematiker als IT-Leiter am Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW). Das Forschungsprogramm des IOW ist auf Küsten- und Randmeere mit besonderer Hinwendung zum Ökosystem Ostsee zugeschnitten.

Wenn Steffen Bock seine Zeit nicht für Arbeit und Familie aufwendet, dann für Beachvolleyball. Bereits am Mittwochabend bauten er und seine Helfer Zelte, Versorgungswagen und die Spielfelder auf.

Bereits am Herrentag stand ein Spaßturnier auf dem Programm. Der Turniermarathon endete für den Ostseestädter am Sonntag mit dem Abbau der Anlagen. „Jetzt brauche ich erst mal ein, zwei Tage Erholung“, sagt Bock. Viel mehr Zeit bleibt ihm auch nicht, denn bereits am kommenden Wochenende steigt der 37. An-Bagger-Cup in Warnemünde.

Von tb

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