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Schulen und Vereine wollen Sporttalente stärker fördern

Hansaviertel Schulen und Vereine wollen Sporttalente stärker fördern

Um jungen Rostocker Talenten Karriere und ein gutes Abitur zu ermöglichen, kooperieren Schule und Vereine ab sofort noch enger / Koordinator Penthin: „Duale Karriere auf hohem Niveau“

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Auf der CJD-Christophorusschule gibt es viele Talente in vielen Sportarten – vor allem im Leistungssportbereich der Schule. Willibald Otto Theodor Fentens übt Weitsprung.

Quelle: Ove Arscholl

Hansaviertel. Die CJD-Christophorusschule möchte sich zukünftig noch mehr um ihre Spitzensportler kümmern. Dazu haben gestern 15 Rostocker Sportvereine eine Kooperationsvereinbarung mit dem CJD unterzeichnet. Das Ziel: Mehr Abstimmung zwischen Schule und Vereinen und mehr individuelle Förderung der Athleten.

OZ-Bild

Um jungen Rostocker Talenten Karriere und ein gutes Abitur zu ermöglichen, kooperieren Schule und Vereine ab sofort noch enger / Koordinator Penthin: „Duale Karriere auf hohem Niveau“

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Mit ihren Unterschriften unter den Verträgen hätten sich CJD und Vereine „positiv für die Zukunft aufgestellt“, sagt Jürgen Penthin, Koordinator für Leistungssport am CJD. Im April vergangenen Jahres hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in Potsdam seine Neuausrichtung bekanntgegeben. Die Förderung der Sportelite auf regionaler Ebene sei damit mehr in den Fokus gerückt, so Jürgen Penthin. Außerdem würden nun auch Randsportarten gefördert – in Rostock unter anderem das Flossenschwimmen.

Schule und sportliche Karriere zu vereinen, ist für die jungen Talente nicht leicht. Wasserspringer hätten zum Beispiel mehr als 30 Stunden Training in der Woche. „Hinzu kommen Wettkämpfe“, sagt Koordinator Penthin. Und dann ist da ja auch noch die Schule. Während sich der Sport bisher dem Stundenplan der Schüler unterordnen musste, heißt es jetzt: „Schule passt sich dem Sport an, Sport passt sich der Schule an“, so Penthin, damit bald Abiturienten und Olympiasieger aus Rostock kämen.

Wer eine individuelle Förderung bekommt, entscheiden die Vereine, die Schule erstellt den Plan. Mit ihm sollen Trainingszeiten, Wettkämpfe und Trainingslager in die Gestaltung des Stundenplans einfließen. Frühtrainings sollen dann kein Problem mehr für die Schüler sein. Wettkämpfe in der Schulzeit? Auch kein Problem – wenn die schulischen Leistungen es zulassen. Und wenn ein Schüler wegen des Sports länger im Unterricht fehlt, steht ihm laut Vereinbarung ein Förderunterricht zu. Ansonsten sei „das gar nicht zu schaffen“, sagt Andreas Kriehn, Vorsitzender des Wasserspringerclubs. 55 Tage Ausfall durch Wettkämpfe seien normal. 15 Sportler genießen die individuelle Förderung bereits, 25 sollen es 2017 werden.

Die Lehrer müssten dann unterrichten, „wenn der Athlet Zeit hat“, sagt Jürgen Penthin. Das können Ferien oder schulfreie Tage sein. Für Andreas Kriehn ist eines entscheidend: Dass die Schulzeit gestreckt werden kann – zum Beispiel die neunte und zehnte Klasse auf drei Jahre. Das schaffe Freiräume für Training.

Außerdem sollen die Vereine im kommenden Jahr mehr Geld erhalten, verspricht Schulleiter Steffen Kästner. Durch die Kooperationsvereinbarung gewinnen Schule und Vereine Planungssicherheit, die Schüler ein Höchstmaß an Förderung. „Eine duale Karriere auf hohem Niveau“, sagt Penthin. „Das macht uns ein Stück stolz als Schule.“ Kästner ergänzt:„Wir haben in der Vereinbarung alles aufgelistet, was uns wichtig ist.“

In erster Linie gilt die Kooperationsvereinbarung der sportlichen Elite in der Hansestadt. Penthin sieht darin aber auch Potenzial, Schüler überhaupt erst zum Sport zu bringen – über die Spitzensportler und Informationsveranstaltungen der Vereine auf dem Schulgelände. „Ihr als Vereine habt die Möglichkeit, euer Angebot an Schüler heranzutragen“, sagt Penthin.

Damit das Training mit Sportlehrern an das der Vereinstrainer anschließt, verpflichten sich die Vertragspartner, ein Nachweisheft zu führen. Nichts wollen sie dem Zufall überlassen.

Die 15 Vereine decken bereits viele Sportarten ab: Schwimmen, Fußball, Handball, Leichtathletik und Reiten sind nur einige davon. „Und es kommen immer neue dazu“, sagt Penthin. Die letzte Sparte sei Basketball gewesen, auch der Behindertensport sei dabei. „Das wäre vorher nie möglich gewesen“, sagt er. Der DOSB hätte sich zuvor auf wenige Sportarten und auf die Bundesleistungskader konzentriert.

Die Christophorusschule

Wir vermitteln Fähigkeiten und Techniken, die zur Bewältigung praktischer Aufgaben dienen“, heißt es im Leitbild der Schule. Neben regulären Schulplätzen bietet die CJD-Christophorusschule Klassen für Hochbegabte und Leistungssportler sowie ein Internat.

Voraussetzung für die Aufnahme in eine der Spitzensportler-Klassen sind eine gymnasiale Eignung und eine leistungssportliche Empfehlung des Landesfachverbands oder des Olympiastützpunkts. Am Ende eines Schuljahres wird die Eignung auf Leistung, Perspektiven und Auftreten hin geprüft.

Philip Schülermann

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