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Schwaans Handballer jubeln nach Pokal-Krimi

Schwaan Schwaans Handballer jubeln nach Pokal-Krimi

29:28-Heimerfolg gegen Grimmen / Felix Elsner trifft nach Verletzungspause acht Mal

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Felix Elsner (hier in einer früheren Partie) war bei seinem Comeback gleich bester Torschütze für den Schwaaner SV.

Quelle: Oz-Archiv/johannes Weber

Schwaan. Sekunden vor dem Abpfiff hält es kaum einen Zuschauer in der Bekehalle auf seinem Platz. Die Menge tobt. Sowohl auf als auch neben dem Feld geht’s emotional heiß her. Dann folgt die letzte Aktion des Spiels: Torhüter Benjamin Humke vom Schwaaner SV (SSV) springt dem Ball entgegen, wehrt ihn ab und hält mit seiner wichtigsten Parade den Sieg fest. Bei Spielern und Fans der Gastgeber gibt’s danach kein Halten mehr. Sie jubeln ausgelassen.

Die Handballer des SSV lieferten sich am Sonnabend in der zweiten Runde des MV-Landespokals mit dem HSV Grimmen einen Krimi. Vor heimischem Publikum erkämpften die Schwäne einen 29:28 (16:12)-Erfolg und zogen damit ins Achtelfinale ein.

Entsprechend euphorisch zeigte sich SSV-Trainer Detlef Lankowski: „Das war ein toller Fight. Am Ende hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite“, betonte der 52-Jährige.

Dabei stand unter der Woche noch nicht mal fest, ob das Spiel überhaupt stattfinden kann. Aufgrund eines Heizungsdefekts in der Halle war schon das vorherige SSV-Liga-Heimspiel ausgefallen. Der Fehler konnte zwar rechtzeitig behoben werden, doch durch die unbeabsichtigte Pause fehlte der Mannschaft der Rhythmus.

Für die mühsam in die Saison gestarteten Bekestädter sollte die Pokalpartie von enormer Bedeutung sein. Die Lankowski-Sieben steht nach drei Niederlagen aus den ersten vier MV-Liga-Spielen mit 2:6 Punkten nur auf dem zehnten Tabellenplatz und sehnte sich nach einem Erfolgserlebnis.

Die Anspannung war den Hausherren in der Anfangsphase anzumerken. Der SSV vergab gute Möglichkeiten und geriet 4:7 in Rückstand (11.). Erst Torwart Humke weckte sein Team mit zwei parierten Siebenmetern auf. Die Gastgeber steigerten sich, agierten zielstrebiger im Angriff und warfen bis zur Pause eine Vier-Tore-Führung heraus (16:12).

Auch nach dem Seitenwechsel beherrschte der SSV das Geschehen und schraubte seinen Vorsprung auf zwischenzeitlich sieben Tore hoch (20:13).

Frustriert griffen die Gäste aus Vorpommern härter zu. Die Hausherren ließen sich von der aufkommenden Hektik anstecken. Das musste auch Cheftrainer Lankowski eingestehen: „Wir haben in dieser Phase völlig unsere Linie verloren und es unnötig spannend gemacht.“ Vier Minuten vorm Ende war der Vorsprung verspielt. Grimmen glich zum 27:27 aus.

Zum Glück behielt SSV-Urgestein Marcel Frieser in der hitzigen Schlussphase die Nerven. Seit seinem achten Lebensjahr spielt der 32-Jährige für den Schwaaner SV. Der Rückraumspieler leitete nicht nur die Angriffe seines Teams ein, sondern stellte auch seine Treffsicherheit unter Beweis. Sieben Tore steuerte Frieser zum Erfolg bei.

Mindestens genauso viel Verantwortung übernahm Felix Elsner, der Sekunden vor Schluss im Rückraum zum Sprung ansetzte und den Ball zum entscheidenden 29:28 ins Tor schleuderte. Für den Siegtorschützen hätte sein Comeback nicht besser laufen können. Elsner fehlte dem SSV mehrere Wochen, nachdem er sich am ersten Spieltag einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte. Mit acht Treffern war der Rückkehrer der erfolgreichste Akteur des Nachmittags.

Den Aufwärtstrend können die Bekestädter erst wieder in zwei Wochen bestätigen. Dann geht’s für den Schwaaner SV in der MV-Liga beim Stavenhagener SV weiter.

Statistik

Schwaaner SV: Humke, Froriep – Stolze 5 , Strube, Elsner 8, Frank 1, Gruszka, Polkow 3, Langberg, Frieser 7/4, Schulz 3, Kröger 2, Bender.

Siebenmeter: SSV 5/4, HSV 4/2.

Strafminuten: SSV 8, HSV 10.

Zuschauer: 120.

Außerdem spielten: Landespokal, Männer, 2. Runde:

HSG Uni Rostock – HSV Grimmen II 26:23, SV Warnemünde II – TSG Wismar 19:29, SV Warnemünde – SV Mecklenburg Schwerin II 25:26.

Alle Ergebnisse: OZ-Seite ??

Oliver Behn

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