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Springerin feiert erfolgreiche Rückkehr

Rostock Springerin feiert erfolgreiche Rückkehr

Die frühere Olympia-Starterin Kerstin Kriehn wird Deutsche Meisterin der Masters in Rostock.

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Freute sich über ihren Sieg vom Drei-Meter-Brett und beim Turmspringen: Kerstin Kriehn (M.) vom gastgebenden Wasserspringerclub Rostock ließ ihre Masters-Konkurrentinnen Eva Treplin-Hampel (l.) und Eva Schübel hinter sich.

Quelle: Fotos: René Warning (2), Tommy Bastian

Rostock. Besser hätte das Comeback von Kerstin Kriehn bei den 48. Internationalen deutschen Meisterschaften der Masters im Wasserspringen nicht verlaufen können. Nach zehn Jahren Auszeit gewann die 57-Jährige am Wochenende bei zwei Wettkämpfen in der Rostocker Neptunschwimmhalle.

OZ-Bild

Die frühere Olympia-Starterin Kerstin Kriehn wird Deutsche Meisterin der Masters in Rostock.

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Sie setzte sich mit ihren Sprüngen vom Drei-Meter-Brett mit 244,6 Punkten vor Eva Schübel (Gelnhausen/Hessen, 161,4) und der Holländerin Annemie Caris (140,3) durch. Außerdem siegte sie beim Turmspringen aus fünf Metern mit 258,7 Punkten. Auf Rang zwei landete Eva Treplin-Hampel (171,0) aus Nürnberg (Bayern), gefolgt von Eva Schübel mit 159,2 Punkten.

„Dass es so gut klappt, hätte ich nicht für möglich gehalten“, sagte die Siegerin. Mehr als zehn Jahre hatte die Betriebswirtin nach einer Daumen-Verletzung pausiert. Zur deutschen Meisterschaft wollte es die Lokalmatadorin vom Wasserspringerclub (WSC) Rostock aber unbedingt nochmal wissen.

Seit Mai bereitete sich die Sachbearbeiterin eines großen Kaufhauses in der Rostocker Innenstadt auf die Springerwettkämpfe ehemaliger leistungs- oder breitensportorientierter Athleten vor. „Zwei Mal habe ich in der Woche trainiert. Ich habe schnell gemerkt, dass es wieder Spaß macht“, erzählt Kriehn, die bereits seit der vierten Klasse zum Wasserspringen geht. Mit großem Erfolg: Zwischen 1976 und 1981 gehörte die gebürtige Perlebergerin (Brandenburg) zum Kader der DDR-Nationalmannschaft.

1976 in Montreal und 1980 in Moskau startete Kriehn bei den olympischen Spielen. In Moskau wurde sie Neunte. Ihr größter Erfolg war ein fünfter Platz bei der WM im damaligen West-Berlin 1978.

Dass es nicht zu weiteren Erfolgen gereicht hatte, lag an einer für Wasserspringer typischen Verletzung an der Schulter, die sie zum vorzeitigen Karriereende zwang. „Danach habe ich mein Studium beendet. Aber ich wollte immer dem Wassersport treu bleiben“, betont Kriehn, die nach der Wende wieder bei verschiedenen Masterwettkämpfen startete.

Die Erfolge vom Wochenende haben den Ehrgeiz der Sportlerin geweckt. „Vielleicht starte ich 2017 bei der WM in Budapest. Das wäre nochmal ein tolles Highlight“, sagt Kriehn.

Zu der ehemaligen Olympionikin gesellten sich mit Ilona Goers (AK 55) vom Ein-Meter-Brett und Robert Weldner (AK 40) ebenfalls vom Ein-Meter-Brett zwei weitere Medaillengewinner vom WSC in das erfolgreiche Springerwochenende. Beide sicherten sich dritte Plätze.

WSC-Chef und Ehemann Andreas Kriehn war von der Veranstaltung sehr angetan. „Es war für uns eine Ehre, die Meisterschaften der Senioren, die nicht mehr im Leistungssport aktiv sind, ausrichten zu dürfen“, freute sich der 55-Jährige. „Die Sportler haben interessante Sprünge gezeigt und ein gutes Niveau präsentiert“, lobte Kriehn, der seit 2002 Vorsitzender des WSC Rostock ist.

Die Masters bilden innerhalb des Deutschen Schwimmverbandes eine eigene Abteilung. Dort können sich ehemalige Spitzenathleten und Senioren fit halten und ohne Leistungsdruck trainieren. In Rostock üben aktuell insgesamt fünf Master-Springer.

Ergebnisse unter: http://www.dsv. de/masterssport/wasserspringen/dm/

René Warning

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