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Trainerneuling Dojahn: Wollen bestes Rostocker Team bleiben

Rostock Trainerneuling Dojahn: Wollen bestes Rostocker Team bleiben

Früherer Hansa- Spieler übernimmt Verbandsliga-Elf des RFC. 30-Jähriger ist Nachfolger von Jan Kistenmacher.

Rostock. Beim Rostocker FC hat am Montag eine neue Zeitrechnung begonnen. Felix Dojahn (30) leitete als neuer Coach des Fußball-Verbandsligisten das erste Training. Er löst Jan Kistenmacher ab, der den Traditionsklub nach mehr als dreieinhalb Jahren aus beruflichen Gründen verlässt. Im OZ-Interview erzählt Dojahn, wie es zu seinem Trainer-Engagement gekommen ist und wie er fortan mit seinen Spielern umgehen will, die nur ein paar Jahre älter sind als er.

 

OZ-Bild

Felix Dojahn (r., hier noch als Aktiver) zieht das Spielertrikot aus und wird fortan an der Seitenlinie als Trainer des Fußball-Verbandsligisten Rostocker FC die Verantwortung tragen.

Quelle: Foto: Johannes Weber

Herr Dojahn, wie kam’s zu Ihrem überraschenden Trainerposten?

Ich habe in der Vergangenheit schon Trainingseinheiten bei der ersten Mannschaft geleitet, als unser Ex-Coach Jan Kistenmacher nicht da war. Der Verein wollte zudem keine externe Person holen, sonst hätte sich das Team wieder auf neue Dinge einstellen müssen.

Im August 2016 zogen Sie sich einen Kreuzbandriss zu. Ist ein Comeback als Spielertrainer geplant?

Nein! Ich werde bald 31 Jahre alt und wurde schon an beiden Knien operiert. Mich wird’s nur noch an der Seitenlinie geben.

Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Ich habe im Herbst 2016 die zweite Mannschaft des Rostocker FC als Coach übernommen. Aus drei Partien haben wir sieben Punkte geholt. Zudem war ich früher im Sommercamp des VfB Lübeck als Übungsleiter tätig.

Was wollen Sie anders machen als Ihr Vorgänger?

Jeder Trainer hat seinen eigenen Stil. Ich habe das gleiche Spielermaterial zur Verfügung. Ich setze auf Disziplin und erwarte, dass die Mannschaft mir den Respekt zeigt, den ich ihr genauso entgegenbringen werde.

Sie sind kaum älter als manche Ihrer Spieler. Wie gehen Sie damit um?

In einem langen Gespräch mit den Spielern habe ich am Montag deutlich gemacht, dass es klare Regelungen geben wird. Dazu zählt, dass wenn wir uns auf dem Vereinsgelände des Rostocker FC befinden, ich nicht mit meinem Vornamen angesprochen werden möchte. Die Jungs sollen „Trainer“ zu mir sagen.

Wer wird Ihr Co-Trainer?

Wie schon bei Jan Kistenmacher wird Holger Wilken auch der Assistent an meiner Seite sein. Ich habe mit ihm im Vereinsgebäude schon ein Büro bezogen.

Wie wird die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft aussehen?

Ich habe die Verantwortung für beide Männerteams. Die Reserve habe ich, wie schon erwähnt, erst vor der Winterpause übernommen. Und ich bin keiner, der die Sache so schnell wieder abgibt. Wir erarbeiten momentan ein Konzept, wie beide Mannschaften eng zusammenarbeiten werden.

Können sich Spieler der Reserve für die Verbandsliga empfehlen?

Ja, jeder kann sich anbieten. Wir tauschen uns auch mit den Verantwortlichen der A-Junioren ständig aus. Besonders Benedikt Bohm ist ein Nachwuchsspieler mit viel Potenzial.

Zur Winterpause liegt der RFC auf dem sechsten Tabellenplatz. Wäre nicht mehr dringewesen?

Absolut! Wir haben große Qualität im Kader. Die Herbstserie lief suboptimal für uns. Wir haben den Anschluss zu den oberen Tabellenrängen verloren. Die Saison ist quasi gelaufen.

Welche Ziele setzen Sie für den Rest der Saison?

Wir werden die restlichen Partien bis zum Sommer nutzen, um uns auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Ich möchte verschiedene Spielsysteme ausprobieren. Tabellarisch wollen wir die beste Rostocker Mannschaft bleiben.

Wie geht’s kurzfristig weiter?

Wir haben erst zwei Vorbereitungsspiele vereinbart. Am 21. Januar spielen wir gegen das dänische Team von Herlev 93, das ein Trainingslager in Rostock durchführt. Am 26. Januar geht´s gegen den SV Hafen Rostock, der für das Testspiel extra seinen Trainingsstart vorgezogen hat. Allerdings suche ich dringend noch weitere Testspiel-Gegner. Interessenten können sich gerne bei mir melden.

Interview: Johannes Weber

Durchbruch als Profi blieb Dojahn verwehrt

Felix Dojahn begann das Fußballspielen beim SV Hafen Rostock. Im Alter von zwölf Jahren wechselte er in die Nachwuchsabteilung des FC Hansa Rostock. Der Sprung zu den Profis blieb ihm jedoch verwehrt.

Im Sommer 2008 wechselte Dojahn zu Erzgebirge Aue in die 3. Liga, kam dort aber auch nicht zum Einsatz. Nach den Stationen SV Babelsberg, Torgelower SV und Anker Wismar schloss er sich im Juli 2015 dem RFC an.

OZ

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