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Viel Jubel und etwas Frust bei Warnemünder Ringerinnen

Bönen/Rostock Viel Jubel und etwas Frust bei Warnemünder Ringerinnen

Mit drei Goldmedaillen und einmal Silber übertrafen die Nachwuchs-Ringerinnen des SV Warnemünde die Erwartungen bei der deutschen Jugend-Meisterschaft in Bönen (Nordrhein-Westfalen) deutlich.

Bönen/Rostock. Mit drei Goldmedaillen und einmal Silber übertrafen die Nachwuchs-Ringerinnen des SV Warnemünde die Erwartungen bei der deutschen Jugend-Meisterschaft in Bönen (Nordrhein-Westfalen) deutlich. „Die Mädels haben grandiose Leistungen gezeigt“, jubelte Abteilungsleiter Hans Wittkowski daher über die starke Ausbeute.

Rebekka March (bis 40 kg) hatte die größte Bürde zu tragen. Sie galt als eine der Top-Favoritinnen auf den Titel. Durch vier Schultersiege zog March souverän ins Finale ein. Dort besiegte sie Titelverteidigerin Anna Voigt (Württemberg). „Damit hat Rebekka eindrucksvoll ihre führende Position in Deutschland untermauert“, meint Wittkowski.

Die Warnemünderin Elina Lütge (46 kg) gewann drei von vier Gruppenkämpfen, musste sich einmal nach Punkten geschlagen geben. Sie belegte ganz knapp den ersten Platz in der Vorrunde. Deutlicher gestaltete Lütge das Finale gegen Laura Colditz aus Sachsen, das sie per Schulterwurf gewann.

Den dritten Titel für den SV Warnemünde holte Josefine Purschke (52 kg), die Sina Moosmann (Südbaden) bereits nach einer Minute per Schulterwurf bezwang. Vorher hatte auch sie ihre vier Vorrunden- Kämpfe sicher gewonnen.

Dagegen konnte sich Schwester Angelina Purschke (49 kg) über Silber nicht freuen. Nach vier Erfolgen traf sie im Finale auf die Vorjahresdritte Emely Selinger vom KSV Seeheim (Hessen), die sie beim Kaderturnier in Dormagen (Nordrhein-Westfalen) mit 8:4 besiegt hatte. Diesmal wurde es ein Kampf, der an Dramatik nicht zu überbieten war.

„Es gab eklatante Fehlentscheidungen der Schiedsrichter. Der Höhepunkt war, als Angelina bei einer Meidbewegung über den verlängerten Rücken gerollt war, ohne dass die Schulterblätter nur ansatzweise die Matte berührten. Dennoch wurde der Kampf abgepfiffen und ihre Gegnerin zur Schultersiegerin erklärt“, schimpfte Wittkowski. Selbst andere Fachleute und die Zuschauer hätten mit den Köpfen geschüttelt. Die Vertreter des MV-Verbandes protestierten erfolglos gegen das Urteil.

„Die Enttäuschung bei Angelina war riesengroß. Ihr wurde die Möglichkeit zur direkten Teilnahme an der Europameisterschaft verwehrt“, haderte Wittkowski. Eine letzte Chance, sich doch noch zu qualifizieren, bietet sich Angelina Puschke beim Kaderturnier an Pfingsten in Dormagen.

Die Warnemünderinnen Cassandra Nitschner, Cecile Schleede und Romy Püschel konnten sich diesmal nicht platzieren, sammelten aber neue Erfahrungen und belegten mit dem SVW in der Klubwertung den ersten Platz unter 56 Vereinen. Ebenfalls erfreulich: MV errang erstmals den ersten Platz in der Länderwertung.

Unterdessen erhielt der SV Warnemünde den Zuschlag für die Ausrichtung der deutschen Meisterschaft der weiblichen Jugend 2018. Gemeinsam mit dem PSV Rostock wollen die Verantwortlichen das Event im Rahmen der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum der Hansestadt Rostock austragen.

pm/tb

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