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Volleyballer feiern gelungenes Saisonfinale

Rostock Volleyballer feiern gelungenes Saisonfinale

SV Warnemünde verspielt im letzten Drittliga-Spiel eine 2:0-Satzführung und bezwingt den Berliner VV dennoch 3:2

Rostock. Zum Saisonabschluss machten es die Drittliga-Volleyballer des SV Warnemünde am Sonnabend spannend: Vor der Rekordkulisse von knapp 400 Zuschauern in der Ospa-Arena verspielten sie ihre 2:0-Satzführung gegen den Berliner VV, rangen die Hauptstädter jedoch im entscheidenden Durchgang nieder. Endstand: 3:2 (25:20, 25:21, 13:25, 22:25, 15:8).

 

OZ-Bild

Josef Günther (v.) baggert den Ball zum Mitspieler. Hinten: Tobias Plewka.

Quelle: Horst Schreiber

„Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr und im fünften Satz glücklicherweise die Kurve gekriegt“, resümierte SVW-Spielführer Konrad Jagusch, der aufgrund von Knieproblemen ausfiel. Gern hätte er in der letzten Partie noch mal selbst aufgeschlagen. „Aber ich hatte gute Vertretungen auf dem Feld, da schmerzt mein Ausfall nicht so sehr“, verriet Jagusch.

Eine dieser Vertretungen war Tobias Plewka. Der Kapitän der Reserve half zum dritten Mal bei der „Ersten“ aus, nahm jedoch zunächst auf der Bank Platz. Er sah, wie sich der SVW eine komfortable Führung erspielte (11:5), die bis zu Ende des ersten Satzes hielt.

Der zweite Durchgang begann ausgeglichener. Die Berliner egalisierten den 5:8-Rückstand, doch beim Stand von 10:10 reichten den Warnemündern drei starke Einzelaktionen, um sich wieder in eine gute Position zu bringen. Zunächst blockte Lars Moldenhauer, kurz darauf schmetterte Efrain Förster einen Ball der Gäste postwendend in die Berliner Hälfte und als Josef Günther das 13:10 per Aufschlag- Ass erzielte, kochte die Stimmung auf dem Feld und den Rängen über. Auf der Auswechselbank ballte Jagusch die Siegerfäuste.

Dann kam Plewka. Schnell fügte sich der Diagonalangreifer ins Spiel ein und hatte mit seinen Angriffsbällen großen Anteil am Gewinn des zweiten Satzes. „Ich wollte sofort 100 Prozent geben. Das ist mir gelungen“, meinte er.

Nach dem erneuten Seitenwechsel rieben sich die Fans der Rot- Weißen verwundert die Augen. Ihr Team geriet schnell 0:4 in Rückstand — Fehlstart im dritten Satz. Und es kam noch schlimmer: 7:13, 8:17, 10:20 lauteten einige Zwischenstände. Auch Josef Günther, der die komplette Spielzeit auf dem Feld stand und unermüdlich ackerte, konnte den drohenden Satzverlust nicht abwenden.

Im vierten Satz mussten die Hausherren einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Beim Blockversuch verletzte sich Max Schattschneider an der Hand, konnte mit Verdacht auf Fingerbruch nicht weiterspielen.

Doch Tobias Plewka war bereit und stand sofort auf dem Feld. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt völlig offen, doch in der Schlussphase des Abschnitts setzten sich die Hauptstädter ab und erzwangen den Entscheidungssatz.

Im finalen Durchgang demonstrierten die Warnemünder ihre Stärke und ließen ihren Gegnern keine Chance. Den Schlusspunkt der Saison setzte ausgerechnet ein Dreiergespann: Dauerbrenner Günther schaufelte das Spielgerät zu Aushilfe Plewka, dessen wuchtiger Schlag landete abgefälscht im Aus — Punkt und Sieg. Der verletzte Jagusch jubelte ausgelassen.

„Supergeil!“, platzte es aus Plewka raus und Günther ergänzte: „Im letzten Satz haben wir gezeigt, warum wir auf Platz zwei stehen. Das war eine tolle Zugabe für uns und unsere Fans.“

Nach der Partie bedankte sich der SVW mit Präsenten bei seinen Helfern und schenkte Getränke für seine Fans aus. Jagusch verriet, wie es weitergeht: „Jetzt müssen wir erst mal runterkommen und die Körper schonen, ehe die Strandsaison startet.“

Von Horst Schreiber

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