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Volleyballer gehen in neuer Halle leer aus

Volleyballer gehen in neuer Halle leer aus

Drittliga-Teams des SV Warnemünde müssen sich im Sportkomplex an der Ostsee geschlagen geben.

Rostock-Warnemünde. Ein wenig stolz wirkte Hallenwart Volker Schnepel am Sonnabend schon, als er Verantwortliche, viele der rund 150 Zuschauer und Medienvertreter in seinem neuen Wohnzimmer begrüßte. „Herzlich Willkommen. Zur Tribüne geht’s da lang, viel Spaß beim Spiel“, wünschte er.

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Drittliga-Teams des SV Warnemünde müssen sich im Sportkomplex an der Ostsee geschlagen geben.

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Wir haben zu harmlos auf- geschlagen und hatten viele Abstimmungs- probleme.“Trainer Christian Hinze (37), SV Warnemünde

Schnepel kümmert sich seit einigen Monaten um die neue Arena auf dem Sportkomplex in der Parkstraße in Warnemünde – hält Kabinen, Ränge und die Spielfläche sauber, weist Trainer sowie Aktive ein und wacht darüber, dass sich alle Hallenbesucher den Hausregeln entsprechend benehmen.

Am Wochenende bestritten die Drittliga-Volleyballer des SV Warnemünde dort ihre Heimspiele. Ihre eigentliche Heimspielstätte, die Ospa-Arena, war diesmal belegt. Dass sie dabei punktlos blieben, kann nicht an der Sporthalle gelegen haben. Darauf besteht jedenfalls Volker Schnepel, der auf Wunsch der Spielerinnen und Spieler nur 85 Prozent der Lichtstärke eingestellt hatte. „Ansonsten wären die Akteure geblendet worden“, verrät der 47-Jährige.

Männer-Coach Christian Hinze suchte auch gar nicht nach Ausreden. Seine Mannschaft startete am Samstagabend als Favorit in die Partie, unterlag gegen den Kieler MTV aber deutlich. Endstand: 0:3 (23:25, 23:25, 23:25).

„Wir haben zu harmlos aufgeschlagen und hatten viele Abstimmungsprobleme“, kritisierte der 37-jährige Hinze und lobte den Gegner: „Kiel hat sich in einen Rausch gespielt und hatte einen super Zuspieler, der das Spiel gut gelenkt und entschieden hat. Kompliment!“ Sein Team konnte diesmal nicht mithalten, habe auch in der Höhe verdient verloren, gestand der Experte.

Hinze musste auf den verletzten Neuzugang Raphael Möllers (30) verzichten, der aufgrund von Wadenproblemen noch längere Zeit auszufallen droht. Doch auch das ließ Hinze nicht als Ausrede gelten. „Es läuft noch nicht so richtig rund bei uns. Das war zuvor in Berlin (beim 3:1-Erfolg gegen den Berliner VV/d. Red.) schon ähnlich, aber da waren wir noch etwas abgezockter, und der Gegner war nicht so stark wie die Kieler an diesem Tag“, analysierte der Warnemünder Coach.

Mittelblocker Konstantin Rode gehörte noch zu den besten Akteuren bei den Gastgebern. Der 19-Jährige markierte einige Punkte und wehrte mehre Angriffsbälle des Gegners ab. Er lobte die neue Sportstätte. „Der Boden und das Licht sind geil. Und die Sitzplätze finde ich auch gut“, meinte der Student, der sich vorher das Frauenspiel von der Tribüne aus angeguckt hatte, auf der 250 Gäste Platz finden.

Die SVW-Männer liefen über weite Strecken einem Rückstand hinterher und kassierten die erste Niederlage in der dritten Saisonbegegnung. Weiter geht’s für den Vorjahreszweiten, der erneut oben mitspielen will und sogar vom Titelgewinn träumt, mit zwei Auswärtsspielen. Am kommenden Sonnabend gastieren die Ostseestädter beim Eimsbütteler TV in Hamburg, eine Woche später beim VCO Berlin II.

Das nächste Heimspiel steigt dann am 29. Oktober gegen den TSV Spandau 1860. Dann wird wieder in der Ospa-Arena gespielt.

SV Warnemünde: Förster, Schattschneider, Ernst, Rode, Jagusch, Schille, Moldenhauer, Liefke, Nikolaus, Günther, Strübing, Kowalkowski

Ähnlich enttäuschend wie das Spiel der Herren lief die Partie der Warnemünder Damen gegen den SC Potsdam II. Die Gastgeberinnen waren beim 0:3 (14:25, 21:25, 15:25) chancenlos. Lediglich im zweiten Durchgang blieben sie am starken Mitaufsteiger dran. Für das Team von Trainer Matthäus Kuna (34) war es die zweite Niederlage in der zweiten Begegnung.

Die Mission Klassenerhalt wird am kommenden Sonnabend (15.00 Uhr, Ospa-Arena) gegen den Eimsbütteler TV fortgesetzt. Gegen den Tabellensechsten peilt das Schlusslicht den ersten Erfolg der jungen Spielzeit an.

SV Warnemünde: Bock, Ostwald, Müller, Kords, Stassewski, Müchler, Kraeft, Valerius, Adam, Gallas, von Wiedebach, Schnittger

Tommy Bastian

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