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WSC-Talente auf dem Weg zur Jugend-WM

WSC-Talente auf dem Weg zur Jugend-WM

Trainer Sachiasvili lobt im OZ-Interview seine Schützlinge, die in der abgelaufenen Saison für Furore sorgten

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WSC-Trainer Michael Sachiasvili (l.) mit Wasserspringerin Saskia Oettinghaus.

Quelle: T. Bastian/oz-Archiv

Rostock. Wie bewerten Sie die abgelaufene Saison Ihrer Schützlinge Saskia Oettinghaus, Anna Shyrykhay und Leonard Bastian?

 

OZ-Bild

Leonard Bastian präsentiert stolz seine Goldmedaille bei der JEM in Rijeka (Kroatien).

Zur Person

Michael Sachiasvili wurde am 3. Juni 1975 im georgischen Tbilissi (Tiflis) geboren. In seiner Jugend gehörte er zum Kader der Jugend-Nationalmannschaft der damaligen Sowjetunion.

Er nahm ebenso wie seine heutigen Sportler an Jugend-Europameisterschaften teil.

2012 kam er als Trainer an die Ostseeküste nach Rostock. Mittlerweile besitzt Sachiasvili auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Michael Sachiasvili: Wir können sehr zufrieden sein, vor allem Leonards Goldmedaille bei der Jugend-EM in Rijeka (Kroatien/ d. Red.) war ein schöner Abschluss. Zudem ist Saskia in ihrem letzten Jugend-Jahr deutsche Meisterin im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett geworden. Für Anna war es eine unglückliche Saison, da sie sich im Gegensatz zu den anderen beiden nicht für die Jugend-Weltmeisterschaft Ende November im ruusischen Kasan qualifizieren konnte. Dafür belegte sie bei den deutschen Hallenmeisterschaften der A- und B-Jugend im Februar gleich dreimal den ersten Platz.

Mit welchen Zielen fahren Sie zur Jugend-WM?

Sachiasvili: Wenn Saskia und Leonard bis zum Wettkampf gesund bleiben, rechnen wir uns gute Chancen für die vorderen Plätze aus. Ziel sollte es sein, alles zu geben. Nachdem Leo den Europameister-Titel geholt hat, traue ich ihm auch in Kasan den Sieg zu.

Wie sehen Ihre Erwartungen für die neue Saison aus?

Sachiasvili: Neben der Jugend-WM arbeiten wir hart daran, dass Anna und Leonard erfolgreich bei der nächsten Jugend-Europameisterschaft in Skandinavien abschneiden werden. Für Leonard wird es schwieriger werden, da es sein erstes Jahr in der A-Jugend ist. Hierfür muss er viele neue und anspruchsvolle Sprünge erlernen. Saskia wird hingegen nicht mehr in der Jugend starten, aber darauf hat sie sich lange vorbereitet.

Gibt es weitere Talente in Ihrer Trainingsgruppe, mit denen bei der Jugend-EM 2017 zu rechnen ist?

Sachiasvili: Für Justin Molnar und Tim Dreiucker ist die JEM ein realistisches Ziel. Justin startet ab nächstem Jahr in der Jugend. Er ist im Training immer sehr ehrgeizig und gut gelaunt.

Tim ist der gleiche Jahrgang wie Leonard und hatte vergangene Saison viel Pech. Er konnte ein halbes Jahr nicht springen aufgrund eines gebrochenen Arms. Anschließend hat er die Qualifikation für die diesjährige JEM nur knapp verpasst.

Wie haben Sie die Wassersprung- Wettbewerbe bei Olympia in Rio wahrgenommen?

Sachiasvili: China hat wie in den vergangenen Jahren klar dominiert, während die Russen ohne eine einzige Medaille weit unter ihren Erwartungen geblieben sind. Für Deutschland war es ein mittelmäßiges Ergebnis. Patrick Hausding hat einen starken Wettkampf gezeigt und sich mit Bronze im Kunstspringen vom Drei-Meter- Brett belohnt. Im Synchronspringen waren er und Sascha Klein dagegen eine unerfüllte Medaillenhoffnung für das deutsche Team.

Sehen Sie einen Ihrer Sportler 2020 bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio?

Sachiasvili: Ich hoffe, möchte und will, dass jemand von uns die Chance hat, in Tokio zu starten. Ob es sich dabei um einen meiner Sportler oder aus einer anderen WSC-Trainingsgruppe handelt, ist unwesentlich. Ich wünsche mir nur, dass Rostock im Wasserspringen verteten ist. Aber erstmal stehen 2018 die Olympischen Jugend-Sommerspiele in Buenos Aires in Argentinien für uns an. Dort sehe ich gute Chancen für unsere Rostocker, teilzunehmen.

Zum Schluss: Was ist Ihr sportlicher Wunsch für die Zukunft?

Sachiasvili: Ich wünsche mir, dass alle unsere Athleten gesund bleiben, denn motiviert genug sind sie schon.

Interview von Anna Gloede Trainer Michael Sachiasv

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