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Warnemünde gewinnt packendes Derby

Rostock Warnemünde gewinnt packendes Derby

Regionalliga-Volleyballerinnen werden ihrer Favoritenrolle gegen Aufsteiger Hafen Rostock gerecht und feiern einen 3:2-Sieg

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Freude bei den Volleyballerinnen des SV Warnemünde über einen gewonnenen Punkt. Die Favoritinnen besiegten im umkämpften Lokalderby den SV Hafen Rostock 3:2.

Quelle: Horst Schreiber

Rostock. Was für ein Spektakel! In ihrem vorletzten Saisonspiel der Volleyball-Regionalliga Nord schenkten sich die Lokalrivalen SV Warnemünde und SV Hafen Rostock nichts. Sie kämpften am Sonnabend in der Ospa-Arena erbittert um jeden Punkt. Die favorisierten Warnemünderinnen gingen in Führung, ehe Hafen das Spiel drehte. Doch nach 116 Spielminuten entschied der SVW den Fünf-Satz-Krimi 3:2 (25:19, 19:25, 19:25, 25:17, 15:10) für sich. „Das war ein sehr schwieriges Spiel für uns. Hafen hat uns alles abgefordert und wir haben den Kampf erst spät angenommen“, resümierte der 34-jährige SVW-Übungsleiter Matthäus Kuna.

Statistik

SV Warnemünde: Müchler, Martens, Kraeft, Wüstenhagen, Schumann, Beelich, Müller, Stassewski, Kords, Schwartzer.

SV Hafen Rostock: Weidauer, von Wiedebach, Schnittger, Plewka, Kurland, Jahnke, Krack, Prüter, Kühn, Krummheuer, Pasold.

Warnemündes Luisa Stassewski eröffnete mit ihrem Aufschlag das Derby, der zum ersten Punktgewinn ihres Teams führte. Der Vorsprung währte jedoch nicht lange. Hafen glich zunächst zum 2:2 aus und führte wenig später sogar nach einem hart umkämpften Ballwechsel mit 6:5. Doch die Gastgeberinnen blieben dran, holten sich die Führung zurück und erzwangen nach erneut langem Hin und Her die 20:16-Vorentscheidung im ersten Satz.

Der zweite Durchgang startete wie der erste — 1:0 für die Schwarz-Roten. Diesmal hielt der Vorsprung. Nachdem SVW-Außenangreiferin Carolin Wüstenhagen per Diagonalball das 6:1 erzielt hatte, nahm Hafen-Trainer Udo Fidorra eine Auszeit, um sein Team zu ordnen. Eine entscheidende Maßnahme, denn nach Wiederanpfiff erzielten die Gäste zwölf (!) Treffer in Folge und wandelten einen FünfPunkte-Rückstand in eine Sechs- Punkte-Führung um. Warnemünde war jetzt völlig von der Rolle. Auch Fidorras Gegenüber Kuna erbat eine Auszeit, die jedoch wirkungslos blieb. Hafen gab den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

Mitte des dritten Satzes waren erneut zwei außergewöhnliche Ballwechsel ausschlaggebend für den Spielverlauf. Zunächst retteten Kathrin Kraeft und Josefine Müller einen schon verloren geglaubten Ball spektakulär übers Netz, den Hafen jedoch postwendend zum 17:13 verwandelte. Vier Minuten später punktete der Liga-Neuling nach mehreren abgewehrten Angriffsschlägen durch das Zentrum per Netzroller zum 22:16.

Die rund 150 Zuschauer ließen sich vom beeindruckenden Spielgeschehen mitreißen. Das Hinspiel verloren die Hafen-Frauen 1:3, jetzt führten sie plötzlich 2:1. Nur noch ein Satz trennte den Außenseiter von der kleinen Sensation.

Doch es kam ganz anders. Im vierten Satz besannen sich die SVW-Akteure auf ihr starkes Aufschlagspiel und erzwangen den Entscheidungssatz. Diesen begann die Kuna-Truppe souverän und abgeklärt.

Schnell führte Warnemünde 3:0. Hafen schien endgültig platt zu sein. Doch Fidorra nahm wieder eine Auszeit, wieder zeigte die Unterbrechung die erhoffte Wirkung. Der Aufsteiger kämpfte sich zurück ins Spiel und war dem Ausgleich zweimal nahe (3:4, 6:7). Doch im finalen Angriff drosch Gäste-Akteurin Maria Kurland den Ball ins Aus — Warnemünde jubelte, Hafen war am Boden.

„Ich habe den Mädels gesagt, sie sollen sich nicht ärgern. Sie haben toll gekämpft“, tröstete Fidorra.

Von Horst Schreiber

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