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Warnemünder träumen von Volleyball-Bundesliga

Rostock Warnemünder träumen von Volleyball-Bundesliga

Drittligist will 2020 die Eliteklasse angreifen. Beim eigenen Turnier bezwingt der SVW den dänischen Erst- ligisten Ishøj Volley.

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Neuzugang Raphael Möllers (30, rotes Trikot) bei einem Angriffsschlag im Spiel gegen den SV Lindow-Gransee. Der Routinier soll Warnemünde zum Aufstieg in die 2. Liga führen. Fotos (2): Tommy Bastian

Rostock. Die Drittliga-Volleyballer des SV Warnemünde wollen hoch hinaus. Im Sommer haben sie das Projekt Bundesliga ausgerufen und werben auf sechs Hochglanzseiten um Fans und Sponsoren. Für 2020 wird der Aufstieg in die Eliteklasse angepeilt. Dabei mithelfen soll Neuzugang Raphael Möllers. Der 30-Jährige spielte in der ersten deutschen Liga, im Europapokal und war auch im Ausland – für Etta Oulu und Lakkapää Rovaniemi (beide Finnland) – auf höchstem Niveau aktiv. Zuletzt war der 1,96- Meter-Hüne für seinen Heimatverein TSC Gievenbeck in Nordrhein- Westfalen in der 3. Liga am Ball.

OZ-Bild

Drittligist will 2020 die Eliteklasse angreifen. Beim eigenen Turnier bezwingt der SVW den dänischen Erst- ligisten Ishøj Volley.

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„Meine Freundin wollte unbedingt Biologie studieren. Und ich habe schon öfter mit Christian (SVW-Trainer Hinze/d. Red.), mit dem ich schon lange Zeit gut befreundet bin, über das Projekt in Warnemünde gesprochen. Das hat mir zugesagt. Deshalb kam für uns nur in Frage, nach Rostock zu gehen“, erklärt Möllers seinen überraschenden Wechsel und ergänzt: „Rostock ist eine schöne Stadt.“

Am Sonnabend hatte der gebürtige Münsteraner, dessen Bruder Benedikt einst schon für den SV Warnemünde gespielt hat, seinen ersten Auftritt im Trikot des neuen Klubs. Beim Saison-Vorbereitungsturnier, dem Baltic Volley Cup, in der heimischen Ospa-Arena unterlagen die Ostseestädter im Halbfinale gegen den Zweitligisten SV Lindow-Gransee (Brandenburg) mit 1:3.

„Es war ein bisschen der Wurm drin, aber es war auch das erste Testspiel fürs Team. Wir müssen noch viel arbeiten bis zum ersten Punktspiel. Aber ich mache mir da keine Sorgen, denn es waren auch viele gute Sachen dabei“, war Möllers hin- und hergerissen.

Besser lief’s für die Gastgeber am zweiten Turniertag. Im Spiel um den dritten Platz besiegten sie den dänischen Erstligisten Ishøj Volley, der seine Auftaktpartie gegen Bundesligist Netzhoppers Königswusterhausen (Brandenburg) mit 1:3 verloren hatte, nach spannendem Schlagabtausch über fünf Sätze mit 3:2.

„Am Sonnabend haben wir keine gute Leistung gezeigt. Vielleicht hinterließ bei dem einen oder anderen Spieler noch die Trainingseinheit vom Vormittag Wirkung. Aber das habe ich in Kauf genommen“, meinte Warnemünde- Coach Christian Hinze. Deutlich zufriedener war der 37-Jährige mit dem Auftritt seines Teams am Sonntag. „Da war unser Spiel viel lebendiger. Wir haben bessere Blöcke gestellt und sind hinten in der Feldabwehr jedem Angriffsball des Gegners nachgejagt“, lobte Hinze und betonte: „Genau das wollen die Zuschauer sehen. Dafür gibt es Applaus.“

Während Hinze am ersten Tag viel durchwechselte, setzte er am zweiten auf seine vermeintlichen Stammkräfte, darunter Raphael Möllers. Der universal einsetzbare Ex-Profi stand über die komplette Spielzeit auf dem Feld und markierten den einen oder anderen Punkt für Warnemünde.

Möllers wird fortan für die Caritas als eine Art Sozialarbeiter tätig sein und will nebenbei ein Studium zum Heilpädagogen absolvieren. Der Routinier freut sich auf die Herausforderung in Rostock, gibt jedoch zu bedenken: „Ich bin noch unfit, habe sechs Monate kein Volleyball gespielt und noch einiges aufzuholen.“ Sein erster Eindruck vom neuen Team ist gut. „Das sind coole Jungs, die gut drauf und fit sind. Der Aufstieg in die zweite Liga ist auf jeden Fall in der neuen Saison drin“, gibt sich Möllers optimistisch. Die vergangene Serie beendete Warnemünde als Tabellenzweiter der 3.

Liga Nord. Punktspielstart ist am Abend des 17. September zuhause gegen Zweitliga- Absteiger USC Magdeburg.

Unterdessen gewann Königswusterhausen das verkürzte Finale des Baltic Volley Cups gegen Lindow-Gransee mit 2:1.

Statistik

Halbfinals: SV Warnemünde – SV Lindow-Gransee 1:3 (25:23, 20:25, 24:26, 13:25)

Warnemünde: Moldenhauer, Ernst, Förster, Rode, Günther, Möllers, Nikolaus, Kowalkowski, Schattschneider

Ishøj Volley – Netzhoppers Königswusterhausen 1:3 (27:25, 19:25, 35:37, 18:25)

Spiel um Platz drei: SV Warnemünde – Ishøj Volley 3:2 (26:28, 25:17, 26:24, 19:25, 15:13) Warnemünde: Ernst, Moldenhauer, Liefke, Förster, Möllers, Jagusch, Kowalkowski, Rode, Schille

Finale: Königswusterhausen – Lindow-Gransee 2:1 (??:??, ??:??, ??:??)

Tommy Bastian

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