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Warnemünderinnen schöpfen neue Hoffnung

Rostock Warnemünderinnen schöpfen neue Hoffnung

Volleyball-Drittligist erkämpft 3:2-Sieg gegen Berlin Brandenburger SC

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Erleichterung: Die Warnemünderinnen schreien ihre Freude über den Punktgewinn heraus.

Rostock. Matthäus Kuna reißt vor Freude beide Arme in die Luft. Der Trainer der Volleyballerinnen des SV Warnemünde freut sich über den wenige Sekunden zuvor erzielten Punkt. Mit 14:9 führt seine Mannschaft im entscheidenden fünften Satz des Drittliga-Spiels in der Ospa-Arena gegen den Berlin Brandenburger Sportclub. Kurze Zeit später ist es geschafft. Der SVW nutzt seinen ersten Matchball der Partie und bezwingt den Tabellenzweiten aus der Hauptstadt nach zweimaligen Satzrückstand noch mit 3:2 (18:25, 25:23, 18:25, 25:17, 15:9).

OZ-Bild

Volleyball-Drittligist erkämpft 3:2-Sieg gegen Berlin Brandenburger SC

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Kuna war nach dem fünften Sieg stolz auf die Leistung seines Teams. „Wir sind sehr froh über diesen Erfolg“, meinte er erleichtert und analysierte: „Es hat jede Frau für die andere gekämpft, und wir haben endlich mal nicht so viele einfache Fehler gemacht wie sonst so oft in der Saison.“

Mit den zwei gewonnenen Punkten rücken die abstiegsbedrohten Warnemünderinnen (jetzt 17) wieder näher ans rettende Ufer heran. Dort steht aktuell der VSV Grün- Weiß Erkner (21), der den achten Rang belegt. Bei noch zwei ausstehenden Spielen muss der SVW also mindestens fünf Punkte holen und hoffen, dass die Konkurrenten aus Erkner in Brandenburg (nur noch ein Spiel) und vom Tabellenneunten SC Potsdam II (19 Punkte, noch zwei Spiele) in ihren verbleibenden Partien patzen. Kuna verspricht: „Wir werden alles dafür tun, die dritte Liga zu halten. Es ist noch alles drin.“

Die Anfangsphase des Spiels gegen den Favoriten aus Berlin verlief alles andere als positiv. Den ersten Satz gaben die klar unterlegenen Ostseestädterinnen mit 18:25 ab. Sie lagen nicht einmal in Führung.

Im zweiten Durchgang geriet der SV Warnemünde durch leichte Fehler – darunter mehrere missglückte Aufschläge – deutlich in Rückstand (14:21). „Ich habe dann wild gewechselt“, meinte Kuna. Er gab seiner „vermeintlich zweiten Reihe“ die Chance. Und das zahlte sich aus, denn seine Schützlinge drehten das Ergebnis mit großem Kampf und konnten den zweiten Satz durch ein tolles Comeback noch für sich entscheiden. Endstand: 25:23!

Im dritten Spielabschnitt schlichen sich erneut zu viele einfache Fehler ins Spiel des Tabellenzehnten. Mit 18:25 ging dieser Satz deshalb verloren. Es drohte die 14. Niederlage im 18. Saisonspiel.

Doch dann drehten die Warnemünderinnen auf. Mit großem Willen und spielerischer Klasse gewannen sie den vierten Durchgang deutlich (25:17). Mittelblockerin Jana Schumann, die später zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde, trieb die Gegnerinnen in dieser Phase mit klasse Abwehraktionen schier zur Verzweiflung.

Im entscheidenden Tie-Break führte der SVW schon komfortabel (3:0, 7:4), ehe die Gäste noch mal herankamen (8:8). Doch mit einem starken 7:1-Lauf entschieden die Mecklenburgerinnen das Spiel und ließen sich danach von den Zuschauern feiern.

„Das war echt der Wahnsinn“, freute sich Geburtstagskind Kathrin Kraeft an ihrem 34. Ehrentag. Luisa Stassewski sprach von einer „Wahnsinnsteamleistung“.

Das gewonnene Selbstvertrauen will der SVW mit in die verbleibenden zwei Partien nehmen. Am 1. April (15 Uhr) empfangen die Ostseestädterinnen die VG WiWa Hamburg (5. Platz, 29 Punkte) in der Ospa-Arena. Am gleichen Tag trifft die erste Herrenmannschaft um 18.30 Uhr im Aufstiegs-Endspiel auf den VfL Pinneberg.

Statistik

3. Liga Nord, Frauen

SV Warnemünde – Berlin Brandenb. SC 3:2

SV Warnemünde: Stassewski, Schnittger, Bock, Kraeft, Adam, Schumann, Kords, Müchler, von Wiedebach, Müller, Jahnke

1. VSV Oranienburg 18 52:13 48
2. Berlin Brand. SC 18 47:25 40
3. SC Alstertal-L. 18 38:33 31
4. SG R. Prenzl. Berg 19 40:37 30
5. WiWa Hamburg 18 38:37 29
6. VCO Berlin II 19 39:37 28
7. Eimsbütteler TV 18 33:41 23
8. Grün-Weiß Erkner 19 31:45 21
9. SC Potsdam II 18 31:41 19
10. SV Warnemünde 18 28:46 17
11. Kieler TV 17 22:44 14

Marten Vorwerk

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