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Weg frei für runden Tisch zum Segeln in Warnemünde

Warnemünde Weg frei für runden Tisch zum Segeln in Warnemünde

Sportausschuss möchte so schnell wie möglich alle Akteure zusammenbringen / Stadt verteidigt die von Seglern festgelegte Resttragkraft der gesperrten Steganlage

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Die gesperrte Steganlage in Warnemünde soll Thema eines „Runden Tisches“ werden.

Quelle: Ove Arscholl

Warnemünde. Einem „runden Tisch“ zur Sanierung der maroden und gesperrten Steganlage in Warnemünde und zur Zukunft des Segelsports in Rostock steht nichts mehr im Weg.

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Sportausschuss möchte so schnell wie möglich alle Akteure zusammenbringen / Stadt verteidigt die von Seglern festgelegte Resttragkraft der gesperrten Steganlage

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Jetzt muss nur noch die Bürgerschaft nächste Woche dem entsprechenden Antrag des Sportausschusses zustimmen. Davon geht der Vorsitzende Karsten Kolbe (Linke) fest aus, zumal auch die Verwaltung eine solche Runde befürwortet.

„Das muss schnell gehen, um Schwung in die Sache zu bringen“, wünscht sich Kolbe. Gespräche mit den Vereinen in jüngster Vergangenheit hätten gezeigt, dass das grundlegende Problem ein Mangel an Kommunikation sei. Am „runden Tisch“ sollten Stadt, Land, Landes- und Stadtsporbund, Vereine und das Wohnungsunternehmen Wiro sitzen. Thema sollte die Infrastruktur für den Segelsport, vor allem die gesperrte Steganlage sein. Die Vereine hatten eine solche Runde mehrfach gefordert.

Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke) sieht auch die Notwendigkeit, sich an den Tisch zu setzen – als gute Arbeitsbasis. Die „begrenzte landseitige Infrastruktur“ verhindere, dass Warnemünde die steigende Nachfrage zur Durchführung nationaler und internationaler Wettkämpfe nachkommen könne, heißt es in seiner Stellungnahme zum Antrag aus dem Sportausschuss. Und weiter: „Insbesondere werden die Sportbedingungen durch die derzeitige Sperrung der Bootsliegeplattform und die teilweise Sperrung der Liegeplätze am Alten Strom auf der Mittelmole erheblich beeinträchtigt, so dass Regatten nicht mehr durchführbar sind.“

Karsten Kolbe weiß angesichts der für die Sanierung des Stegs nötigen 2,8 Millionen Euro: „Das wird ein „schwieriger Prozess“, und viel Zeit bleibe nicht. Die für Kolbe entscheidende Frage: „Ist das Land bereit, sich zu beteiligen?“ Vor der Olympia-Bewerbung hätten sich alle zum Segelstandort Warnemünde bekannt, erklärt Karsten Kolbe. Jetzt müsse man zusehen, wie attraktive Wettbewerbe an Kiel gehen.

Fragen bleiben auch noch zu den eigentlichen Gründen für die Sperrung der Steganlage. Segler hatten zuletzt beklagt, dass die nötige Traglast von 500 Kilogramm pro Quadratmeter für den Steg zu hoch angesetzt worden war und eine Sperrung gar nicht erforderlich gewesen wäre. Die Antworten von der Stadt kommen jetzt auf eine entsprechende Anfrage von SPD-Mann Thoralf Sens. Die letzten Reparaturen seien 2013 und 2015 durchgeführt worden, heißt es in der Stellungnahme.

Und weiter: „Die Gründungspfähle der mehr als 40 Jahre alten Holzsteganlage sind nicht weiter sanierungsfähig.“ Die Plattform mit reduzierter Nutzlast für 2016 freizugeben, hätte enormen Aufwand und hohe Kosten verursacht, schreibt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). So hätte für 112 marode Holzpfähle die Resttragfähigkeit ermittelt werden müssen, was langwierig und teuer gewesen wäre. Zudem hätte die Tragkonstruktion unterhalb der Plattform mit Ponton oder Schlauchboot monatlich kontrolliert werden müssen. Außerdem wäre die Einhaltung der Plattformnutzung ständig zu kontrollieren, von Personen mit Spezialkenntnissen zu den dort gelagerten Booten.

Die Antworten, die SPD-Kollege Thoralf Sens auf seine Anfrage bekam, reichen Karsten Kolbe nicht aus. Er würde gern mehr über das Gutachten wissen, das zur Sperrung geführt hat.

Gesperrt seit November 2015

2,8 Millionen Euro würde Schätzungen zufolge eine Sanierung der baufälligen Steganlage mindestens kosten. Die Holzplattform zwischen Yachthafen und Altem Strom gehört der Stadt, die sich aber die Erneuerung allein nicht leisten kann und deshalb das Land mit in die Pflicht nehmen will. Teile des Areals sind bereits seit November vergangenen Jahres gesperrt.

Weil die Steganlage an der Mittelmole nicht zur Verfügung steht, musste der Warnemünder Segel-Club sogar eine Europameisterschaft absagen. Einschränkungen wird es auch beim großen Segelfest, der Warnemünder Woche, vom 2. bis 10. Juli geben.

Thomas Niebuhr

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