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Zünftig: Schützenfest mit Umzug

LAAGE Zünftig: Schützenfest mit Umzug

Sonnabend startet die große Feier / Ungeübte dürfen Schießübungen machen / Neuer König wird verkündet

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Die Schützen Matthias Roß (l.) und Horst Roock werden am Schießstand Ungeübten helfen.

Quelle: Fotos: Claudia Tupeit

Laage. Schießen mit Luftgewehr und Kleinkaliber: Beim 26. Laager Schützenfest dürfen am Sonnabend auch Bürger an den Schießstand, die keinen Waffenschein besitzen. Wie das Gewehr funktioniert, erklären die Profis vom Verein „Schützenzunft 1705 Laage“. Horst Roock ist Mitglied mit Leib und Seele und kann den einen oder anderen Trick verraten, wie Ungeübte dennoch einigermaßen in die kleine, 50 Meter entfernte Zielscheibe treffen können.

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Wer lieber keine Kugeln abfeuern möchte, greift zu Pfeil und Bogen, „was aber auch nicht so leicht ist, wie es vielleicht aussieht“, sagt Roock, der das „Spaßschießen“ empfiehlt. „Das ist wie das Kartenspiel ,17 + 4’. Wer auf der Zielscheibe am dichtesten an der 21 dran ist, hat gewonnen, wer drüber schießt, ist raus.“ Natürlich dürfe jeder Besucher alles einmal probieren. Hauptsache, diejenigen, die unter 18 Jahre alt sind, haben eine Einverständniserklärung der Eltern dabei, betont Vereinsmitglied Matthias Roß. Er wird bereits beim Festumzug seinen großen Auftritt zusammen mit Martin Schabbel als Salutschütze haben. Der Marsch startet um 10 Uhr in Laage auf dem Marktplatz und endet – mit einem Schlenker zum Kriegsgräberdenkmal – bei der Schießanlage Schwendnißtannen. Dort geht die Party um 10.30 Uhr richtig los.

Als älteste Mitglieder dürfen Walter Hahn (85) und Fritz Abs (82) am Festtag nicht nur den Kranz am Denkmal niederlegen, sondern auch gemütlich sitzend auf der Kutsche fahren, die den Festzug ebenso begleitet wie die Blaskapelle Rostocker Stadtmusikanten. „Der Weg ist immerhin zwei Kilometer lang“, sagt Hahn und schmunzelt.

Für das insgesamt dreitägige Fest hat er gestern sogar noch Aufbauhilfe geleistet. Nun stehen Zelt, Bänke, Tische und die Dekoration bereit. „Wir fangen traditionell nämlich vereinsintern am Freitagabend mit dem Schützenfest an“, verrät Horst Roock, der von Präsident Winfried Lange als „Urgestein“ bezeichnet wird. Bei den 35 Zunftsmitgliedern ist morgen Abend volle Konzentration gefragt.

Es gilt, den Titel des Königs zu holen. Die Schießkönige in der Kategorie Herren, Jugend und Altkönige werden am Sonnabend um 17.30 Uhr proklamiert. Horst Roock ist Amtierender, darf aber laut Satzung die kommenden fünf Jahre nicht wieder als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen. Bei den Damen hat Heidi Grothmann (63) den Titel inne – und darf ihn weiter behalten. „Da wir so wenige weibliche Mitglieder haben, würde alles andere keinen Sinn machen“, erklärt Matthias Roß.

Jeder Mitmacher hat übrigens seine eigene Waffe im speziellen Waffenschrank zu Hause. Dass ihre Zunft auch deshalb immer wieder kontrovers diskutiert wird, wissen auch Roß und Roock. „Aber wir sind in Laage wirklich gut integriert und haben wenig mit Kritikern zu tun“, sagt Roock. Und Roß ergänzt: „Das wird alles streng kontrolliert. Jederzeit kann jemand vom Ordnungsamt unangemeldet zu Hause auftauchen.“

Musikalisch wird der Sonnabendnachmittag vom Shantychor De Klaashahns begleitet. Die Ehefrauen der Vereinsmitglieder backen Kuchen, es wird gegrillt, ab 19 Uhr spielt DJ Dago, um 22 Uhr beendet ein Lagerfeuer den Tag.

Schützen vor Gericht

1705 gegründet , durfte die Laager Schützenzunft von 1939 bis zur Wende nicht wirken. 1991 wurde der Verein neu gegründet.

35 Mitglieder der „Schützenzunft 1705 Laage“ werden Sonnabend zum Festumzug von der freiwilligen Feuerwehr und befreundeten Schützenvereinen begleitet – etwa denen aus Güstrow, Schwaan und Tessin.

3 Tage wird gefeiert. Freitag intern, Sonnabend von 10.30 bis 22 Uhr an der Schießanlage, Sonntag können Interessierte mittags zum spaßigen „Schützengericht“ kommen.

Claudia Tupeit

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