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Spuren sichern und Täter stellen – Polizei ist mehr als 110

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Spuren sichern und Täter stellen – Polizei ist mehr als 110

600 junge Besucher beim dritten Blaulichttag im Polizeizentrum Ulmenstraße / Blick hinter die Kulissen / Spannende Vorführungen und Angebote für Schüler

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Schüler beobachten die Vorführung der mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit, die „Horst“ in verschiedenen Situationen überwältigt.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Schüler haben ihre Handys auf Dirk Spörcke gerichtet. Mit Schutzweste und Einsatzhelm erwartet der Sozialarbeiter von der Baltic-Schule in Toitenwinkel die Schläge von Polizeioberkommissar Jörg Krüger. Der haut mit dem Einsatzstock kräftig drauf, und die Achtklässler grinsen. „So in etwa ist es, wenn ein Polizist von einem Stein getroffen wird“, sagt Krüger, der bis 2012 in einer Einheit gedient hat, die bei Hansa-Spielen, Demos, „besonderen Lagen“ ausrücken musste.

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600 junge Besucher beim dritten Blaulichttag im Polizeizentrum Ulmenstraße / Blick hinter die Kulissen / Spannende Vorführungen und Angebote für Schüler

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Wir suchen heute schon Nachwuchs für morgen.“ Rostocks Polizeichef

Michael Ebert

Beim dritten Blaulichttag auf dem Gelände des Polizeizentrums in der Ulmenstraße haben die Beamten gestern Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge, Boote gezeigt und rund 350 Schüler, 150 Kita-Kinder und viele Spontan-Besucher hinter die Kulissen schauen lassen. Gleich vier Dienststellen von Bundes- und Landespolizei haben sich unter dem Motto „Wir sind mehr als 110“ vorgestellt, um vor allem Schülern ab Klassenstufe 8 bei der Berufsorientierung zu helfen, sie für den Polizeidienst zu begeistern.

„Wir suchen heute schon den Nachwuchs für morgen“, erklärt Rostocks Polizeichef Michael Ebert und nimmt die Jüngsten selbst an die Hand. 22 Vorschulkinder aus der Kita am Schulcampus Kassebohm erforschen Wasserwerfer und Kontrollboot. „Wir brauchen in Zukunft viele von ihnen“, sagt Ebert mit Blick auf die Kleinen.

Dirk Spörcke schiebt derweil das Visier hoch. „Nichts gemerkt“, sagt er zu seinen Baltic-Schülern. Die sind beeindruckt von der 15 Kilo schweren Schutzkleidung, aber nun schon wieder auf dem Weg zur nächsten Vorführung. „Sonst sieht man immer nur die typischen Polizisten, im Auto oder auf der Straße“, sagt Oliver Bund (14). „Heute kann man mal erleben, wie es richtig bei der Polizei läuft“, stimmt Oliver Schmidt (15) zu. Beruflich können sie sich eine Karriere bei der Polizei nicht vorstellen, der eine achte „nicht so auf die Kondition“, der andere will Koch werden, „vielleicht in der Polizeikantine“.

Action kündigt sich auf dem blauen Teppich an. Bundespolizisten von der mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit zeigen, wie sie Täter festnehmen und zu Boden bringen. „Horst“ ist ihr Opfer, das in mehreren Situationen überwältigt wird. Zuvor hatten die Diensthundeführer ihre vierbeinigen Kollegen bei verschiedenen Übungen vorgestellt. „Das war sehr interessant“, sagt Katharina Scheyko von der Hundertwasser-Gesamtschule in Lichtenhagen. Ihr gefällt am Blaulichttag: „Man bekommt jede Frage beantwortet, die Leute sind sehr offen.“ Die 14-Jährige hat sich Info-Material mitgenommen und denkt über einen Job als Verwaltungsbeamtin bei der Polizei nach.

Etliche Schüler schauen bei der Einstellungsberatung von Bundes- und Landespolizei vorbei. „Sie fragen nach Voraussetzungen, Aufgabenbereichen, Auswahlverfahren“, berichtet Polizeimeister Marko Moderecker. Am „Tatort“ demonstriert Kriminalhauptmeisterin Iris Güldenpfennig die Spurensicherung. Einbruch in einen VW-Transporter – Fuß-, Finger- und Blutspuren werden gesichert. Vanessa Reddi (14) von der Kooperativen Gesamtschule in der Südstadt hält ihre Hand an die Autotür und holt dann selbst die noch unsichtbaren Fingerspuren ans Licht.

Rollerführerscheine, Info-Material, viele Eindrücke – das war der dritte Blaulichttag für 600 junge Besucher. „Gute Resonanz, schönes Wetter, motivierte Mitarbeiter“, so das Fazit von Polizeichef Ebert.

Doris Kesselring

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