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Stadt plant „grüne Welle“ bis ins Umland

Rostock Stadt plant „grüne Welle“ bis ins Umland

Der Verkehr in Rostock nimmt weiter zu. Baulich ist das nicht zu lösen. Stattdessen sollen die Ampeln in der Stadt „intelligenter“ werden. Das Rathaus setzt zudem auf Handys und Navis: Sie sollen Autofahrer an Staus vorbeilotsen.

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Das Schutower Kreuz zählt zu den größten Brennpunkten auf Rostocks Straßen: Hier staut es sich nahezu jeden Morgen und Abend.

Quelle: Andreas Meyer

Rostock. Freie Fahrt zwischen der Rostocker Innenstadt und dem Umland: Das scheitert bisher nicht allein am dichten Verkehr, sondern auch an den Zuständigkeiten. Vor allem entlang der L 22 und der B 105, den meist befahrenen Straßen im Land. „Für manche Ampeln ist das Land zuständig, für andere die Hansestadt. Daran scheitert bisher die ,grüne Welle`ins Umland“, sagt Verkehrssenator Holger Matthäus (Grüne). Genau das soll sich nun ändern.

Gemeinsam mit dem Straßenbauamt in Stralsund und dem Landkreis Rostock analysiert Rostock derzeit den Verkehr: Wann sind in welche Richtung wie viele Autos unterwegs? Matthäus: „Wenn diese Daten vorliegen, werden wir eine intelligente, abgestimmte Ampel-Schaltung installieren - und so Staus minimieren.“

Er setzt aber noch auf einen anderen Weg: Die Stadt will den Autofahrern helfen, vollen Straßen und Staus zu umgehen. Bereits seit einigen Jahren wird mit 31 Messanlagen jedes Handy oder jedes Fahrzeug erfasst, dass einen aktiven Bluetooth-Sender hat. Ein Rechner erstellt daraus ein Lagebild für Rostocks Straße. „Wir können so alternative, freie Routen empfehlen.“ Doch das System ist, so die Kritik vieler Nutzer, nicht ausgereift: Die Verkehrsdaten seien nicht präzise genug. Wie es richtig geht, zeigen zwei Weltkonzerne: Sowohl Apple als auch Google bieten in ihren Karten-Diensten aktuelle Verkehrsdaten für Rostock.

Andreas Meyer

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