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Dierkow Startklar für den Winter

Am ersten November beginnt die Stadt mit dem Winterdienst / 1800 Tonnen Streusalz wurden eingelagert

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Einsatzleiter René Weilandt kontrolliert eines der Streufahrzeuge. Rund fünf Kubikmeter Salz können transportiert werden.

Quelle: Fotos: Katharina Ahlers

Dierkow. Auch wenn es noch nicht nach Schnee und Eis aussieht, beginnt am ersten November die Winterdienstsaison in Rostock. Seit vielen Jahren wird die Stadtentsorgung mit dem Räumen und Streuen auf öffentlichen Wegen und Straßen beauftragt. „Wir sind startklar“, sagt Einsatzleiter René Weilandt und gesteht: „Im Norden mag ich keinen Schnee. Anders als in Süddeutschland führt hier bei vielen gefühlt jede Schneeflocke zum Chaos.“

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Am ersten November beginnt die Stadt mit dem Winterdienst / 1800 Tonnen Streusalz wurden eingelagert

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Damit es im Winter nicht zum Verkehrschaos kommt, hat die Stadtentsorgung früh mit den Vorbereitungen begonnen. So wurden insgesamt 1100 Meter Schneezäune aufgestellt. Diese sollen Straßenabschnitte, etwa von Lichtenhagen nach Elmenhorst, vor Schneeverwehungen schützen. Zudem wurden im Oktober die Vorräte an Streumitteln aufgefüllt. „Wir haben 1800 Tonnen Salz und 800 Tonnen Kies eingelagert“, sagt Sprecher Steffen Böhme. „800 Tonnen Salz und 500 Tonnen Kies waren noch vom Vorjahr übrig.“

Der 49-Jährige betont, dass beim Winterdienst ein Kompromiss zwischen Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit gefunden werden muss. So kommt auf Hauptverkehrsstraßen hauptsächlich Streusalz in Verbindung mit Sole zum Einsatz. Die Natrium-Chlorid-Lösung bindet das Trockensalz, damit es bei Wind nicht wegweht. Auf Gehwegen und in Trinkwasserschutzgebieten werden hingegen abstumpfende Streustoffe, wie Kies, verwendet.

Ob die Stadtentsorgung auch in diesem Jahr mit der Ersteinlagerung auskommt, sei nicht vorhersehbar. „Niemand weiß, wie der Winter wird“, sagt Böhme. „Wir stehen mit Wetterdiensten in Verbindung und haben wie immer die kommenden drei Tage im Blick.“

Sofern die Wetterprognosen es erfordern, werde der Winterdienst rund um die Uhr besetzt und einsatzbereit sein. „Wir haben 45 Mitarbeiter und 35 Radlader sowie Streu- und Kontrollfahrzeuge zur Verfügung“, meint Böhme. „Die Fahrzeuge sind das ganze Jahr im Einsatz und lassen sich schnell zu Winterfahrzeugen umrüsten.“ Bei extremen Bedingungen wird der Dienstleister zusätzlich von weiteren Firmen unterstützt.

Rund 415 Kilometer Straßen und 231 670 Quadratmeter Geh- und Radwege gehören in die Zuständigkeit der Stadtentsorgung. Erstmals muss in diesem Jahr die komplette Fläche am Neuen Markt geräumt werden – bisher wurde sich lediglich um bestimmte Pfadwege gekümmert. „Zudem räumen wir bei kombinierten Rad- und Gehwegen eine Breite von zwei statt bisher anderthalb Metern frei“, sagt Böhme.

„Das Gebiet ist sehr groß“, meint Einsatzleiter René Weilandt. „Noch mehr haben aber die Grundstückseigentümer zu räumen.“ So sind, nach Angaben der Stadt Rostock, Anlieger in der Regel verpflichtet, sich um den Winterdienst auf den Gehwegen vor ihren Grundstücken zu kümmern. „Der Schnee sollte dabei auf dem Gehwegrand zur Fahrbahn oder auf dem eigenen Grundstück gelagert werden“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. „Es dürfen ausschließlich umweltfreundliche und salzfreie Streumittel verwendet werden.“

Winterdienst

Der Winterdienst beginnt am ersten November und endet am 31. März. Er ist im Straßen- und Wegegesetz Mecklenburg-Vorpommern sowie der Straßenreinigungssatzung der Hansestadt Rostock geregelt.

Jährlich zu Beginn der Saison veranstaltet die Stadtentsorgung einen „Tag der Winterdienstbereitschaft“, an dem sich Mitarbeiter zusätzlich fortbilden.

Hinweise oder Kritik zum Winterdienst können Bürger im Internetportal „Klarschiff-Rostock“ eintragen.

• Internet:

www.klarschiff-hro.de

Katharina Ahlers

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