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Stadtmitte Startschuss für Neuen Markt

Erster Architektenwettbewerb startet im April / Für Nordkante fehlt noch das Gutachten

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Mit zwei neuen Gebäuden – eines direkt am Rathausanbau, das andere im Bereich des Parkplatzes – beginnt die Bebauung der freien Flächen am Neuen Markt. Ein Hochbauwettbewerb startet im April. FOTOS (2): OVE ARSCHOLL

Stadtmitte. Die Bebauung der freien Flächen rund um Neuen Markt nimmt Fahrt auf. Jetzt bekommen Architekten die Chance, sich intensiv mit neuen Gebäuden zu befassen. Im April startet der erste europaweite Hochbauwettbewerb für die ersten beiden Baufelder, zwei weitere folgen, kündigt Odette Freiberg von der Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung (RGS) an. Ende des Jahres steht der Sieger fest, dann kann die öffentliche Diskussion darüber beginnen. Läuft alles gut, könnten Mitte 2018 schon die ersten Baugenehmigungen auf dem Tisch liegen, blickt RGS-Geschäftsführerin Sigrid Hecht voraus.

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Erster Architektenwettbewerb startet im April / Für Nordkante fehlt noch das Gutachten

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Erst mit

Bildern von Architekten bekommen die Rostocker eine Idee, wie es aussehen könnte.Sigrid Hecht RGS-Geschäftsführerin

5 Baufelder

wurden festgelegt.

Zwei sind für die

Verwaltung vorgesehen. Die drei

anderen Baufelder

sollen für Wohnungen, Büros und Handel

genutzt werden.

Warten auf Gutachter

Das gilt für die zwei Verwaltungsgebäude neben dem Rathaus, aber noch nicht für die umstrittene Fläche an der Nordkante. Noch steht das Ergebnis eines von der Bürgerschaft geforderten Baugrundgutachtens aus – mit Blick auf Gefahren für die benachbarte Marienkirche macht das für die RGS Sinn. In der Innenstadtgemeinde gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Stimmen, die auf Probleme für die Statik des Gotteshauses hinwiesen. Erst wenn die Ergebnisse auf dem Tisch liegen, kann über den Zeitplan für den Hochbauwettbewerb entschieden werden, heißt es bei der RGS.

Dieser ist für Sigrid Hecht gerade an dieser Stelle von besonderer Bedeutung. Bisher gebe es nur Aussagen zum Zuschnitt der Baufelder und zur maximalen Größe von Gebäuden. „Erst mit Bildern von Architekten bekommen die Rostocker eine Vorstellung, wie es aussehen könnte.“ Mit diesen Eindrücken könne die Bürgerschaft ja immer noch entscheiden, ob die Bebauung, so wie vor mehr als acht Jahren beschlossen, überhaupt noch gewollt ist, um die durch die Bombenangriffe von 1942 entstandene Lücke zu schließen. Die Linken waren vergangenes Jahr mit dem Versuch gescheitert, das mit einem Bürgerentscheid abstimmen zu lassen. Die SPD hatte in der Vergangenheit bereits angeregt nach dem Architektenwettbewerb den Baukörper mit bedruckten Planen an Gerüsten zu simulieren. Zu klären ist dann aus Sicht der RGS auch noch, mit welchen Inhalten das mögliche Haus gefüllt wird.

Alles in einer Hand

Insgesamt fünf Baufelder sind rund um den Neuen Markt festgelegt, für die die Planungen nun mit unterschiedlichem Tempo beginnen. Unstrittig sind aus Sicht von Sigrid Hecht die zwei Verwaltungsgebäude neben und hinter dem Rathaus. „Das Konzept steht schon lange.“ Die Umsetzung liegt sozusagen in einer Hand – die RGS plant und der kommunale Eigenbetrieb KOE baut – beide werden von Sigrid Hecht geleitet. Ziel ist, zusätzliche Flächen für die Verwaltung zu schaffen, damit gemietete Gebäude, wie am Charles-Darwin-Ring, aufgegeben werden können. Verwaltung soll auf das Rathaus-Areal, die St. Georg-Straße und das Haus des Bauens konzentriert werden.

Den neuen Bürgerschaftssaal kann sich Sigrid Hecht sehr gut im Haus direkt neben dem alten Rathausanbau vorstellen. Zusammen mit den Fraktionen könnte das ein „politisches Haus“ werden. Fest steht das nicht, die Politik könne immer noch anders entscheiden. Das andere Gebäude hinter dem Rathaus soll Anlaufstelle für alle Bürgerangelegenheiten werden. Inklusive eines barrierefreien Trauungsraums, den es im alten Standesamt bisher nicht gibt.

Wettbewerbe zeitgleich

Sigrid Hecht wünscht sich einen Bebauungsplan, der sowohl die eigenen als auch die benachbarten Baufelder 2 und 3 umfasst. Das sorge für Rechtssicherheit. Zumal eine gemeinsame Tiefgarage vorgesehen ist. Für die benachbarten Baufelder mit Wohnungen und Büros oder Geschäften im Erdgeschoss sieht die RGS die Wiro als Bauherrn. Doch das ist im städtischen Unternehmen längst nicht ausgemacht. Die Flächen des Wohnhauses Kleine Wasserstraße 10/11 gehören bereits dem kommunalen Unternehmen. „Der Erwerb weiterer Flächen wird geprüft“, erklärt Wiro-Sprecher Carsten Klehn.

Wiro zögert noch

Sigrid Hecht wünscht sich, dass die Architektenwettbewerbe für diese vier Gebäude, auch wegen der gemeinsamen Tiefgarage, zeitlich möglichst eng beieinander liegen. „Grundsätzlich sind Wettbewerbe gut geeignet, um architektonische Lösungen für eine gestellte Aufgabe zu finden, erklärt Klehn, dass eine zeitliche Nähe zum Wettbewerb für die Rathaus-Gebäude sinnvoll wäre.

Bisher keine konkrete Planung

Noch allerdings zögert das städtische Wohnungsunternehmen, vor allem mit Blick auf zukünftige Mieter und die Einordnung von Gewerbe oder Handel in den Erdgeschossen. „Wir sehen mit dem vorgeschlagenen Nutzungsmix Probleme in der optimalen Bewirtschaftung. Darauf haben wir hingewiesen“, berichtet Carsten Klehn von grundsätzlichen Bedenken im Wohnungsunternehmen. „Vor dem Hintergrund der offenen Frage der Nutzungsmischung und der bisher vorliegenden Kostenschätzung für die Tiefgarage laufen derzeit keine weiteren Planungen“, teilt Wiro-Sprecher Carsten Klehn mit.

Thomas Niebuhr

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