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Steinewerfer-Prozess: Staatsanwalt fordert vier Jahre Haft

Stadtmitte Steinewerfer-Prozess: Staatsanwalt fordert vier Jahre Haft

Mutmaßlicher Hooligan soll einen Polizisten schwer verletzt haben / Verteidigung fordert Freispruch — einziger Zeuge sei unglaubwürdig

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Kristian S. (33) wurde im Januar aus der U-Haft entlassen.

Quelle: dpa

Stadtmitte. Der mutmaßliche Rostocker Hooligan Kristian S. (33) soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung in mehreren Fällen für vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Er soll am Rande des Drittligaspiels zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden im November 2014 einen zwei Kilogramm schweren Pflasterstein auf einen Polizisten geworfen und den Beamten damit schwer verletzt haben. Den Vorwurf des versuchten Totschlags ließ die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Rostock gestern jedoch fallen. Ein Tötungsvorsatz habe dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden können, hieß es.

Die Verteidigung fordert einen Freispruch. Schließlich sei der einzige Belastungszeuge im Prozess unglaubwürdig gewesen. „Widersprüchlichkeiten, Ungereimtheiten und offensichtliche Unwahrheiten“

hätten seine Aussage durchzogen. Zudem habe beim Videomaterial zu den Straftaten nur die geringste Wertigkeit einer Übereinstimmung zwischen den vermummten Personen und S. nachgewiesen werden können.

„Das ist kein Ausschluss, aber auch keine Annahme, auf die man sich stützen kann“, so die Verteidigung. Zumal die Personen „Allerweltskleidungsstücke“ getragen hätten.

Gleichzeitig kritisierte die Verteidigung den Polizeieinsatz beim Drittligaspiel Hansa gegen RB Leipzig im April 2014. Die Beamten seien hier sozusagen ins Wohnzimmer der Rostocker Fans, der Südtribüne, eingedrungen. Dieses verunglückte Vorgehen habe zur Eskalation geführt, sagt die Verteidigung. Dem Angeklagten werden in diesem Zusammenhang zwei Straftaten wegen gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sprechen jedoch mehrere Indizien für S. als Täter. Neben einschlägigen Kleidungsstücken, die bei ihm gefunden wurden, stimmten auch die Bewegungsabläufe mit den vermummten Personen in den Videoaufnahmen überein. Nächster Prozesstermin ist der 28. April.

Von aw

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