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Stadtmitte Steinewerfer-Prozess vor Ende

Beweisaufnahme am 11. April abgeschlossen / Schlussplädoyers erwartet

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Der Angeklagte Kristian S. (33) ist im Januar aus der U-Haft entlassen worden.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Stadtmitte. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Hooligan Kristian S. (33) vor dem Landgericht Rostock geht nach 25 Verhandlungstagen dem Ende entgegen. Wie der Vorsitzende Richter gestern mitteilte, soll die Beweisaufnahme bis zum 11. April abgeschlossen sein. Danach könnten die Schlussplädoyers gehalten werden.

S. ist wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm mehrere Straftaten rund um die Drittliga-Spiele des FC Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden und RB Leipzig vor. Er soll unter anderem einen rund zwei Kilo schweren Pflasterstein auf einen Polizisten geworfen haben. Der Beamte wurde verletzt. Die Staatsanwaltschaft wertet dies als versuchten Totschlag. Die Verteidigung widerspricht.

Die Anwälte des Angeklagten versuchten zuletzt, mit mehreren Anträgen die Glaubwürdigkeit eines Belastungszeugen in Zweifel zu ziehen. Dieser war ein Mithäftling von S. in dessen U-Haft-Zeit und sagte aus, der Angeklagte soll sich ihm anvertraut und die Tat mit dem Pflasterstein gestanden haben. Die Verteidigung sprach von „Lügen“, „Erfindungen“ und „Realitätsverlust“. Im Februar rief sie einen weiteren Häftling in den Zeugenstand, der dies belegen sollte.

Das Gericht überzeugte dieser neue Zeuge jedoch nicht. Der Vorsitzende Richter sprach gestern von einer „Gefälligkeitsaussage“. Bei dem Zeugen handele es sich um den Mandanten eines Verteidigers. Und bei einer Besprechung zwischen den beiden im Januar im Gefängnis soll auch S. anwesend gewesen sein — als Praktikant des Anwalts.

Die Staatsanwaltschaft teilte gestern mit, dass sie das Verfahren gegen S. wegen Sprühens von Reizgas gegen Polizisten einstelle. Bei einer Verurteilung in den anderen Punkten falle dies nicht weiter ins Gewicht, hieß es. Nächster Prozesstermin ist der 11. April.

Von aw

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