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Strandspaziergang – immer mit Mülltüte

KÜHLUNGSBORN Strandspaziergang – immer mit Mülltüte

Es dauert keine fünf Minuten und Monika (65) und Siegfried (68) Höpner haben eine kleine Mülltüte mit allerlei Weggeworfenem, das in der Düne herumlag, gut gefüllt.

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Monika und Siegfried Höpner sammeln seit vielen Jahren Müll am Riedenstrand, weil sie etwas für die Umwelt tun wollen.

Quelle: Lutz Werner

Kühlungsborn. Es dauert keine fünf Minuten und Monika (65) und Siegfried (68) Höpner haben eine kleine Mülltüte mit allerlei Weggeworfenem, das in der Düne herumlag, gut gefüllt. Dazu kommt eine leere Sektflasche. Und das ist nur der Müll von der kleinen Dünen-Fläche hinter dem Trampelpfad, der als provisorischer Strandzugang westlich des neuen Villen-Viertels genutzt wird. Vor Monika und Siegfried Höpner liegen noch – Richtung Bastorf – zwei Kilometer Riedenstrand, der hinter der Kühlungsborner Gemarkungsgrenze völlig naturbelassen ist.

Am weiten Strand vor dem Naturschutzgebiet Riedensee westlich von Kühlungsborn, der nicht bewirtschaftet wird, gibt es keine Papierkörbe. Von den Strandbesuchern wird erwartet, dass sie ihren Müll wieder mitnehmen. Nur – das klappt nicht immer.

Seit vielen Jahren sammeln Höpners – oft mit Sohn Marco (43) und Enkel Freddy (10) – am Riedenstrand Müll. Als sie noch im Job waren, vor allem an Wochenenden. Seit sie Rentner sind, zwei bis dreimal in der Woche. „Wir gehen gern am Strand Richtung Riedensee spazieren und sammeln dort schöne Hühnergötter und Bernstein. Aber Mülltüten haben wir immer dabei, oft auch einen Müllsack“, erzählt Siegfried Höpner. Allein wären sie als freiwillige Müllsammler dort nicht. Da wären auch andere unterwegs. „Aber eine Massenbewegung ist es natürlich nicht.“

Es sei nicht so, dass die Stadt an diesem Strandabschnitt nichts tue. Die Strandreinigungsmaschine fährt regelmäßig bis zum Bachauslauf, der die Grenze zwischen Kühlungsborn und Bastorf markiert.

Über den Auslauf kann sie nicht fahren. Und dahinter werde der Strand an einigen Stellen steiniger – schlecht für die Maschine. Auch Leute vom Bauhof sammelten am Riedenstrand immer mal wieder Müll.

„Aber die Kapazität ist wohl begrenzt“, sagt Monika Höpner.

„Wir tun dort, was wir können“, bestätigt Kühlungsborns Bauhof- Chef Andreas Wegener. Immer mal wieder wird kritisiert, dass am weiten Riedenstrand keine Papierkörbe stehen. „Wir kommen westlich vom neuen Villen-Viertel nirgendwo mit Fahrzeugen an den Strand. Dort ist Naturschutzgebiet. Wir könnten sie – mit einem vertretbaren Aufwand – nicht regelmäßig leeren“, erklärt Andreas Wegener.

In der Gemeinde Bastorf ist die Kapazität noch begrenzter. „Eine Naturschutzorganisation sammelt einmal im Jahr Müll und wenn die Zuparken-Truppe unseren Strandparkplatz wieder verlässt, macht sie auch eine große Aktion am Strand“, so Bürgermeister Detlef Kurreck. Zuparken – das ist ein angesagtes Surf- und Musik-Festival, das in jedem Sommer am Strand von Kägsdorf gefeiert wird. Auch Arbeitskräfte der Gemeinde seien hin und wieder unterwegs. „Mehr ist wirklich nicht drin“, stellt Kurreck fest.

Beide, Kühlungsborns Bauhof-Chef und der Bürgermeister der Gemeinde Bastorf, sind daher sehr froh über die Aktivitäten der Höpners und anderer freiwilliger Müllsammler. Lutz Werner

OZ

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