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Student für einen Tag: Schüler schnuppern Uni-Luft

Südstadt Student für einen Tag: Schüler schnuppern Uni-Luft

Sieben Fachbereiche der Universität Rostock haben Hörsäle und Labore geöffnet

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Hennes Scherer (v.l.), Yannah Schröder, Amor Latchinian und Jette Wehnert testeten einen Versuchsaufbau im Elektrotechnik-Labor. FOTOS (3): PAULINE RABE

Südstadt. Neugierig schauen Amor Latchinian und Hennes Scherer Jan Fuhrmann über die Schultern. Mit flackernden Leuchtdioden versucht der Mitarbeiter am Lehrstuhl für Elektrische Energietechnik das Interesse der Schüler für das Studienfach Elektrotechnik zu gewinnen. Das Ausbildungslabor in der Südstadt war nur eine von vielen Stationen des Uni-Schnuppertages plus. Rund 250 Elftklässler haben vor einigen Tagen sieben verschiedene Fachbereiche der Universität Rostock besucht.

OZ-Bild

Sieben Fachbereiche der Universität Rostock haben Hörsäle und Labore geöffnet

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„Durch uns erhalten die Schüler die Möglichkeit, nicht nur die Uni, sondern auch einige der Dozenten kennenzulernen“, erzählt Christian Birringer von der Allgemeinen Studienberatung. Vor ungefähr fünf Jahren erweckte er gemeinsam mit Lehrern der CJD Christophorusschule den Schnuppertag zum Leben: „Wir hatten damals das Gefühl, dass bei der regulären Berufs- und Studienorientierung nicht viel bei rumkommt.“ Die Schüler sollten statt der reinen Vorstellung von Möglichkeiten einen realen Eindruck erhalten. „Das bedeutet nicht nur, dass die Dozenten ihre Erfahrungen mit den Jugendlichen teilen“, erklärt Birringer. In der Philosophischen Fakultät werde beispielsweise außerdem darauf geachtet, möglichst oft den Ort zu wechseln. So sähe schließlich auch der Alltag der Studenten aus.

„Das Ziel des Tages ist es nicht, Werbung für die Rostocker Universität zu machen. Wir möchten die Schüler schon jetzt vor Fehlentscheidungen bewahren“, betont der 45-Jährige.

Insgesamt sieben Fachbereiche standen den Elftklässlern im Vorhinein zur Auswahl. Jette Wehnert entschied sich für die Elektrotechnik: „Ich möchte später unbedingt etwas Naturwissenschaftliches machen“, ist sich die 16-Jährige sicher. Ob es aber wirklich ein Studium oder doch eher eine Ausbildung wird, weiß sie noch nicht. „Ich finde es aber sehr interessant, in die Labore hier reinschauen zu dürfen. Wann erhält man schon so eine Möglichkeit?“ Ihre Freundin Yannah Schröder ist noch komplett unentschlossen in Bezug auf ihre Zukunft: „Ich könnte mir auch einen Studiengang im geisteswissenschaftlichen Bereich vorstellen“, sagt die Schülerin. Nach der Besichtigung der Labore ging es für die beiden aber schon mal originalgetreu zum Mittag in die Mensa.

Während das Programm des Uni-Schnuppertages plus von den Fachbereichen selbst organisiert wird, werden die klassischen Schnuppertage von den Campusspezialisten der Allgemeinen Studienberatung betreut. „Bei diesen besucht eine Schulklasse eine reguläre Vorlesung der Uni Rostock“, erklärt Julia Schossner, die sich um die Organisation kümmert. Um aber auch in diesem Format realitätsnahe Erfahrungen weiterzuvermitteln, werden diese Exkursionen von jeweils zwei der Spezialisten begleitet. „Wir möchten dabei helfen, Schwellenängste vor der Institution Hochschule abzubauen.“ Die Schüler sollen lernen, dass sie mit der Wahl eines Studienfachs noch nicht die Weichen für ihr gesamtes Leben stellen. „Es ist immer wieder interessant, mit welchen Vorstellungen die Jugendlichen zu uns kommen“, sagt die 29-Jährige. Viele verstünden zum Beispiel noch nicht, dass man unabhängig vom Studiengang forschen kann. „Solche Dinge erklären wir den Schülern in lockerer Atmosphäre.“

Uni-Schnuppertag plus

250 Schüler besuchten vergangenen Donnerstag die Universität. Derzeit gehen sie in die elften Klassen der CJD Christophorusschule und des Innerstädtischen Gymnasiums in Rostock.

1 Mal im Jahr findet der Uni-Schnuppertag plus statt. Dabei erstellen ausgewählte Fachbereiche der Uni ein Programm für die Schüler. Der Tag liegt aufgrund des Organisationsaufwandes in den Semesterferien.

50 klassische Schnuppertage organisiert die Studienberatung zudem während des Semesters.

Pauline Rabe

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