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Studenten überzeugen mit musikalischem Fundstück

Studenten überzeugen mit musikalischem Fundstück

Von Promnitz führt Großoratorium „Abels Tod“ auf

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Keine Zeit wie die unsrige hat die Vergangenheit durchforscht nach dem Vergessenen und Unentdeckten – besonders bei der „klassischen“ Musik. Zu solchen Fundstücken gehört das Großoratorium „Abels Tod“, 1790 in der Dresdner Hofkirche uraufgeführt, vom damals hochberühmten Hofkapellmeister Johann Amadeus Naumann, heute nur noch den Spezialisten bekannt. Erst 2001 gab es in Dresden die zweite Aufführung, geleitet vom Schatzgräber Franns- Wilfrid von Promnitz (64).

Heinz-Jürgen Staszak

über ein Musikerlebnis

an der Hochschule für

Musik und Theater

Dieser ist zugleich Lehrbeauftragter für Vokalmusikgestaltung und Partienstudium an der Hochschule für Musik und Theater, und so hat er dort am Donnerstag die dritte Aufführung arrangiert, mit Studenten seiner Klasse als ihr Abschlusskonzert: für die Studenten ein ehrgeiziger und überzeugender Leistungsnachweis, für das Publikum ein wohlklingender Konzertabend.

Das Werk bewegt sich im Horizont aufklärerischer Theologie und macht aus dem alttestamentarischen Urmodell aller Bruderkonflikte, individueller wie kollektiver, eher eine bürgerliche Familientragödie: Vater Adam (Paul Khetsch) und Mutter Eva (Franziska Hiller) sehen besorgt, aber machtlos der unheilvollen Entwicklung des Bruderzwistes zu, dem Gott gefälligen Abel (Juliane Bocknagel) und dem neidischen Kain (Sanghan Lee), unter der Aufsicht Gottes, vertreten durch einen Engel (Josefine Johannsen), ab und an kommentiert vom kleinen Chor.

Die Musik, italienisierend, mit Gluckschen Anklängen und leisen romantischen Vorahnungen, ist geschmeidig, flink und gestenreich, mit biegsamer Empfindsamkeit und dramatischer Expression; ihre melodische Schönheit enteilt gelegentlich dem spirituellen Gehalt. Die Mitwirkenden sangen mit engagierter, schöner Ausdruckskraft.

OZ

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