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Studenten wohnen am liebsten zentral und in Uni-Nähe

Kröpeliner-Tor-Vorstad Studenten wohnen am liebsten zentral und in Uni-Nähe

Lage und Verkehrsanbindung sind wichtige Faktoren bei Wohnungssuche / KTV trotz Lärm und mangelnder Stellplätze beliebtes Studentenviertel / Randgebiete eher unbeliebt

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Luise Schröder (23) hatte Glück: Sie erhielt direkt ihre Traumwohnung am Kabutzenhof in der KTV. Anfang Juli zog die Germanistikstudentin ein.

Quelle: Fotos: Pauline Rabe

Kröpeliner-Tor-Vorstad. t. Die Zeit drängt: Am 1. Oktober startet das neue Wintersemester der Rostocker Uni und damit bleiben den Studienanfängern nur noch knapp zwei Wochen, eine Wohnung zu finden. Doch in welchem Teil der Hansestadt lebt es sich am besten? Unter Studenten sind vor allem jene Viertel beliebt, die zentral und in direkter Uni-Nähe liegen.

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Lage und Verkehrsanbindung sind wichtige Faktoren bei Wohnungssuche / KTV trotz Lärm und mangelnder Stellplätze beliebtes Studentenviertel / Randgebiete eher unbeliebt

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Innenstadt attraktiver als Randgebiete

13766 Studenten waren im vergangenen Jahr an der Rostocker Universität immatrikuliert. Am 1. Oktober startet das neue Wintersemester.

Studenten wohnen am liebsten in direkter Nähe zu ihren Uni-Gebäuden. Weitere wichtige Faktoren sind gute Verkehrsanbindungen an Stadt und Strand und faire Mietpreise.

„Ich wohne seit kurzem zusammen mit meiner Freundin in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV)“, erzählt Eric Milde. Der Lehramtsstudent hatte zuvor schon Wohnungen in Dierkow und Evershagen. „Nun habe ich aber genug von den Randbezirken.“ Die Mieten seien dort zwar deutlich günstiger, der Weg in die Innenstadt aber zu weit. „Ich wollte endlich zentral wohnen“, sagt der 25-Jährige. Außerdem sei das Studentenviertel viel lebendiger und bunter. „Es ist immer etwas los.“ Dass dies auch zum Nachteil werden kann, ist dem Studenten bewusst. „Ob es auch mal zu laut wird, kann ich noch nicht beurteilen. Das wird sich erst mit der Zeit zeigen.“ Ein Problem durfte Milde jedoch schon kennenlernen. „Die Parkplatzsituation ist wirklich furchtbar.“

Das fand auch Benjamin Stengel, als er noch in der KTV wohnte. Vor vier Jahren ist der Uni-Mitarbeiter zu seiner Freundin ins Hansaviertel gezogen. „Das war erst ungewohnt, aber mittlerweile bin ich sehr zufrieden hier.“ Zum einen finde der 29-Jährige endlich einen Parkplatz, zum anderen gefalle ihm die Ruhe. „Toll ist außerdem, dass das Stadion gleich um die Ecke ist.“ Momentan sucht Stengel gemeinsam mit seiner Freundin eine neue Wohnung in der Innenstadt. „Das gestaltet sich schwer, wenn man nicht weiter raus als Reutershagen ziehen möchte.“

Die Randgebiete kämen auch für Katharina Scharre und Marlene Kunze nicht in frage. Die Kommilitonen studieren Zahnmedizin im siebten Semester. „Wir wohnen beide in der Karl-Marx-Straße“, sagt Scharre. Das sei optimal, da diese dicht an der Klinik liege. „Ich habe vorher in der August-Bebel-Straße gewohnt“, erzählt Kunze. Von dort aus hatte die Studentin einen weiteren Weg zur Uni.

„Außerdem war es laut, meine Wohnung zu klein und die Miete sehr hoch.“

Isabella Aberle kann diese Erfahrung nicht bestätigen. Seit drei Jahren wohnt die Biowissenschaftsstudentin in einer WG in der Stadtmitte. „Nun muss ich für meinen Master leider nach Marburg ziehen.“

Als die 20-Jährige zu studieren begonnen hatte, wurde ihr zuerst ein Wohnheimzimmer in Lichtenhagen angeboten. „Dort wollte ich aber auf gar keinen Fall hin.“ Die Lage und der schlechte Ruf hatten Aberle abgeschreckt.

„Viele meiner Freunde sind zu Beginn ihres Studiums in die Randgebiete gezogen“, sagt Carolin Adams. „Doch schnell waren sie von der Pendelei genervt.“ Nach und nach haben sie es der Medizinstudentin gleichgetan und sind in Uni-Nähe gezogen. Saadaldin Baresh schätzt an seinem Wohnheimzimmer in der Südstadt auch die kurzen Wege. „Es ist praktisch, in direkter Nähe zur Mensa und zur Bibliothek zu wohnen.“ Der Medizinstudent verbringe viel Zeit dort.

„Ich wohne seit 2013 in Dierkow und kann die Vorurteile gegenüber der schlechten Anbindung nicht nachvollziehen“, sagt Jessica Brach. Trotz Randlage sei die 26-Jährige innerhalb von zehn Minuten mit der Straßenbahn in der Stadt. „Und seit der Linienänderung gibt es sogar eine Bahn, die direkt zur Uni durchfährt“, freut sich die Soziologiestudentin. „Mir gefällt in Dierkow vor allem mein grünes Umfeld, die Anbindung an Markgrafenheide und die niedrigen Mieten“, ergänzt Julia Stüwe. Hinzu komme, dass die Kommunikations- und Medienwissenschaftsstudentin sehr nette Nachbarn habe. Einen Nachteil gebe es in Dierkow aber doch: „Abends fühle ich mich schon etwas unwohl, wenn ich alleine unterwegs bin“, sagt Jessica Brach. Aber ob das in anderen Stadtteilen nicht auch so wäre, weiß die 26-Jährige nicht.

Pauline Rabe

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