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Studentin bringt Tiere auf die Leinwand

Toitenwinkel Studentin bringt Tiere auf die Leinwand

Wietje Nolte (26) promoviert zwar übers Rind, malt aber am liebsten Pferde.

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Mit Bleistiftzeichnungen hat sie vor Jahren angefangen, später hat sich Nolte das Malen größerer Gemälde auf Leinwand mit Öl selbst angeeignet.

Toitenwinkel. Den Stift konnte Wietje Nolte bereits mit zwei Jahren einfach nicht aus der Hand legen. Das weiß sie von Erzählungen ihrer Eltern. Mit zwölf Jahren beginnt die gebürtige Stralsunderin mit dem Reiten. Und irgendwie verschmelzen dann beide Hobbys miteinander.

 

OZ-Bild

Mit ruhiger Hand: Wietje Nolte malt am liebsten Porträts von Pferden. Zu Ostern hatte sie sich aber auch an einem Hasen versucht.

Quelle: Fotos: Claudia Tupeit

Rinder, Pferde, Hunde

Tierportraits fertigt die Promotionsstudentin Wietje Nolte mittlerweile von jeder Art an.

Eine Bleistiftzeichnung auf A4-Format geht bei ihr mit 70 Euro los.

Große Öl-Gemälde

(in Farbe oder schwarz-weiß) berechnet sie individuell. Sie fertigt auch Porträts von Erwachsenen und Kindern.

Infos:

www.wietje-nolte.de

Seit 2014 malt die 26-Jährige die großen, schönen Tiere nicht mehr nur für die eigene Schublade. Da sie mit der eigenen Stute auf Reiterhöfen in der Umgebung unterwegs ist, findet die damals frisch nach Rostock Gezogene plötzlich Abnehmer für ihre Tierporträts. „Ich wollte mir erst nur etwas zum Studium dazuverdienen“, sagt Nolte. Aber ihre Pinselstriche geben Ross und (bei Bedarf) Reiter so echt und detailgetreu wieder, dass sie immer mehr Aufträge erhält. Das bekannte Landgestüt Redefin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) beschreibt sie als „goldene Quelle“ für Inspirationen.

Da Pferde nicht stundenlang für Gemälde still stehen wollen, lässt sich Wietje Nolte Fotos geben, die die Besitzer geschossen haben. „Am besten immer aus mehreren Perspektiven, damit ich mir ein gutes Gesamtbild von dem Tier machen kann.“ Schließlich lernt sie die meisten Vierbeiner vor dem Malen nicht persönlich kennen. Jede Sehne, jede Hautfalte und selbst die Wimpern sollen aber sitzen.

„Ich möchte schon, dass der Reiter sein Pferd auf dem Bild auch wiedererkennt.“ Deshalb gehören ihrer Meinung nach auch Unebenheiten mit auf die Leinwand. Ein besonders schweres Detail gibt es aus Noltes Sicht übrigens nicht. „Nur bei den Augen brauche ich viel Geschick, weil die so aussagekräftig sind und auf dem Gemälde lebendig wirken sollen“, so Nolte über ihren eigenen Anspruch. Pferde haben es ihr auch wissenschaftlich angetan. Das Bachelor-Studium absolvierte sie in den Niederlanden im Bereich Tier- und Viehhaltung. In Rostock schließt sie den Master an – promoviert nun aber übers Rind. „Aber nicht, weil ich Abwechslung brauchte, sondern weil es speziell übers Pferd keine Promotionsmöglichkeit gab“, erzählt sie. Praktischer Begleiteffekt: Als Promovierende arbeitet sie täglich im Forschungsinstitut in Dummerstorf und ist damit nur ein paar Kilometer von der Reitanlage Reez entfernt, wo sie ihr mittlerweile zweites Pferd zu stehen hat. Dort werde sie häufiger mit Porträtwünschen konfrontiert. Vieles laufe aber über Facebook.

Neben Stuten und Hengsten setzt Wietje Nolte auch sämtliche andere Tiere in Szene. Entweder mit Ölfarben oder als Bleistiftzeichnung. Angeeignet hat sie sich die Techniken fast ausschließlich mit Hilfe von Büchern. „Kurse habe ich nicht belegt.“ Selbst Menschen zeichnet sie. „Jüngst eine Frau, die ich vom Reiterhof kenne, im Andy-Warhol-Stil.“ Nur bei Autos und Flugzeugen würde sie Nein sagen.

Je nach Größe des Bildes sitzt sie mehrere Monate an so einem Gemälde. „Ich kann das ja nur abends und am Wochenende machen, neben der Promotion und der Arbeit.“ Sie sei daher froh, dass es wieder länger hell ist, denn: „Tageslicht ist das beste Licht.“

Claudia Tupeit

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