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Studium und Job: Arbeit an der Uni ist beliebt

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Studium und Job: Arbeit an der Uni ist beliebt

Studenten schwärmen von Hilfstätigkeiten an der Universität / Mediziner haben vor allem zu Beginn des Studiums nur wenig Zeit, um sich etwas dazuzuverdienen

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Martin Achterberg (22) arbeitet seit drei Monaten als studentische Hilfskraft. Dem Soziologiestudenten gefällt der Nebenjob. Fotos (5): Pauline Rabe

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Das Studium und den Nebenjob miteinander zu vereinbaren, ist nicht immer leicht. Nehmen die Rostocker Studenten diese Doppelbelastung auf sich, dann sehr gerne als Hilfskraft an der Universität.

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Studenten schwärmen von Hilfstätigkeiten an der Universität / Mediziner haben vor allem zu Beginn des Studiums nur wenig Zeit, um sich etwas dazuzuverdienen

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„So eine Nebentätigkeit macht sich nicht nur gut im Lebenslauf“, erzählt Martin Achterberg. Es mache auch noch Spaß, sich an einem Uni-Projekt zu beteiligen. Seit drei Monaten arbeitet der 22-jährige Soziologiestudent am Institut für Medienforschung. „Ich wirke beim Projekt MeWiKo mit.“ Mit Hilfe von Interviews werde darin untersucht, welche Rolle das Aufkommen neuer Medien und Kommunikationswege bei der Transformation von Wissenschaftskommunikation spielt. Projektleiterin Corinna Lüthje wird von Achterberg vor allem bei der Transkription von Interviews unterstützt. Studentin Lena Weigel, die schon seit zehn Monaten an dem Projekt beteiligt ist, freut sich über Hilfe. „Wir sind ein tolles Team“, so die 22-Jährige. „Durch die interessante Arbeit hier könnte ich mir sehr gut vorstellen, auch nach meinem Studium weiterhin an der Universität zu arbeiten.“ Erstmal stehe aber noch der Master in Soziologie an.

Christian Delfs ist ebenfalls eine studentische Hilfskraft. „Und das schon seit über drei Jahren“, erzählt der Informatikstudent. Der 23-Jährige ist am Lehrstuhl für Informations- und Kommunikationsdienste für die Entwicklung von Software zuständig. „Ich kann es jedem nur empfehlen, an der Uni anzufangen.“

Das sieht Michael Sämann ähnlich. „Ich arbeite bei der allgemeinen Studienberatung“, so der 27-Jährige. Neben dem Geld trage dieser Job auch zur Persönlichkeitsentwicklung bei. „Zu meiner Tätigkeit gehören vor allem Führungen von Schülern und Messebesuche.“ Insgesamt zwei Jahre macht der Student der Biomedizinischen Technik diese Arbeit schon. „Ich hatte nie Probleme, Studium und Job miteinander zu vereinbaren.“ Das habe stets gut geklappt.

Cacilda Pereira Estanqueiro schafft es sogar noch, ihr Hobby in die Nebentätigkeit mit einzubinden. „Neben Babysitting trainiere ich seit einem Monat die Cheerleader der Seawolves“, erzählt die 21-Jährige. Tanzen sei schon immer ihre Leidenschaft gewesen.

Spaß hat auch Sebastian Koch bei seinem außergewöhnlichen Nebenjob. Der Informatikstudent kartiert Fledermäuse. „Mein Vater macht dies nebenberuflich, und ich helfe ihm jetzt schon seit fünf Jahren.“

Dabei läuft der 25-Jährige nachts durch ländliche Regionen und misst mit einem Gerät Fledermausrufe. „Solche Messungen werden beispielsweise vor dem Bau von Windkraftanlagen durchgeführt.“

Doch nicht jeder Student schafft es, Studium und Nebenjob miteinander zu vereinbaren. „Ich würde gerne arbeiten gehen“, sagt Maike Nieweler. Doch leider spanne ihr Medizinstudium die 22-Jährige komplett ein. Während sie vor Studienbeginn immer gearbeitet hat, ist sie nun auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. „Ich kenne nur wenige Kommilitonen, die die Koordination von Studium und Nebentätigkeit bewältigen“, so Nieweler. Neben den Prüfungen sei das Sozialleben auch wichtig. „Besser soll es nach dem ersten Staatsexamen werden. Dann gehe ich wieder arbeiten.“

Pauline Rabe

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