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Südstadt-Klinik: Rheumakranke bleiben in der Warteschleife

Rostock Südstadt-Klinik: Rheumakranke bleiben in der Warteschleife

Darf das Krankenhaus in Rostock weiter ambulant behandeln? Das Sozialgericht in Schwerin hat dazu kein Urteil gefällt. Die Entscheidung soll nun ein Berufungsausschuss im Mai oder Juni bringen.

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Die Fachambulanz Rheumatologie im Südstadt-Klinikum darf vorerst nur noch 400 Fälle pro Quartal betreuen. 

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Weiter Ungewissheit für Rheuma-Patienten in Rostock: Auch die Verhandlungen vor dem Sozialgericht Schwerin haben keine Entscheidung gebracht, ob das Südstadt-Klinikum Rheumakranke weiter ambulant behandeln darf. Eine Ärztin aus Reutershagen war dagegen vorgegangen (OZ berichtete).

„Die Beteiligten haben das Eilverfahren einvernehmlich beendet“, teilt das Gericht mit. Ergebnis der Einigung: Der Berufungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV) und der Krankenkassen soll nun im Mai oder Juni ein endgültiges Urteil fällen. Solange darf das Klinikum noch 400 statt bisher 1200 Patienten pro Quartal behandeln.

Hintergrund: Die neue niedergelassene Ärztin Doreen Lankow aus Reutershagen sieht sich durch die ambulante Behandlung des Südstadt-Klinikums in Bedrängnis gebracht. Die 46-Jährige habe zu wenig Patienten und müsse ihre Praxis zeitweise aus betriebswirtschaftlichen Gründen schließen. Dabei hätte sie gemäß Gesetz als niedergelassene Ärztin Vorrang vor den Krankenhausärzten.

Das Südstadt-Klinikum spricht hingegen von einer Unterversorgung der Patienten, die aus ganz MV kommen. Die Ermächtigungen zur ambulanten Behandlung im Krankenhaus seien daher dringend notwendig.

Die Betroffenen sind verunsichert und wütend (OZ berichtete). „Die Situation ist katastrophal. Jahrelang war ich zufrieden in der Südstadt und froh, dort endlich Hilfe zu finden. Jetzt werde ich plötzlich abserviert und soll woanders hin“, sagt zum Beispiel Hannelore D. (63) aus Reutershagen.

Von Wornowski, André

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