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Susanne Dräger ist neue Bürgermeisterin in Tessin

Tessin Susanne Dräger ist neue Bürgermeisterin in Tessin

Die 36 Jahre alte Verwaltungsbeamtin hat sich gestern mit knapp 72 Prozent der Stimmen gegen Konkurrent Gildo Müller durchgesetzt / Die Wahlbeteiligung lag bei 53 Prozent

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Der Bürgermeister von Gnoien, Lars Schwarz (v. r.), sein Stellvertreter Marco Krüger sowie CDU-Kreisvorsitzender Torsten Renz gratulieren Tessins neuer Bürgermeisterin Susanne Dräger. Fotos (3): Ove Arscholl

Tessin. Susanne Dräger (36, parteilos) ist neue Bürgermeisterin der Stadt Tessin. Mit 71,77 Prozent der Stimmen setzte sich die Verwaltungsbeamtin gestern bei der Wahl gegen Konkurrent Gildo Müller (49) durch. 1233 Tessiner stimmten für die Verwaltungsbeamtin. „Ich bin überwältigt. Ich hatte gehofft, dass ich gewählt werde. Aber mit so einem deutlichen Zeichen habe ich nicht gerechnet. Das Vertrauen der Bürger ist da, das begeistert mich“, sagte Susanne Dräger.

Die Neuwahl des Bürgermeisters war erforderlich, weil Amtsinhaber Fred Ibold (63, CDU) nach 26 Jahren am 30. Juni vorzeitig aus dem Dienst scheidet. Er hatte aus Altersgründen um eine Versetzung in den Ruhestand gebeten. „Es ist Zeit für einen Generationenwechsel“, sagte Ibold bei der Bekanntgabe seines Entschlusses. Er war im April 2012 für eine siebenjährige Amtszeit gewählt worden.

Wenn die neue Bürgermeisterin es wünsche, werde der 63-Jährige ihr jedoch gern noch beratend zur Seite stehen, kündigte Ibold an. Dräger will auf das Angebot zurückkommen. „Das macht den Wechsel leichter“, sagte sie. Bereits in den kommenden Tagen will die künftige Rathauschefin Termine mit Ibold vereinbaren. Derzeit sind rund 70 Mitarbeiter in der Tessiner Stadtverwaltung tätig.

Für den zweiten Kandidaten der Bürgermeisterwahl, Gildo Müller, stimmten gestern 485 Tessiner. Der Kaufmann für Büromanagement zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte Dräger als Erster.

Müller war mit dem Anspruch angetreten, einen neuen Stil ins Rathaus zu bringen und Bürgermeister für alle Tessiner zu sein.

Die Wahlbeteiligung lag bei 53 Prozent. „Damit bin ich nicht zufrieden“, sagte Wahlleiterin Monika Möller. Sie hatte mit mehr Stimmen gerechnet, weil die Tessiner das erste Mal seit 26 Jahren die Wahl zwischen zwei Kandidaten hatten. „Ich weiß nicht, ob es am Desinteresse lag oder am Wetter“, sagte Möller. Insgesamt waren 3245 Tessiner wahlberechtigt. Die Stadt zählt rund 3900 Einwohner.

Dräger feierte ihren Erfolg gestern in kleiner Runde. In ihrer Amtszeit will sie ihr Netzwerk im Bereich Fördermittel nutzen und das Ehrenamt stärken.

Die Tessiner Bürger haben noch eine Einspruchsfrist gegen die Wahl. Danach wird die Stadtvertretung Dräger offiziell ernennen. Zum 1. August wird sie ihr neues Amt wohl antreten. Damit endet dann ihre Tätigkeit als Chefin des Bauamtes im Amt Gnoien, wo sie gleichzeitig stellvertretende leitende Verwaltungsbeamtin ist. Auch ihre Tätigkeit als ehrenamtliche Bürgermeisterin von Grammow läuft dann aus. Dort lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern.

Dräger soll die erste Bürgermeisterin in der 500-jährigen Geschichte der Stadt sein, erzählte ein Ortschronist am Rande.

André Wornowski

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