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Symbol des Aufbruchs

Symbol des Aufbruchs

Am Freitag, dem 13. November 1994, fuhr ich vormittags um 9 Uhr den Vogelsang hinunter.

Am Freitag, dem 13. November 1994, fuhr ich vormittags um 9 Uhr den Vogelsang hinunter. Um die Zeit brachte der NDR die Sendung „Zeitzeichen“ mit einem Rückblick auf die Geschehnisse um den Mauerfall fünf Jahre zuvor. Angespielt wurde die Sendung mit ersten Takten der Hymne der DDR „Auferstanden aus Ruinen“. Gerade in diesem Moment wurde das letzte Element zum Wiederaufbau des Petri-Turms mit einem Kran auf den wieder hergestellten Turmhelm zu bewegt.

DENKANSTOSS

Folkert J. Janssen ist

Seemannsdiakon in der

Hansestadt Rostock.

Ich konnte nur noch innehalten und bewegt staunen. „Was für eine Zeit, was für eine Symbolik“, ging es mir durch den Kopf. Ebenso wie Demut davor, Zeuge dieser Zeit und dieses Augenblicks von Geschichte sein zu dürfen.

Einmal mehr nahm die Petri- Kirche eine wichtige Rolle in dieser Stadt nach den Zeiten der friedlichen Revolution im Herbst 1989 ein. Der wiederaufgebaute Turm stiftete als sichtbares Zeichen zum Aufbruch an. Er gab, bei allem was in dieser Zeit auch an persönlichen und ökonomischen Unwägbarkeiten auf unterschiedliche Art zu durchleben war, vielen Menschen in dieser Stadt neue Orientierung.

Der Petri-Turm war wieder Landmarke, nicht nur deswegen, weil der damalige Hafenkapitän Rathmanner dafür sorgte, dass der Petri-Turm wieder als solche in Seekarten verzeichnet wurde, sondern auch, weil viele Menschen in dieser Stadt aufbrachen, um ihren neuen Zielen entgegenzusteuern und bereit waren, einiges auf sich zunehmen.

In Erinnerung an diesen Moment aus dem Jahre 1994 freue ich mich für die Initiatoren des Projektes „Wiederaufbau Petri-Turm“, dass es ihnen auf diese Weise gelang, als Kirchenleute – mit der Hilfe vieler Unterstützer – dieses Symbol des Aufbruchs und der Hoffnung den Menschen, unserer Stadt und vielen darüber hinaus zu stiften.

OZ

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